Teil der politischen Bildung und Aufklärung

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Betr.: „Ort zum Kennenlernen“, MT vom 22. Dezember

Ich bin sehr froh, dass meine Heimatzeitung, die ich von Kindheit an kenne, denn sie wurde in der Manteuffelstr. 2 regelmäßig gelesen, sich sehr intensiv mit den in unserer Stadt seit Generationen lebenden Sinti-Familien und dem so wichtigen Einsatz des Deutscher Sinti e.V. Minden, insbesondere von Carmen und Oswald Marschall, beschäftigt. Ich bin erst auf die Initiative Mer Ketne durch deren Webseite aufmerksam geworden und stehe seitdem mit dem Ehepaar Marschall in ständiger Verbindung. Auch hat die Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e.V. Potsdam, deren Vorsitzender ich bin, inzwischen einige Veranstaltungen im Mer Ketne in Minden mit organisiert.

Ich bin der Meinung, dass diese Initiative, die bis zum Herbst dieses Jahres noch von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) finanziert wird, auf eine dauerhafte finanzielle Basis gestellt werden muss, denn sie ist ein Teil der heute mehr denn je notwendigen politischen Bildung und Aufklärung, nicht nur für die Jugend, sondern auch für uns Alte, die noch in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, die von Vorurteilen, von Antisemitismus und Antiziganismus bestimmt war.

Hier haben auch unsere Medien - besonders die lokalen und regionalen Zeitungen - eine besondere Aufgabe der Informationsvermittlung und Aufklärung. Ich habe den Eindruck, dass das Mindener Tageblatt da vorbildlich arbeitet.

Wolfgang Hempel, Gaggenau

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Teil der politischen Bildung und AufklärungBetr.: „Ort zum Kennenlernen“, MT vom 22. Dezember Ich bin sehr froh, dass meine Heimatzeitung, die ich von Kindheit an kenne, denn sie wurde in der Manteuffelstr. 2 regelmäßig gelesen, sich sehr intensiv mit den in unserer Stadt seit Generationen lebenden Sinti-Familien und dem so wichtigen Einsatz des Deutscher Sinti e.V. Minden, insbesondere von Carmen und Oswald Marschall, beschäftigt. Ich bin erst auf die Initiative Mer Ketne durch deren Webseite aufmerksam geworden und stehe seitdem mit dem Ehepaar Marschall in ständiger Verbindung. Auch hat die Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e.V. Potsdam, deren Vorsitzender ich bin, inzwischen einige Veranstaltungen im Mer Ketne in Minden mit organisiert. Ich bin der Meinung, dass diese Initiative, die bis zum Herbst dieses Jahres noch von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) finanziert wird, auf eine dauerhafte finanzielle Basis gestellt werden muss, denn sie ist ein Teil der heute mehr denn je notwendigen politischen Bildung und Aufklärung, nicht nur für die Jugend, sondern auch für uns Alte, die noch in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, die von Vorurteilen, von Antisemitismus und Antiziganismus bestimmt war. Hier haben auch unsere Medien - besonders die lokalen und regionalen Zeitungen - eine besondere Aufgabe der Informationsvermittlung und Aufklärung. Ich habe den Eindruck, dass das Mindener Tageblatt da vorbildlich arbeitet. Wolfgang Hempel, Gaggenau