Der Kampf kommt zu spät

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Betr.: IS-Kämpfer verklagt Deutschland auf Rückholung, MT vom 26. Juni

Nachdem ich den Bericht im MT gelesen habe, drängen sich mir zwei Gedanken auf. Erstens: wer bezahlt das Alles? Anwaltskosten, Gerichtskosten, eventuelle Rückholung. Zweitens: Da verlassen im Jahr 2014 zwei junge Männer die Bundesrepublik, um sich dem „IS“ in Syrien anzuschließen. Einer Organisation, die weltweit als Terrororganisation gesehen wird. Einer Organisation, die das Hinrichten, Foltern, Erniedrigen und Versklaven von Menschen als ihr oberstes Ziel propagiert. Nicht nur theoretisch, sondern auch immer wieder real in ihren Videos der Welt zeigt. Zwei Männer, die nicht nur theoretisch diese Organisation unterstützt, sondern auch zirka vier Jahre aktiv in Syrien für die Ziele des „IS“ gekämpft haben. Zwei Männer, die sich damit bewusst außerhalb unseres Grundgesetz gestellt haben. Zwei Männer, die sich von den Werten, die unser Zusammenleben in der Bundesrepublik ausmachen, komplett losgesagt haben und jetzt, unter Verweis auf das Schutz- und Treueverhältnis, das zwischen der Bundesrepublik und ihren Staatsangehörigen besteht, auf eine Rückführung in das Land klagen, das sie 2014 verlassen haben, um auch gegen dieses Land und seine Bewohner zu kämpfen. Ich verstehe die Welt nicht mehr!!!

Natürlich habe ich Verständnis für einen Vater, der für seine Kinder kämpft. Alles andere wäre unnatürlich. Aber er hätte 2014 um seine Söhne kämpfen müssen und nicht erst 2019.

Günter Rahnenführer, Porta Westfalica

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Der Kampf kommt zu spätBetr.: IS-Kämpfer verklagt Deutschland auf Rückholung, MT vom 26. Juni Nachdem ich den Bericht im MT gelesen habe, drängen sich mir zwei Gedanken auf. Erstens: wer bezahlt das Alles? Anwaltskosten, Gerichtskosten, eventuelle Rückholung. Zweitens: Da verlassen im Jahr 2014 zwei junge Männer die Bundesrepublik, um sich dem „IS“ in Syrien anzuschließen. Einer Organisation, die weltweit als Terrororganisation gesehen wird. Einer Organisation, die das Hinrichten, Foltern, Erniedrigen und Versklaven von Menschen als ihr oberstes Ziel propagiert. Nicht nur theoretisch, sondern auch immer wieder real in ihren Videos der Welt zeigt. Zwei Männer, die nicht nur theoretisch diese Organisation unterstützt, sondern auch zirka vier Jahre aktiv in Syrien für die Ziele des „IS“ gekämpft haben. Zwei Männer, die sich damit bewusst außerhalb unseres Grundgesetz gestellt haben. Zwei Männer, die sich von den Werten, die unser Zusammenleben in der Bundesrepublik ausmachen, komplett losgesagt haben und jetzt, unter Verweis auf das Schutz- und Treueverhältnis, das zwischen der Bundesrepublik und ihren Staatsangehörigen besteht, auf eine Rückführung in das Land klagen, das sie 2014 verlassen haben, um auch gegen dieses Land und seine Bewohner zu kämpfen. Ich verstehe die Welt nicht mehr!!! Natürlich habe ich Verständnis für einen Vater, der für seine Kinder kämpft. Alles andere wäre unnatürlich. Aber er hätte 2014 um seine Söhne kämpfen müssen und nicht erst 2019. Günter Rahnenführer, Porta Westfalica