Es geht um unsere Existenz

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Betr.: Die Stunde der Großeltern, MT vom 4. Mai

Den Aussagen von Klara Ahlert möchte ich mich hiermit ausdrücklich anschließen. Auch ich bin Großvater und habe bereits drei Enkel. Mit Entsetzen nehme ich das Artensterben, die Gletscherschmelze und den Klimawandel zur Kenntnis. Die Wissenschaft hat alle notwendigen Fakten bereits geliefert, die unsere Existenz auf diesem wundervollen Planeten in Frage stellen. Es ist schon fast zu spät, etwas gegen das drohende Unheil zu tun. Noch zwei oder drei Dürresommer und der Letzte wird dann notgedrungen aufwachen. Wenn führende Politiker mit Arbeitsplatzverlusten und Wohlstandseinbußen argumentieren, nur um ihre Wähler bei Laune zu halten, ist das doch zu kurz gegriffen. Wir müssen Abstriche machen, den Gürtel ein wenig enger schnallen, wie einst schon Ludwig Erhard (CDU Wirtschaftsminister) forderte, aber da ging es noch nicht um das Überleben unseres Planeten, sondern "nur" um unser aller Wohlergehen und nicht um die pure Existenz. Weit und breit erblicke ich nur wenige Politiker, die sich dem Erhalt unserer Natur bedingungslos verschrieben haben, ohne auf ihre Wiederwahl oder Karriere zu schielen. Eine Regierung, die sich diesem Anliegen nicht mit allem Nachdruck widmet, gehört abgewählt. Die nächste Bundestagsahl wird darüber entscheiden. Es muss eine Klimawahl werden. "Friday for Future" ist ein Protest gegen die Unfähigkeit unserer Regierung und bedarf kräftiger Unterstützung.Unterstützen wir unsere Enkelgeneration und stärken ihr den Rücken. Verdoppeln, vervielfachen wir ihre Demos und schließen uns ihnen an. Wir Großeltern werden gehört und nicht billig diffamiert. Nur müssen auch wir unserer Routine und der Bequemlichkeit für einige Stunden entfliehen. Die Protestbewegung nimmt Fahrt auf, und wir werden sie beschleunigen. Die ersten Wirkungen sind schon zu sehen. Nur Mut und bis demnächst auf der Straße, für alle sichtbar. Die Zukunft unserer Enkel darf uns nicht egal sein. Nehmen wir das Heft in die Hand und überlassen es nicht alternativen Bauernfängern und Demagogen.

Eberhard Schrader, Minden

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Es geht um unsere ExistenzBetr.: Die Stunde der Großeltern, MT vom 4. Mai Den Aussagen von Klara Ahlert möchte ich mich hiermit ausdrücklich anschließen. Auch ich bin Großvater und habe bereits drei Enkel. Mit Entsetzen nehme ich das Artensterben, die Gletscherschmelze und den Klimawandel zur Kenntnis. Die Wissenschaft hat alle notwendigen Fakten bereits geliefert, die unsere Existenz auf diesem wundervollen Planeten in Frage stellen. Es ist schon fast zu spät, etwas gegen das drohende Unheil zu tun. Noch zwei oder drei Dürresommer und der Letzte wird dann notgedrungen aufwachen. Wenn führende Politiker mit Arbeitsplatzverlusten und Wohlstandseinbußen argumentieren, nur um ihre Wähler bei Laune zu halten, ist das doch zu kurz gegriffen. Wir müssen Abstriche machen, den Gürtel ein wenig enger schnallen, wie einst schon Ludwig Erhard (CDU Wirtschaftsminister) forderte, aber da ging es noch nicht um das Überleben unseres Planeten, sondern "nur" um unser aller Wohlergehen und nicht um die pure Existenz. Weit und breit erblicke ich nur wenige Politiker, die sich dem Erhalt unserer Natur bedingungslos verschrieben haben, ohne auf ihre Wiederwahl oder Karriere zu schielen. Eine Regierung, die sich diesem Anliegen nicht mit allem Nachdruck widmet, gehört abgewählt. Die nächste Bundestagsahl wird darüber entscheiden. Es muss eine Klimawahl werden. "Friday for Future" ist ein Protest gegen die Unfähigkeit unserer Regierung und bedarf kräftiger Unterstützung.Unterstützen wir unsere Enkelgeneration und stärken ihr den Rücken. Verdoppeln, vervielfachen wir ihre Demos und schließen uns ihnen an. Wir Großeltern werden gehört und nicht billig diffamiert. Nur müssen auch wir unserer Routine und der Bequemlichkeit für einige Stunden entfliehen. Die Protestbewegung nimmt Fahrt auf, und wir werden sie beschleunigen. Die ersten Wirkungen sind schon zu sehen. Nur Mut und bis demnächst auf der Straße, für alle sichtbar. Die Zukunft unserer Enkel darf uns nicht egal sein. Nehmen wir das Heft in die Hand und überlassen es nicht alternativen Bauernfängern und Demagogen. Eberhard Schrader, Minden