Handeln statt Reden

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Betr. Bahntrasse zwischen OWL und Hannover

Erneut wird über den Verlauf der Bahntrasse zwischen OWL und Hannover berichtet. Ich kann diese Diskussionen der Politiker nicht mehr verstehen. Es wird geredet, geredet und geredet, davon abgeleitete Aktionen vermisse ich. Will diese Politikergeneration der regierenden Parteien bezüglich diese Themas in das Guinness - Buch der Rekorde, frei nach dem Motto „Längste Zeit des Nichtstuns deutscher Politiker“?

Wie effiziente Planung und Realisierung im Eisenbahnverkehr funktioniert, kann man sich in Österreich anschauen. Ich nehme mal das Beispiel der Unterinntalbahn. Das ist die Strecke zwischen Kufstein und Innsbruck / Brenner, eine der höchst belasteten Strecken Europas. Die Österreicher haben da mal so ganz nebenbei drei neue Tunnel und noch einiges mehr gebaut: https://www.dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org/unterinntalbahn.htm

In Ergänzung zur bestehenden Unterinntalbahn wurde eine neue Trasse geplant und teilweise schon gebaut und eröffnet um die alte Strecke zu entlasten beziehungsweise mehr Trassenkapazität zu haben, die Umwelt zu entlasten, vor allem die Anrainer vor dem Lärm zu schützen, eine adäquate Zulaufstrecke für den Brennerbasistunnel (BBT) zu haben.

Die bis dato eröffnete Neue Unterinntalbahn besteht fast zur Gänze aus zwei langen Doppelspurtunneln, nämlich 1. Münsterertunnel (15.990 Meter), somit längster Eisenbahntunnel Österreich 2. Terfnertunnel (15.840 Meter)

Dazu kommt noch der Tunnel der Umfahrung von Innsbruck: Zitat aus dem Wikipedia-Artikel: Die Umfahrung Innsbruck, auch amtlich Südumfahrung Innsbruck (E330a) und Güterzugumfahrung Innsbruck genannt, ist eine etwa 15,4 Kilometer lange zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn in Österreich. Sie führt im Wesentlichen in einem Tunnel (Inntaltunnel) an der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck vorbei und verbindet die Unterinntalbahn mit der Brennerbahn. Die 1994 eröffnete Strecke gehört zum Kernnetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), und sie wird auch mit etwa 2/3 ihrer Länge eine von zwei nördlichen Zufahrten in den Brennerbasistunnel bilden.

Eisenbahn, ja die Österreicher können es, von der Schweiz ganz zu schweigen.

Horst Krückemeier, Minden

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Handeln statt RedenBetr. Bahntrasse zwischen OWL und Hannover Erneut wird über den Verlauf der Bahntrasse zwischen OWL und Hannover berichtet. Ich kann diese Diskussionen der Politiker nicht mehr verstehen. Es wird geredet, geredet und geredet, davon abgeleitete Aktionen vermisse ich. Will diese Politikergeneration der regierenden Parteien bezüglich diese Themas in das Guinness - Buch der Rekorde, frei nach dem Motto „Längste Zeit des Nichtstuns deutscher Politiker“? Wie effiziente Planung und Realisierung im Eisenbahnverkehr funktioniert, kann man sich in Österreich anschauen. Ich nehme mal das Beispiel der Unterinntalbahn. Das ist die Strecke zwischen Kufstein und Innsbruck / Brenner, eine der höchst belasteten Strecken Europas. Die Österreicher haben da mal so ganz nebenbei drei neue Tunnel und noch einiges mehr gebaut: https://www.dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org/unterinntalbahn.htm In Ergänzung zur bestehenden Unterinntalbahn wurde eine neue Trasse geplant und teilweise schon gebaut und eröffnet um die alte Strecke zu entlasten beziehungsweise mehr Trassenkapazität zu haben, die Umwelt zu entlasten, vor allem die Anrainer vor dem Lärm zu schützen, eine adäquate Zulaufstrecke für den Brennerbasistunnel (BBT) zu haben. Die bis dato eröffnete Neue Unterinntalbahn besteht fast zur Gänze aus zwei langen Doppelspurtunneln, nämlich 1. Münsterertunnel (15.990 Meter), somit längster Eisenbahntunnel Österreich 2. Terfnertunnel (15.840 Meter) Dazu kommt noch der Tunnel der Umfahrung von Innsbruck: Zitat aus dem Wikipedia-Artikel: Die Umfahrung Innsbruck, auch amtlich Südumfahrung Innsbruck (E330a) und Güterzugumfahrung Innsbruck genannt, ist eine etwa 15,4 Kilometer lange zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn in Österreich. Sie führt im Wesentlichen in einem Tunnel (Inntaltunnel) an der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck vorbei und verbindet die Unterinntalbahn mit der Brennerbahn. Die 1994 eröffnete Strecke gehört zum Kernnetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), und sie wird auch mit etwa 2/3 ihrer Länge eine von zwei nördlichen Zufahrten in den Brennerbasistunnel bilden. Eisenbahn, ja die Österreicher können es, von der Schweiz ganz zu schweigen. Horst Krückemeier, Minden