Ergebnisoffen ist anders!

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Betr.: „Gesucht: Alternative zum teuren Umzug“, MT vom 5. Januar

Erstaunt habe ich gelesen, dass laut der Grünen-Vertreterin im Rat Schülerinnen und Schüler, die vorübergehend in Containern untergebracht werden, im Schlamm rumlaufen müssen. Dass dies bei einer nicht-alternativen Beschulung vielleicht nicht gewünscht ist, kann ich nur unterstützen. Aber so wie es hier dargestellt ist, ist es in der Wirklichkeit zum Glück nicht: Die Räume der Container haben wohl einen festen, nicht schlammigen Boden und die Zuwegung zu den Containern wird auch durch Gehwegplatten schlammfrei gestaltet – so ist es jedenfalls bei allen Schulcontainern geschehen, die ich sehen konnte. Zuletzt war dies z. B. bei der Hauptschule in Todtenhausen so, wo auf einem Nachbargrundstück (Ackerland!) für einige Zeit Platz geschaffen wurde, der befestigt, mit Ver- und Entsorgungsleitungen versehen und inzwischen wieder zurückgebaut wurde.

Es hört sich an, als ob Kinder nur auf einem befestigten Schulhof die Pausen verbringen dürften. Dies ist auf vielen Schulhöfen glücklicherweise nicht der Fall. Im Gegenteil werden teilweise extra nicht befestigte Bereiche geschaffen, um Kindern Gelegenheit zum Spielen zu geben – dreckige Hände und Schuhe inklusive, so wie es früher bei uns auch war!

Ansonsten ist es schon wieder so wie vor dem Bürgerbegehren, dass angedeutet wird: „Wir sind für Lösungen offen, aber über diese eine Lösung werden wir nicht reden, da wir sie für schlecht halten.“ Ergebnisoffen ist anders! Dies ist ein aus meiner Sicht schlechtes Verständnis von Demokratie, da die Bürger ja den Politikern durch den Bürgerentscheid gesagt haben: Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen, auch wenn wir euch Politiker mal gewählt haben. Wir wollen auch zwischendurch mitreden und entscheiden dürfen!

Peter WiencznyPorta Westfalica

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Ergebnisoffen ist anders!Betr.: „Gesucht: Alternative zum teuren Umzug“, MT vom 5. Januar Erstaunt habe ich gelesen, dass laut der Grünen-Vertreterin im Rat Schülerinnen und Schüler, die vorübergehend in Containern untergebracht werden, im Schlamm rumlaufen müssen. Dass dies bei einer nicht-alternativen Beschulung vielleicht nicht gewünscht ist, kann ich nur unterstützen. Aber so wie es hier dargestellt ist, ist es in der Wirklichkeit zum Glück nicht: Die Räume der Container haben wohl einen festen, nicht schlammigen Boden und die Zuwegung zu den Containern wird auch durch Gehwegplatten schlammfrei gestaltet – so ist es jedenfalls bei allen Schulcontainern geschehen, die ich sehen konnte. Zuletzt war dies z. B. bei der Hauptschule in Todtenhausen so, wo auf einem Nachbargrundstück (Ackerland!) für einige Zeit Platz geschaffen wurde, der befestigt, mit Ver- und Entsorgungsleitungen versehen und inzwischen wieder zurückgebaut wurde. Es hört sich an, als ob Kinder nur auf einem befestigten Schulhof die Pausen verbringen dürften. Dies ist auf vielen Schulhöfen glücklicherweise nicht der Fall. Im Gegenteil werden teilweise extra nicht befestigte Bereiche geschaffen, um Kindern Gelegenheit zum Spielen zu geben – dreckige Hände und Schuhe inklusive, so wie es früher bei uns auch war! Ansonsten ist es schon wieder so wie vor dem Bürgerbegehren, dass angedeutet wird: „Wir sind für Lösungen offen, aber über diese eine Lösung werden wir nicht reden, da wir sie für schlecht halten.“ Ergebnisoffen ist anders! Dies ist ein aus meiner Sicht schlechtes Verständnis von Demokratie, da die Bürger ja den Politikern durch den Bürgerentscheid gesagt haben: Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen, auch wenn wir euch Politiker mal gewählt haben. Wir wollen auch zwischendurch mitreden und entscheiden dürfen! Peter WiencznyPorta Westfalica