Herdenimmunität ist das Ziel

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Betr.: Leserbrief "Der Staat wird übergriffig", MT vom 11. Mai

Ich begrüße es sehr, wenn Sie Leserbriefe abdrucken, die nicht unbedingt die Meinung der Mehrheit wiedergeben. Aber bitte, die Fakten müssen stimmen. Ich kann es kaum glauben, dass Sie unkommentiert (und ungeprüft?) die Behauptung des Herrn Deerberg in seinem Leserbrief abdrucken, dass im Jahr 2015 bei einem Masernausbruch in Kalifornien 38 Prozent der Masernfälle durch die Impfung selbst verursacht wurden. In der erwähnten Studie wurde lediglich ein weiterentwickeltes Verfahren zur schnelleren Unterscheidung von Patienten präsentiert, die tatsächlich an Masern erkrankt sind und Patienten, die nur an einem Hautausschlag und Fieber als Impfreaktion leiden, aber nicht um die Masern selbst. Bitte stellen Sie das so schnell wie möglich klar.

Bitte stellen Sie auch richtig, dass niemand behauptet hat, dass es trotz Impfung zu keiner Erkrankung kommen kann. Es kann überall nachgelesen werden, dass nach der zweiten Impfung ein Schutz zwischen 92 und 99 Prozent besteht. Ungeimpfte stecken sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent an. Und natürlich würde gerade ohne Impfungen ein nicht nur akuter medizinischer Notstand eintreten, nämlich eine Massenerkrankung an Masern oder anderen ähnlichen Krankheiten.

Und das sollte ein Staat nicht durch eine Impfpflicht verhindern dürfen? Er hätte geradezu die Pflicht dazu, wäre die Zahl der Impfverweigerer so hoch, dass die Impfquote nicht erreicht wird, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Ich will hier nicht wiederholen, welch dramatischen Folge eine Masernerkrankung haben kann. Das kann man alles prima im Netz nachlesen.

Rüdiger Weigel, Minden

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Herdenimmunität ist das ZielBetr.: Leserbrief "Der Staat wird übergriffig", MT vom 11. Mai Ich begrüße es sehr, wenn Sie Leserbriefe abdrucken, die nicht unbedingt die Meinung der Mehrheit wiedergeben. Aber bitte, die Fakten müssen stimmen. Ich kann es kaum glauben, dass Sie unkommentiert (und ungeprüft?) die Behauptung des Herrn Deerberg in seinem Leserbrief abdrucken, dass im Jahr 2015 bei einem Masernausbruch in Kalifornien 38 Prozent der Masernfälle durch die Impfung selbst verursacht wurden. In der erwähnten Studie wurde lediglich ein weiterentwickeltes Verfahren zur schnelleren Unterscheidung von Patienten präsentiert, die tatsächlich an Masern erkrankt sind und Patienten, die nur an einem Hautausschlag und Fieber als Impfreaktion leiden, aber nicht um die Masern selbst. Bitte stellen Sie das so schnell wie möglich klar. Bitte stellen Sie auch richtig, dass niemand behauptet hat, dass es trotz Impfung zu keiner Erkrankung kommen kann. Es kann überall nachgelesen werden, dass nach der zweiten Impfung ein Schutz zwischen 92 und 99 Prozent besteht. Ungeimpfte stecken sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent an. Und natürlich würde gerade ohne Impfungen ein nicht nur akuter medizinischer Notstand eintreten, nämlich eine Massenerkrankung an Masern oder anderen ähnlichen Krankheiten. Und das sollte ein Staat nicht durch eine Impfpflicht verhindern dürfen? Er hätte geradezu die Pflicht dazu, wäre die Zahl der Impfverweigerer so hoch, dass die Impfquote nicht erreicht wird, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Ich will hier nicht wiederholen, welch dramatischen Folge eine Masernerkrankung haben kann. Das kann man alles prima im Netz nachlesen. Rüdiger Weigel, Minden