Ein Glücksfall

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Betr.: „Alte Wunden“, MT vom 10. Dezember

Doch. Wir sind eine super Alternative. Das kommt mir in den Sinn, wenn ich als Mutter eines Primus-Schülers die Reaktionen der besorgten Eltern höre, die Angst haben, ihr Kind könnte keinen Schulplatz an der GS Dankersen-Leteln bekommen.

Ja, wir sind ein Schulversuch des Landes NRW. Und zwar als Schule mit zukunftsorientierten Ansätzen der Lern- und Unterrichtsorganisation.

Das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens entlastet meine Gedanken, an welcher Schule ich mein Kind nach der Grundschulzeit anmelde, da hier jeder Schulabschluss des Regelschulsystems erreicht werden kann. Denn jedes in Primus eingeschulte Kind kann zehn Jahre auf EINER Schule bleiben und ggf. das Abitur im gemeinsamen Oberstufenzentrum der KTG absolvieren.

Ich finde gut, dass mein Sohn bis zur 8. Klasse kein Zeugnis mit Noten bekommt, sondern regelmäßig Berichte, aus denen ich detailliert sein Lern- und Sozialverhalten sowie schulische Leistungen und Defizite entnehmen kann. Darin bestärkt wurde ich von dem Moderator Ranga Yogeshwar, der mit seiner „Quarks & Co.“-Sendung der ARD im vergangenen Jahr den Beitrag „Brauchen wir Noten?“ moderiert hat. Diesen Vorteil sehen auch Eltern, die nicht in Minden wohnen und täglich einen weiten Schulweg auf sich nehmen, um ihre Kinder zu bringen.

Jeder hat die Möglichkeit, sich den Unterricht unserer Schule anzusehen, um sich zu informieren und Fragen zu stellen. Erst danach sollten sich Eltern Gedanken machen, welches Grundschulkonzept für ihr Kind das richtige ist. Ich bin froh darüber und sehe es als Glücksfall an, dass wir eine Primus-Schule in Minden haben.

Susanne Rothe-Zengin, Minden

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Ein GlücksfallBetr.: „Alte Wunden“, MT vom 10. Dezember Doch. Wir sind eine super Alternative. Das kommt mir in den Sinn, wenn ich als Mutter eines Primus-Schülers die Reaktionen der besorgten Eltern höre, die Angst haben, ihr Kind könnte keinen Schulplatz an der GS Dankersen-Leteln bekommen. Ja, wir sind ein Schulversuch des Landes NRW. Und zwar als Schule mit zukunftsorientierten Ansätzen der Lern- und Unterrichtsorganisation. Das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens entlastet meine Gedanken, an welcher Schule ich mein Kind nach der Grundschulzeit anmelde, da hier jeder Schulabschluss des Regelschulsystems erreicht werden kann. Denn jedes in Primus eingeschulte Kind kann zehn Jahre auf EINER Schule bleiben und ggf. das Abitur im gemeinsamen Oberstufenzentrum der KTG absolvieren. Ich finde gut, dass mein Sohn bis zur 8. Klasse kein Zeugnis mit Noten bekommt, sondern regelmäßig Berichte, aus denen ich detailliert sein Lern- und Sozialverhalten sowie schulische Leistungen und Defizite entnehmen kann. Darin bestärkt wurde ich von dem Moderator Ranga Yogeshwar, der mit seiner „Quarks & Co.“-Sendung der ARD im vergangenen Jahr den Beitrag „Brauchen wir Noten?“ moderiert hat. Diesen Vorteil sehen auch Eltern, die nicht in Minden wohnen und täglich einen weiten Schulweg auf sich nehmen, um ihre Kinder zu bringen. Jeder hat die Möglichkeit, sich den Unterricht unserer Schule anzusehen, um sich zu informieren und Fragen zu stellen. Erst danach sollten sich Eltern Gedanken machen, welches Grundschulkonzept für ihr Kind das richtige ist. Ich bin froh darüber und sehe es als Glücksfall an, dass wir eine Primus-Schule in Minden haben. Susanne Rothe-Zengin, Minden