Ein Tritt vor's Schienbein der Wähler

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Betr.: "Von der Leyen soll EU führen“ und "Ein Kompromiss und seine Gegner", MT vom 3. Juli

Es ist unglaublich, was da in Brüssel passiert! Da gab es in der Bevölkerung gerade eine gewisse Aufbruchstimmung und so viele Menschen wie nie gingen zur Wahl des Europaparlaments(!). Sie wollten etwas sagen, Zeichen für Veränderung und Erneuerung setzen, die Demokratie stärken!

Und wie reagieren die europäischen Regierungschefs? Ihr Motto scheint zu sein: Wählt ihr mal und wir machen dann, was wir wollen!

Die Wähler haben auf Kandidaten gesetzt, die dann weggewischt wurden. Leichtfertiger und schlimmer kann man Vertrauen nicht verspielen, die Demokratie schwächen und Europa immer unglaubwürdiger machen. Deutlicher können Politiker - oder soll ich sagen die Herrscherklasse? - nicht zeigen, wie weit sie abgehoben sind, wie weit weg von der Bevölkerung und deren Interessen und Bedürfnissen! So produzieren demokratisch gewählte Politiker Wutbürger und fahren die Demokratie, durch die sie an die Macht gekommen sind, immer mehr vor die Wand. Und das, ohne persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen! Und wer lacht sich da wohl ins Fäustchen?

Wie viel Kraft ist erforderlich, diese Fehler wieder auszubügeln und neues Vertrauen aufzubauen. Diese Kraft geht dadurch für die Lösung wichtiger Projekte verloren! Mögen die Vernünftigen obsiegen und sich niemals vereinnahmen lassen und nie das aus den Augen verlieren, wofür sie angetreten sind und gewählt wurden!

Georg Klingsiek, Petershagen

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Ein Tritt vor's Schienbein der WählerBetr.: "Von der Leyen soll EU führen“ und "Ein Kompromiss und seine Gegner", MT vom 3. Juli Es ist unglaublich, was da in Brüssel passiert! Da gab es in der Bevölkerung gerade eine gewisse Aufbruchstimmung und so viele Menschen wie nie gingen zur Wahl des Europaparlaments(!). Sie wollten etwas sagen, Zeichen für Veränderung und Erneuerung setzen, die Demokratie stärken! Und wie reagieren die europäischen Regierungschefs? Ihr Motto scheint zu sein: Wählt ihr mal und wir machen dann, was wir wollen! Die Wähler haben auf Kandidaten gesetzt, die dann weggewischt wurden. Leichtfertiger und schlimmer kann man Vertrauen nicht verspielen, die Demokratie schwächen und Europa immer unglaubwürdiger machen. Deutlicher können Politiker - oder soll ich sagen die Herrscherklasse? - nicht zeigen, wie weit sie abgehoben sind, wie weit weg von der Bevölkerung und deren Interessen und Bedürfnissen! So produzieren demokratisch gewählte Politiker Wutbürger und fahren die Demokratie, durch die sie an die Macht gekommen sind, immer mehr vor die Wand. Und das, ohne persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen! Und wer lacht sich da wohl ins Fäustchen? Wie viel Kraft ist erforderlich, diese Fehler wieder auszubügeln und neues Vertrauen aufzubauen. Diese Kraft geht dadurch für die Lösung wichtiger Projekte verloren! Mögen die Vernünftigen obsiegen und sich niemals vereinnahmen lassen und nie das aus den Augen verlieren, wofür sie angetreten sind und gewählt wurden! Georg Klingsiek, Petershagen