Bitte nicht zu Lasten der Mindener Steuerzahler

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Betr. Reif im Mai, MT vom 12. März

Die Sinneswandlung vom Bürgermeister, dass die Multihalle machbar sei, wenn die Voraussetzung der Wirtschaft gegeben sind, verwundet doch ein wenig. Noch mehr verwundert, dass jetzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Thema besprochen werden soll. Sind da etwa Faktoren im Spiel, von der Otto Normalbürger nichts wissen soll? Schuft, wer Böses dabei denkt.

Glaubt denn der Bürgermeister ernsthaft, dass sich nur ein Wirtschaftsunternehmen an der Multihalle beteiligt, wenn von vornherein feststeht, dass eine derartige Beteiligung von vornherein ein Verlustgeschäft ist? Der Unternehmer müsste mit dem berühmten Klammerbeutel gepudert sein, denn bereits in meinem Leserbrief vom 17. Juli 2017 habe ich vorgerechnet, dass der jährliche Schuldenabtrag etwa 1,4 Millionen Euro jährlich beträgt oder monatlich 166.000 Euro.

Dabei sind die Kosten für Hausmeister, Energie, Reinigung, Reinigung, Reparaturen und Außenpflege in dieser Summe nicht einmal enthalten. Die tatsächlichen Kosten sind also nicht absehbar und können auch dann nicht vermindert werden, wenn etwa GWD Minden wöchentlich ein Handballturnier abhält oder Dieter Nuhr einmal im Jahr in Minden auftritt. Und noch einmal: im MT werden jetzt wieder Investitionen von rund 34 Millionen Euro genannt.

Dieser Betrag stimmt nie und nimmer, denn er enthält nicht die bisher nicht genannten Kosten für die Außenanlagen wie Begrünung oder Parkplätze. Die Kosten werden daher auf 50 bis 70 Millionen steigen. Und: was will denn ein Wirtschaftsunternehmen mit einer Beteiligung? Nur um des Ausweises in der Bilanz willen? Ohne jeden Ertrag? Eher ein Zuschussgeschäft!

Und wie ist die Aussage „Am Ende zählt das Gesamtpaket“ vom Bürgermeister zu definieren? Was meint er damit? Will er sich hier ein Denkmal setzen? Es ist richtig, dass die Politik eine Entscheidung treffen muss. Bitte aber nicht zu Lasten der Mindener Steuerzahler.

Rainer Nobbe, Minden

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Bitte nicht zu Lasten der Mindener SteuerzahlerBetr. Reif im Mai, MT vom 12. März Die Sinneswandlung vom Bürgermeister, dass die Multihalle machbar sei, wenn die Voraussetzung der Wirtschaft gegeben sind, verwundet doch ein wenig. Noch mehr verwundert, dass jetzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Thema besprochen werden soll. Sind da etwa Faktoren im Spiel, von der Otto Normalbürger nichts wissen soll? Schuft, wer Böses dabei denkt. Glaubt denn der Bürgermeister ernsthaft, dass sich nur ein Wirtschaftsunternehmen an der Multihalle beteiligt, wenn von vornherein feststeht, dass eine derartige Beteiligung von vornherein ein Verlustgeschäft ist? Der Unternehmer müsste mit dem berühmten Klammerbeutel gepudert sein, denn bereits in meinem Leserbrief vom 17. Juli 2017 habe ich vorgerechnet, dass der jährliche Schuldenabtrag etwa 1,4 Millionen Euro jährlich beträgt oder monatlich 166.000 Euro. Dabei sind die Kosten für Hausmeister, Energie, Reinigung, Reinigung, Reparaturen und Außenpflege in dieser Summe nicht einmal enthalten. Die tatsächlichen Kosten sind also nicht absehbar und können auch dann nicht vermindert werden, wenn etwa GWD Minden wöchentlich ein Handballturnier abhält oder Dieter Nuhr einmal im Jahr in Minden auftritt. Und noch einmal: im MT werden jetzt wieder Investitionen von rund 34 Millionen Euro genannt. Dieser Betrag stimmt nie und nimmer, denn er enthält nicht die bisher nicht genannten Kosten für die Außenanlagen wie Begrünung oder Parkplätze. Die Kosten werden daher auf 50 bis 70 Millionen steigen. Und: was will denn ein Wirtschaftsunternehmen mit einer Beteiligung? Nur um des Ausweises in der Bilanz willen? Ohne jeden Ertrag? Eher ein Zuschussgeschäft! Und wie ist die Aussage „Am Ende zählt das Gesamtpaket“ vom Bürgermeister zu definieren? Was meint er damit? Will er sich hier ein Denkmal setzen? Es ist richtig, dass die Politik eine Entscheidung treffen muss. Bitte aber nicht zu Lasten der Mindener Steuerzahler. Rainer Nobbe, Minden