Verfolgte, keine Rächer

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Betr. Rache als Motiv für Anschläge vermutet, MT vom 24. April

Bei dem Überfall auf Kirchen und Gemeinden in Sri Lanka von einem "Racheakt" zu sprechen, erweckt den Eindruck, dass
vorher Christen gewalttätig gegen Moslems oder Moscheen vorgegangen wären. Tatsache ist aber, dass Christen mit dem Überfall auf die Moschee in Neuseeland nicht in Verbindung zu bringen sind. Bei diesem "Racheakt" des "IS" auf Sri Lanka werden Christen als verfolgte Minderheit als Opfer ausgewählt.

In vielen sogenannten "Islamischen Staaten" können Christen nicht frei und ungehindert an der Zivilgesellschaft und am öffentlich-rechtlichen Leben teilhaben. Sie sind oft Bürger zweiter Klasse. Die Gräueltaten der "IS" von Boko Haram, Al Shabaat und anderen sind immer wieder in den Medien. In Somalia, im Norden von Nigeria und im Jemen und so weiter werden christliche Dörfer und Gemeinden brutal, auch mit tödlichen Anschlägen, verfolgt (Weltverfolgungsindex 2019 von OpenDoors). In vielen nordafrikanischen und asiatischen Islamischen Staaten (zum Beispiel Lybien, Sudan, Iran, Afghanistan, Pakistan) scheinen Christen zunehmend verfolgt und unterdrückt zu werden. Sie sind Verfolgte, aber keine "Rächer".

Theodor Korella, Minden

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Verfolgte, keine RächerBetr. Rache als Motiv für Anschläge vermutet, MT vom 24. April Bei dem Überfall auf Kirchen und Gemeinden in Sri Lanka von einem "Racheakt" zu sprechen, erweckt den Eindruck, dass vorher Christen gewalttätig gegen Moslems oder Moscheen vorgegangen wären. Tatsache ist aber, dass Christen mit dem Überfall auf die Moschee in Neuseeland nicht in Verbindung zu bringen sind. Bei diesem "Racheakt" des "IS" auf Sri Lanka werden Christen als verfolgte Minderheit als Opfer ausgewählt. In vielen sogenannten "Islamischen Staaten" können Christen nicht frei und ungehindert an der Zivilgesellschaft und am öffentlich-rechtlichen Leben teilhaben. Sie sind oft Bürger zweiter Klasse. Die Gräueltaten der "IS" von Boko Haram, Al Shabaat und anderen sind immer wieder in den Medien. In Somalia, im Norden von Nigeria und im Jemen und so weiter werden christliche Dörfer und Gemeinden brutal, auch mit tödlichen Anschlägen, verfolgt (Weltverfolgungsindex 2019 von OpenDoors). In vielen nordafrikanischen und asiatischen Islamischen Staaten (zum Beispiel Lybien, Sudan, Iran, Afghanistan, Pakistan) scheinen Christen zunehmend verfolgt und unterdrückt zu werden. Sie sind Verfolgte, aber keine "Rächer". Theodor Korella, Minden