Entscheidung muss korrigiert werden

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Betr. Causa Zeichen

Voller Entsetzen habe ich aus den Printmedien von der fristlosen Kündigung des Herrn Prof. Johannes Zeichen erfahren. Zeichen ist ein sehr kompetenter orthopädischer Chirurg und Unfallarzt, der mit seinem Team regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen abgehalten und sachkompetent für einen großen Ärztekreis geleitet hat. Auch ich habe diese Ärzteweiterbildung gern besucht! Jetzt hat der Verwaltungsdirektor Dr. Bornemeier dieses gewachsene Band aus nichtigem Anlass zerschnitten. Aus meiner Bewertung kann dies nur aus egoistischen Motiven des Verwaltungschefs entstammen. Damit hat er schweren Schaden für das Mindener Klinikum bewusst in Kauf genommen. Die Berufsgenossenschaften haben sofort reagiert… ohne kompetenten Unfallchef auch keine weitere Zulassung zum Schwerverletztenverfahren. Die Mindener Ärzte dürfen nur noch die Erstversorgung durchführen, danach müssen sie die Patienten in der Regel nach Bielefeld abgeben. Neben dem Verlust an Renommee ein finanzielles Fiasko. Es entspricht der unglaublichen omnipotenten Vorstellung, dass Patienten wegen eines guten Administrators ins Klinikum strömen würden. Anders herum wird ein Schuh daraus: Patienten melden sich im Klinikum, weil sie medizinische Hilfe von gut ausgebildeten Ärzten erwarten. All dies hätte Dr. Bornemeier voraussehen müssen. Für den erheblichen Imageverlust und finanziellen Schaden sollte er schnellstmöglich seine Entscheidung korrigieren. Sollte er weiterhin uneinsichtig sein, müsste die nächst höhere Entscheidungsebene eine Abmahnung überlegen!

Prof. Dr. S. Behrens, Lemgo

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Entscheidung muss korrigiert werdenBetr. Causa Zeichen Voller Entsetzen habe ich aus den Printmedien von der fristlosen Kündigung des Herrn Prof. Johannes Zeichen erfahren. Zeichen ist ein sehr kompetenter orthopädischer Chirurg und Unfallarzt, der mit seinem Team regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen abgehalten und sachkompetent für einen großen Ärztekreis geleitet hat. Auch ich habe diese Ärzteweiterbildung gern besucht! Jetzt hat der Verwaltungsdirektor Dr. Bornemeier dieses gewachsene Band aus nichtigem Anlass zerschnitten. Aus meiner Bewertung kann dies nur aus egoistischen Motiven des Verwaltungschefs entstammen. Damit hat er schweren Schaden für das Mindener Klinikum bewusst in Kauf genommen. Die Berufsgenossenschaften haben sofort reagiert… ohne kompetenten Unfallchef auch keine weitere Zulassung zum Schwerverletztenverfahren. Die Mindener Ärzte dürfen nur noch die Erstversorgung durchführen, danach müssen sie die Patienten in der Regel nach Bielefeld abgeben. Neben dem Verlust an Renommee ein finanzielles Fiasko. Es entspricht der unglaublichen omnipotenten Vorstellung, dass Patienten wegen eines guten Administrators ins Klinikum strömen würden. Anders herum wird ein Schuh daraus: Patienten melden sich im Klinikum, weil sie medizinische Hilfe von gut ausgebildeten Ärzten erwarten. All dies hätte Dr. Bornemeier voraussehen müssen. Für den erheblichen Imageverlust und finanziellen Schaden sollte er schnellstmöglich seine Entscheidung korrigieren. Sollte er weiterhin uneinsichtig sein, müsste die nächst höhere Entscheidungsebene eine Abmahnung überlegen! Prof. Dr. S. Behrens, Lemgo