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Betr. Neue Regeln bei Sportwetten

Unsere Volksvertreter der 16 Bundesländern stellten sich die Frage, wie können wir die Fußballwelt bei den Fußball-Ergebniswetten erfolgreicher verändern? Das Ergebnis der gemeinsamen einstimmigen Abstimmung lautete: Ab August 2018 wird die 13er TOTO-Wette mit einem Handicap versehen, um damit in der Regel bei 3 von den 13 Spielpaarungen Noten von 1-3 willkürlich vorzugeben. Da ich seit zirka 25 Jahren mit Freunden die 13er Ergebniswette als Teilsystem tippe, habe ich erfahren müssen, dass ich am 2. und 3. März nach langer Erfolglosigkeit von 13 Spielpaarungen insgesamt 12 Spielausgänge richtig voraussagte und damit der unterste Gewinn mit ein Mal Rang 3 und vier Mal Rang 4 vorgesehen war. Es war leider ein Irrtum. Das der Computerausdruck keinen Gewinn anzeigte, (nicht einmal den vierten Rang) veranlasste mich die TOTO-und Lotto-Zentrale in Münster anzurufen und um eine Erklärung zu bitten, was auch geschah.

Mein eingestandener Fehler war, das ich die sportliche Behinderung (Handicap) nicht beachtet hatte. In der Tat bedeutete es, das ich in den Spielpaarungen vom 2. und 3. März das Spiel Nr. 6 (Nürnberg-Leipzig) mit dem Ergebnis von 1:0 für Leipzig richtig tippte, allerdings durch Handicap 3 als Sieger Nürnberg gewertet wurde. Das gleiche galt im Spiel Ingolstadt-Köln mit einer richtigen Vorhersage mit Köln als Sieger, durch Handicap jedoch Ingolstadt als Sieger bestätigt wurde. Den mir durch die Neuausrichtung der LOTO-TOTO-Gesellschaft entgangenen Gewinn kann ich verschmerzen, verstehen kann ich jedoch nicht, das die seit 70 Jahren bestehenden bewährten Bedingungen der Veranstalter (Westlotto) sowie der Spielteilnehmer in einer für mich unfairen Art in Form von Spielmanipulationen geändert wurden. Das Spielteilnehmer die vorgegebenen Spiele richtig tippen und mit unsinnigen Spielbewertungen, die nicht mit den erzielten Ergebnissen zu tun haben, halte ich für unfair gegenüber den TOTO-Spielern. Auf meine Frage nach dem (Un)Sinn dieser Umstellung wurde mir erklärt, das der eigentliche Grund der Veränderung eine höhere Umsatzerwartung sei, bedingt durch höhere Gewinne. Dass es durch die Neuregelung wesentlich weniger Gewinner geben wird, wurde verschwiegen. Meiner Meinung nach wären eigene Innovationen und Marketingmöglichkeiten (wenn vorhanden) die bessere Idee, um mögliche neue Sportwettenspielteilnehmer zu gewinnen. Das die Fans der Vereine, die mit einem Handicap versehen werden, nicht glücklich über die Bezeichnung sind, ist abzusehen. Der werden ihre Vereine, die in der Regel nicht so verwöhnt werden (finanziell wie zum Beispiel Bayer Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig oder Wolfsburg) mit negativen Notenbezeichnungen versehen, die ihre derzeitige Schwäche (Tabellenstand) darstellen soll. Dass sportliche Bewertungen im Vorfeld der Spiele regelmäßig widerlegt werden, ist auch hier eindeutig der Fall. Aktuell habe ich mich in Gesprächen mit Annahmestellenleiter oder deren Angestellten über dieses für dieses für ein Jahr vorgesehene Pilot-Projekt unterhalten und erfahren, dass diese Aktion nicht gut sei, da viele Unklarheiten weiterhin bestehen und besonders sei es ungerecht, wenn Spiele nicht ergebnismäßig bewertet werden. Ich persönlich glaube nicht und sehe auch keine höheren Spieleinsätze bei der 13er TOTO-Wette (siehe Glückszeitung) und wünsche “Keinen Erfolg dieser Aktion“.

Heinz Vogt, Porta Westfalica

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Keine ZustimmungBetr. Neue Regeln bei Sportwetten Unsere Volksvertreter der 16 Bundesländern stellten sich die Frage, wie können wir die Fußballwelt bei den Fußball-Ergebniswetten erfolgreicher verändern? Das Ergebnis der gemeinsamen einstimmigen Abstimmung lautete: Ab August 2018 wird die 13er TOTO-Wette mit einem Handicap versehen, um damit in der Regel bei 3 von den 13 Spielpaarungen Noten von 1-3 willkürlich vorzugeben. Da ich seit zirka 25 Jahren mit Freunden die 13er Ergebniswette als Teilsystem tippe, habe ich erfahren müssen, dass ich am 2. und 3. März nach langer Erfolglosigkeit von 13 Spielpaarungen insgesamt 12 Spielausgänge richtig voraussagte und damit der unterste Gewinn mit ein Mal Rang 3 und vier Mal Rang 4 vorgesehen war. Es war leider ein Irrtum. Das der Computerausdruck keinen Gewinn anzeigte, (nicht einmal den vierten Rang) veranlasste mich die TOTO-und Lotto-Zentrale in Münster anzurufen und um eine Erklärung zu bitten, was auch geschah. Mein eingestandener Fehler war, das ich die sportliche Behinderung (Handicap) nicht beachtet hatte. In der Tat bedeutete es, das ich in den Spielpaarungen vom 2. und 3. März das Spiel Nr. 6 (Nürnberg-Leipzig) mit dem Ergebnis von 1:0 für Leipzig richtig tippte, allerdings durch Handicap 3 als Sieger Nürnberg gewertet wurde. Das gleiche galt im Spiel Ingolstadt-Köln mit einer richtigen Vorhersage mit Köln als Sieger, durch Handicap jedoch Ingolstadt als Sieger bestätigt wurde. Den mir durch die Neuausrichtung der LOTO-TOTO-Gesellschaft entgangenen Gewinn kann ich verschmerzen, verstehen kann ich jedoch nicht, das die seit 70 Jahren bestehenden bewährten Bedingungen der Veranstalter (Westlotto) sowie der Spielteilnehmer in einer für mich unfairen Art in Form von Spielmanipulationen geändert wurden. Das Spielteilnehmer die vorgegebenen Spiele richtig tippen und mit unsinnigen Spielbewertungen, die nicht mit den erzielten Ergebnissen zu tun haben, halte ich für unfair gegenüber den TOTO-Spielern. Auf meine Frage nach dem (Un)Sinn dieser Umstellung wurde mir erklärt, das der eigentliche Grund der Veränderung eine höhere Umsatzerwartung sei, bedingt durch höhere Gewinne. Dass es durch die Neuregelung wesentlich weniger Gewinner geben wird, wurde verschwiegen. Meiner Meinung nach wären eigene Innovationen und Marketingmöglichkeiten (wenn vorhanden) die bessere Idee, um mögliche neue Sportwettenspielteilnehmer zu gewinnen. Das die Fans der Vereine, die mit einem Handicap versehen werden, nicht glücklich über die Bezeichnung sind, ist abzusehen. Der werden ihre Vereine, die in der Regel nicht so verwöhnt werden (finanziell wie zum Beispiel Bayer Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig oder Wolfsburg) mit negativen Notenbezeichnungen versehen, die ihre derzeitige Schwäche (Tabellenstand) darstellen soll. Dass sportliche Bewertungen im Vorfeld der Spiele regelmäßig widerlegt werden, ist auch hier eindeutig der Fall. Aktuell habe ich mich in Gesprächen mit Annahmestellenleiter oder deren Angestellten über dieses für dieses für ein Jahr vorgesehene Pilot-Projekt unterhalten und erfahren, dass diese Aktion nicht gut sei, da viele Unklarheiten weiterhin bestehen und besonders sei es ungerecht, wenn Spiele nicht ergebnismäßig bewertet werden. Ich persönlich glaube nicht und sehe auch keine höheren Spieleinsätze bei der 13er TOTO-Wette (siehe Glückszeitung) und wünsche “Keinen Erfolg dieser Aktion“. Heinz Vogt, Porta Westfalica