Extravaganz wird deutlich

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Betr.: MT-Stadtgespräch „Wie viel Kultur braucht Minden?“ vom 25. Juni

Bevor ich meine Betrachtung zum Stadtgespräch erläutere, sage ich danke zu der Beilage „100 Jahre Journalismus.“ So eine Beilage bindet sicher viel personelle Kraft für die Recherche und Umsetzung.

Des Weiteren kann ich feststellen, und das meine ich positiv, dass dem MT mit der Besetzung des Chefredakteur und Kommentator ein Mann des klaren Wortes in der Redaktion gelungen ist. Herr Piel hat den Vorteil ohne Routinevorkenntnisse zu agieren, wie er es unter anderem im Standpunkt vom 29. Juni und im Kommentar gegen die Sprachgewalt gelungen ist.

Auslöser für das Stadtgespräch war die bevorstehende letzte Mindener Eigenproduktion von Wagner-Opern, die seit 2002 große Aufmerksamkeit bei Musikfreunden über Minden hinaus, erfährt. Sicher ist es ein schöner Effekt, die Stadt Minden bekannter zu machen beziehungsweise ins Gespräch zu bringen, wie es bei überregionalen Zeitungen erfolgt ist. Wenn dann auswärtige Gäste nach Minden mit der Bahn anreisen, egal ob als Opernbesucher, sonstige Reisende, erleben sie Minden an Wochenenden einen Serviceschalter ohne Ansprechpartner, dann ist der schöne Erfolg vergessen.

Bei dem Stadtgespräch gab es viele Töne und Facetten. Eine Extravaganz wurde deutlich, dass die Stadt den Etat für Kultur erhöht hat. Festgestellt wurde von der Vorsitzenden des Kultur-Ausschusses und der zuständigen Beigeordneten, dass es sich bei diesem Etat um eine freiwillige Leistung der Stadt handelt. Was wollten sie uns damit veranschaulichen? Ich habe Aufhellung darüber vermisst, nach welchen Regeln und Kriterien die Gelder verteilt werden. Wo liegen die Schwerpunkte? Aus der Vergangenheit weiß ich, dass bei bestimmten Projekten große Diskussionen stattfanden. Hier hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht.

Der letzten, angedachten, „Wagneraufführung „ wünsche ich viel Erfolg und den auswärtigen Gästen einen guten Aufenthalt in Minden.

Heidi Bierbaum, Minden

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Extravaganz wird deutlichBetr.: MT-Stadtgespräch „Wie viel Kultur braucht Minden?“ vom 25. Juni Bevor ich meine Betrachtung zum Stadtgespräch erläutere, sage ich danke zu der Beilage „100 Jahre Journalismus.“ So eine Beilage bindet sicher viel personelle Kraft für die Recherche und Umsetzung. Des Weiteren kann ich feststellen, und das meine ich positiv, dass dem MT mit der Besetzung des Chefredakteur und Kommentator ein Mann des klaren Wortes in der Redaktion gelungen ist. Herr Piel hat den Vorteil ohne Routinevorkenntnisse zu agieren, wie er es unter anderem im Standpunkt vom 29. Juni und im Kommentar gegen die Sprachgewalt gelungen ist. Auslöser für das Stadtgespräch war die bevorstehende letzte Mindener Eigenproduktion von Wagner-Opern, die seit 2002 große Aufmerksamkeit bei Musikfreunden über Minden hinaus, erfährt. Sicher ist es ein schöner Effekt, die Stadt Minden bekannter zu machen beziehungsweise ins Gespräch zu bringen, wie es bei überregionalen Zeitungen erfolgt ist. Wenn dann auswärtige Gäste nach Minden mit der Bahn anreisen, egal ob als Opernbesucher, sonstige Reisende, erleben sie Minden an Wochenenden einen Serviceschalter ohne Ansprechpartner, dann ist der schöne Erfolg vergessen. Bei dem Stadtgespräch gab es viele Töne und Facetten. Eine Extravaganz wurde deutlich, dass die Stadt den Etat für Kultur erhöht hat. Festgestellt wurde von der Vorsitzenden des Kultur-Ausschusses und der zuständigen Beigeordneten, dass es sich bei diesem Etat um eine freiwillige Leistung der Stadt handelt. Was wollten sie uns damit veranschaulichen? Ich habe Aufhellung darüber vermisst, nach welchen Regeln und Kriterien die Gelder verteilt werden. Wo liegen die Schwerpunkte? Aus der Vergangenheit weiß ich, dass bei bestimmten Projekten große Diskussionen stattfanden. Hier hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht. Der letzten, angedachten, „Wagneraufführung „ wünsche ich viel Erfolg und den auswärtigen Gästen einen guten Aufenthalt in Minden. Heidi Bierbaum, Minden