Immerwährende Wanderbaustelle

veröffentlicht

Betr.: Reaktion auf die Mindener Verkehrssituation

Sehr geehrte Verkehrsplaner – es reicht! Insbesondere uns! Womit auch immer diese Stadt meint, sich hervortun zu können,- kaum zu übertreffen ist sie in der Kunst, den örtlichen Fahrzeugverkehr zu behindern. Diese Stadt scheint eine immerwährende Wanderbaustelle zu sein. Ohne Baustellen oder wenigstens Straßenabsperrungen wird wohl niemand von uns diese Stadt mehr erleben. Mittlerweile gibt’s schon so gut wie keine Strecke mehr ohne Behinderungen vornehmlich namens Baustellen. Man kann wirklich den Eindruck gewinnen, es geht überhaupt nur darum, den Straßenverkehr beziehungsweise alle Verkehrsteilnehmer zu behindern. Wenn dann auch noch teils riesige Umwege gefahren werden sollen, wirkt das schon provokant bis schikanös. Der Sprit wird uns schließlich quasi nachgeschmissen und Umweltbelastungen sind sowieso kein Thema. All diese Behinderungen treffen besonders eine Dienstleistungsgruppe, von der verlangt wird, Fahrgäste auf kürzesten Weg zu ihrem Ziel zu bringen. Dass man diese Personenbeförderer mit ständig neuen Hindernisaufbauten fortlaufend vor Probleme stellen könnte, daran hat sehr offensichtlich noch nie ein Verkehrsplanungsstratege auch nur den leisesten Gedanken aufgewandt. Wenn’s den Hindernisplanern in den Sinn kommt, dann gelten auch Fairnessprinzipien gegenüber dem Taxikunden nichts mehr und die Umwege können nicht groß genug sein. Sollen sich die Fahrgäste doch ruhig totbezahlen. Diesbezüglich ist besonders das Machwerk Friedrich-Wilhelm-Straße/Ecke Karlstraße eine schiere Unverschämtheit. Diese bislang größte aller Schikanen, bei der man doch bitte einen Umweg von 6 bis 8 Kilometer hinnehmen soll, wird laut MT damit begründet, dass sonst die Bauarbeiter auf diesem zirka 50 Meter langen Bauabschnitt gefährdet würden. Zu Zeiten von Spät- und Nachtschicht, also nachmittags, abends, nachts, waren da noch nie Bauarbeiter zu sehen. Und vormittags, so wird berichtet, arbeiten sie hinter einer Verkehrsinsel. Diese trennt schon den Baubereich von einer Durchfahrt ab, die nur Einsatzfahrzeugen und Bussen vorbehalten sein soll. Natürlich: Busfahrgästen sind die Riesenumwege ja nicht zuzumuten, Taxifahrgästen hingegen durchaus, da diese ja jeden Kilometer bezahlen dürfen. Dann gibt’s auch noch Leute, die quasi kurz nach dem Sperrbereich wohnen beziehungsweise arbeiten müssen. Diese dürfen jetzt statt 100 Metern circa acht Kilometer fahren, um dieses eigentliche Ziel zu erreichen. Kann da mal jemand all diesen Wahnsinn endlich Einhalt gebieten oder erbaut sich da jemand an der Knechtung des Volkes? Alle von Behinderungsschikanen Betroffenen seien aufgefordert, sich zusammenzuschließen und zu protestieren!

Verfasst und gezeichnet

Wilfried Rösener, Dieter Dahl, Ivan Smiewski, Roger Gutjahr, Willi Ackmann, Sylvia Lutzer, Michaela Gerfen, Willfried Humke, Matthias Mahler,,S. Simonyan

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Immerwährende WanderbaustelleBetr.: Reaktion auf die Mindener Verkehrssituation Sehr geehrte Verkehrsplaner – es reicht! Insbesondere uns! Womit auch immer diese Stadt meint, sich hervortun zu können,- kaum zu übertreffen ist sie in der Kunst, den örtlichen Fahrzeugverkehr zu behindern. Diese Stadt scheint eine immerwährende Wanderbaustelle zu sein. Ohne Baustellen oder wenigstens Straßenabsperrungen wird wohl niemand von uns diese Stadt mehr erleben. Mittlerweile gibt’s schon so gut wie keine Strecke mehr ohne Behinderungen vornehmlich namens Baustellen. Man kann wirklich den Eindruck gewinnen, es geht überhaupt nur darum, den Straßenverkehr beziehungsweise alle Verkehrsteilnehmer zu behindern. Wenn dann auch noch teils riesige Umwege gefahren werden sollen, wirkt das schon provokant bis schikanös. Der Sprit wird uns schließlich quasi nachgeschmissen und Umweltbelastungen sind sowieso kein Thema. All diese Behinderungen treffen besonders eine Dienstleistungsgruppe, von der verlangt wird, Fahrgäste auf kürzesten Weg zu ihrem Ziel zu bringen. Dass man diese Personenbeförderer mit ständig neuen Hindernisaufbauten fortlaufend vor Probleme stellen könnte, daran hat sehr offensichtlich noch nie ein Verkehrsplanungsstratege auch nur den leisesten Gedanken aufgewandt. Wenn’s den Hindernisplanern in den Sinn kommt, dann gelten auch Fairnessprinzipien gegenüber dem Taxikunden nichts mehr und die Umwege können nicht groß genug sein. Sollen sich die Fahrgäste doch ruhig totbezahlen. Diesbezüglich ist besonders das Machwerk Friedrich-Wilhelm-Straße/Ecke Karlstraße eine schiere Unverschämtheit. Diese bislang größte aller Schikanen, bei der man doch bitte einen Umweg von 6 bis 8 Kilometer hinnehmen soll, wird laut MT damit begründet, dass sonst die Bauarbeiter auf diesem zirka 50 Meter langen Bauabschnitt gefährdet würden. Zu Zeiten von Spät- und Nachtschicht, also nachmittags, abends, nachts, waren da noch nie Bauarbeiter zu sehen. Und vormittags, so wird berichtet, arbeiten sie hinter einer Verkehrsinsel. Diese trennt schon den Baubereich von einer Durchfahrt ab, die nur Einsatzfahrzeugen und Bussen vorbehalten sein soll. Natürlich: Busfahrgästen sind die Riesenumwege ja nicht zuzumuten, Taxifahrgästen hingegen durchaus, da diese ja jeden Kilometer bezahlen dürfen. Dann gibt’s auch noch Leute, die quasi kurz nach dem Sperrbereich wohnen beziehungsweise arbeiten müssen. Diese dürfen jetzt statt 100 Metern circa acht Kilometer fahren, um dieses eigentliche Ziel zu erreichen. Kann da mal jemand all diesen Wahnsinn endlich Einhalt gebieten oder erbaut sich da jemand an der Knechtung des Volkes? Alle von Behinderungsschikanen Betroffenen seien aufgefordert, sich zusammenzuschließen und zu protestieren! Verfasst und gezeichnet Wilfried Rösener, Dieter Dahl, Ivan Smiewski, Roger Gutjahr, Willi Ackmann, Sylvia Lutzer, Michaela Gerfen, Willfried Humke, Matthias Mahler,,S. Simonyan