Nicht verniedlichen

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Betr. Zwischen Baum und Borke, MT vom 22. Februar

Zu Anfang des Berichts im MT war ich dcoh ein wenig erstaunt, wie die Eheleute Bauer die auf sie zukommende Aufforstung zu verniedlichen versuchen. Sie sind der Ansicht, mit "ein paar Bäume pflanzen zu müssen" sei die Angelegenheit aus der Welt geschafft. Das wird wohl hoffentlich nicht so werden. Mir ist ein Ehepaar aus Porta bekannt, das drei Fichten fällen ließ, weil diese die Einfahrt zu einem voll erschlossenen Baugrundstück versperrten. Glücklicherweise fanden die Eheleute ein Grundstück für die dann angeordnete Aufforstung. Das Grundstück durfte zuvor noch keine Bäume (Wald) als Bestand gehabt haben, vorgegeben waren Wiese beziehungsweise Ackerfläche. Für die drei gefällten Bäume wurden 4.000 Quadratmeter angesetzt! Das Forstamt Minden wurde mit der Planung für die Bepflanzung der Fläche beauftragt. Das Forstamt hat danndie Anzahl der jungen Baumpflanzen verschiedener Waldbäume berechnet: Es waren nicht wenige! Eine große Menge dieser Setzlinge kamen damals aus dem Bereich Münster, weitere wurden aus anderen Regionen geliefert. Auch diese Eheleute mussten in Porta Westfalica die Aufforstung durchführen. Bis heute hat sich Gott sei Dank nichts geändert, die Rot-Grüne Fraktion im Stadtrat hat eine Aufforstung anderswo abgelehnt. Das ist mehr als gerecht! Dieses Ehepaar Bauer darf jetzt nicht bevorzugt behandelt werden.

Jetzt übe ich einmal Kritik an der Verwaltung der Stadt Porta. In dem MT-Bericht vom 22. Februar steht, dass die Stadt den Eheleuten Bauer nicht helfen müsse, man will es aber freiwillig tun. Was soll denn das bedeuten? Der parteilose Bürgermeister klagt, er habe zu wenig Personal, der Haushaltsplan 2016 sei nicht fertig zu bekommen. Auch die Amtsleiterin für Planung will irgendetwas freiwillig, also gegen die Dienstvorschriften tun. Nun ist der parteilose Bürgermeister aufgerufen, die nicht ausgelasteten Personen Dr. vom Locho und die Frau Schmidt, die beide widerrechtlich tätig werden oder wollen, in der Verwaltung kurzfristig zhu dem Herrn Korsen als Kämmerer umzusetzen, damit dieser endlich seinen ausstehenden Plan 2016 zu Ende bringen kann. Die Umsetzung soll nicht für immer Bestand haben. Dieses Tun käme der Stadt im Ansehen sehr zugute! Rechtlich ist eine Umsetzung jederzeit möglich.

Noch etwas zu dem Herrrn Bauer: Er erklärte, dass es ihm lieber sei eine Ausgleichszahlung zu leisten als eine Ersatzaufforstung vornehmen zu müssen. So etwas darf man auf keinen Fall aus Gerechtigkeitsgründen zulassen. Hier geht es nicht um viel oder wenig Geld, die Stadt Porta muss glaubwürdig bleiben.

Zu der Aufforstung ist noch etwas auszuführen: Es geht nicht um das Pflanzen der Bäume allein. Die gesamte, große Fläche muss mindestens fünf Jahre in regelmäßigen Abständen von Kraut und Wildwuchs gesäubert und freigehackt werden. Das jeweilige Säubern der Aufforstungsfläche wird behördlicherseite genau geprüft und überwacht.

Auch haben die Eheleute Bauer um die große Aufforstungsfläche einen sogenannten Wildfangzaun zu errichten. Dieser Metallzaun muss stabil und so hoch gefertigt sein, dass er von zum Beispiel Rehwild nicht übersprungen werden kann. Auch in der Tiefe ist eine Verfestigung vonnöten, damit Schwarzwild den Zaun nicht untergraben kann. Die Bäume sollen durch Wildtiere nämlich nicht der Blätter oder Rinde beraubt werden.

Man sagt immer, dass so ein Vorhaben eine teure Suppe werden kann, man sollte nichts verniedlichen oder großspurig und uneinsichtig sein.

Helmut Orth, Porta Westfalica

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Nicht verniedlichenBetr. Zwischen Baum und Borke, MT vom 22. Februar Zu Anfang des Berichts im MT war ich dcoh ein wenig erstaunt, wie die Eheleute Bauer die auf sie zukommende Aufforstung zu verniedlichen versuchen. Sie sind der Ansicht, mit "ein paar Bäume pflanzen zu müssen" sei die Angelegenheit aus der Welt geschafft. Das wird wohl hoffentlich nicht so werden. Mir ist ein Ehepaar aus Porta bekannt, das drei Fichten fällen ließ, weil diese die Einfahrt zu einem voll erschlossenen Baugrundstück versperrten. Glücklicherweise fanden die Eheleute ein Grundstück für die dann angeordnete Aufforstung. Das Grundstück durfte zuvor noch keine Bäume (Wald) als Bestand gehabt haben, vorgegeben waren Wiese beziehungsweise Ackerfläche. Für die drei gefällten Bäume wurden 4.000 Quadratmeter angesetzt! Das Forstamt Minden wurde mit der Planung für die Bepflanzung der Fläche beauftragt. Das Forstamt hat danndie Anzahl der jungen Baumpflanzen verschiedener Waldbäume berechnet: Es waren nicht wenige! Eine große Menge dieser Setzlinge kamen damals aus dem Bereich Münster, weitere wurden aus anderen Regionen geliefert. Auch diese Eheleute mussten in Porta Westfalica die Aufforstung durchführen. Bis heute hat sich Gott sei Dank nichts geändert, die Rot-Grüne Fraktion im Stadtrat hat eine Aufforstung anderswo abgelehnt. Das ist mehr als gerecht! Dieses Ehepaar Bauer darf jetzt nicht bevorzugt behandelt werden. Jetzt übe ich einmal Kritik an der Verwaltung der Stadt Porta. In dem MT-Bericht vom 22. Februar steht, dass die Stadt den Eheleuten Bauer nicht helfen müsse, man will es aber freiwillig tun. Was soll denn das bedeuten? Der parteilose Bürgermeister klagt, er habe zu wenig Personal, der Haushaltsplan 2016 sei nicht fertig zu bekommen. Auch die Amtsleiterin für Planung will irgendetwas freiwillig, also gegen die Dienstvorschriften tun. Nun ist der parteilose Bürgermeister aufgerufen, die nicht ausgelasteten Personen Dr. vom Locho und die Frau Schmidt, die beide widerrechtlich tätig werden oder wollen, in der Verwaltung kurzfristig zhu dem Herrn Korsen als Kämmerer umzusetzen, damit dieser endlich seinen ausstehenden Plan 2016 zu Ende bringen kann. Die Umsetzung soll nicht für immer Bestand haben. Dieses Tun käme der Stadt im Ansehen sehr zugute! Rechtlich ist eine Umsetzung jederzeit möglich. Noch etwas zu dem Herrrn Bauer: Er erklärte, dass es ihm lieber sei eine Ausgleichszahlung zu leisten als eine Ersatzaufforstung vornehmen zu müssen. So etwas darf man auf keinen Fall aus Gerechtigkeitsgründen zulassen. Hier geht es nicht um viel oder wenig Geld, die Stadt Porta muss glaubwürdig bleiben. Zu der Aufforstung ist noch etwas auszuführen: Es geht nicht um das Pflanzen der Bäume allein. Die gesamte, große Fläche muss mindestens fünf Jahre in regelmäßigen Abständen von Kraut und Wildwuchs gesäubert und freigehackt werden. Das jeweilige Säubern der Aufforstungsfläche wird behördlicherseite genau geprüft und überwacht. Auch haben die Eheleute Bauer um die große Aufforstungsfläche einen sogenannten Wildfangzaun zu errichten. Dieser Metallzaun muss stabil und so hoch gefertigt sein, dass er von zum Beispiel Rehwild nicht übersprungen werden kann. Auch in der Tiefe ist eine Verfestigung vonnöten, damit Schwarzwild den Zaun nicht untergraben kann. Die Bäume sollen durch Wildtiere nämlich nicht der Blätter oder Rinde beraubt werden. Man sagt immer, dass so ein Vorhaben eine teure Suppe werden kann, man sollte nichts verniedlichen oder großspurig und uneinsichtig sein. Helmut Orth, Porta Westfalica