Komplizierter und teurer

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Betrifft: Ausgabestellen für Gelbe Säcke

Als am 20.12.2018 die Papiertonne abgeholt wurde war unter dem Deckel der selbigen ein Briefumschlag mit einem Anschreiben der SBM (Städtische Betriebe Minden) und der Müllkalender 2019 (Abfuhrtermine).

Abends, als ich mir dann das Anschreiben durchlas erfuhr ich, dass die „Gelben Säcke“ ab 2019 nur noch an den dort aufgeführten Abholstellen erhältlich sind. Bis 2018 war das wesentlich besser und umweltfreundlicher geregelt, weil man die gelben Säcke direkt vom Müllfahrzeug bekam oder aber einen dafür vorgedruckten Zettel an die Müllsäcke befestigte und dann eine Rolle Gelbe Säcke erhielt. Zukünftig muss man sich die gelben Säcke von einer der sechs Verteilerstellen abholen. Das kostet jedem Bürger/Einwohner Zeit und Geld. Außerdem, und das ist wesentlich bedenklicher und gefährlicher, wird dadurch noch zusätzlich die Umwelt belastet, weil sich ja nicht jeder mit dem Fahrrad (oder zu Fuß) die gelben Säcke holt. Fazit: man fährt mit dem Auto und es wird wieder einmal unnötig Co² in die Luft geblasen, wobei uns die Herren Politiker ja immer gebetsmühlenartig vorbeten, dass die Umwelt geschont werden muss. Haben das die Verantwortlichen bei Stadt/SEB nicht berücksichtigt? Denn hier wird der Umweltschutz mit Füßen getreten.

Vielleicht liegt es aber auch nur an den verantwortlichen Mitarbeitern der SEB/Stadt Minden, die die Ausschreibung und Vergabe an die Firma RMG Rohstoffmanagement GmbH schluderig bearbeitet haben und anschließend in der Vertragsgestaltung einige „kleine“ Bedingungen einfach übersehen haben. Und somit haben die Steuerzahler mal wieder die A.…karte gezogen und damit eine Aufgabe mehr sowie höhere Kosten übergebügelt bekommen.

Für mich steht jedenfalls fest, dass für den steuerzahlenden Bürger immer und alles komplizierter und kostenaufwändiger wird. Warum eigentlich? Wenn diejenigen, die an den Schaltstellen unseres Staates/der Länder und der Städte/Gemeinden sitzen so handeln und haushalten würden, wie sie es privat auch machen, dann wäre für den Steuerzahler die Welt wieder in Ordnung.

Wolfgang Wehking, Minden

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Komplizierter und teurerBetrifft: Ausgabestellen für Gelbe Säcke Als am 20.12.2018 die Papiertonne abgeholt wurde war unter dem Deckel der selbigen ein Briefumschlag mit einem Anschreiben der SBM (Städtische Betriebe Minden) und der Müllkalender 2019 (Abfuhrtermine). Abends, als ich mir dann das Anschreiben durchlas erfuhr ich, dass die „Gelben Säcke“ ab 2019 nur noch an den dort aufgeführten Abholstellen erhältlich sind. Bis 2018 war das wesentlich besser und umweltfreundlicher geregelt, weil man die gelben Säcke direkt vom Müllfahrzeug bekam oder aber einen dafür vorgedruckten Zettel an die Müllsäcke befestigte und dann eine Rolle Gelbe Säcke erhielt. Zukünftig muss man sich die gelben Säcke von einer der sechs Verteilerstellen abholen. Das kostet jedem Bürger/Einwohner Zeit und Geld. Außerdem, und das ist wesentlich bedenklicher und gefährlicher, wird dadurch noch zusätzlich die Umwelt belastet, weil sich ja nicht jeder mit dem Fahrrad (oder zu Fuß) die gelben Säcke holt. Fazit: man fährt mit dem Auto und es wird wieder einmal unnötig Co² in die Luft geblasen, wobei uns die Herren Politiker ja immer gebetsmühlenartig vorbeten, dass die Umwelt geschont werden muss. Haben das die Verantwortlichen bei Stadt/SEB nicht berücksichtigt? Denn hier wird der Umweltschutz mit Füßen getreten. Vielleicht liegt es aber auch nur an den verantwortlichen Mitarbeitern der SEB/Stadt Minden, die die Ausschreibung und Vergabe an die Firma RMG Rohstoffmanagement GmbH schluderig bearbeitet haben und anschließend in der Vertragsgestaltung einige „kleine“ Bedingungen einfach übersehen haben. Und somit haben die Steuerzahler mal wieder die A.…karte gezogen und damit eine Aufgabe mehr sowie höhere Kosten übergebügelt bekommen. Für mich steht jedenfalls fest, dass für den steuerzahlenden Bürger immer und alles komplizierter und kostenaufwändiger wird. Warum eigentlich? Wenn diejenigen, die an den Schaltstellen unseres Staates/der Länder und der Städte/Gemeinden sitzen so handeln und haushalten würden, wie sie es privat auch machen, dann wäre für den Steuerzahler die Welt wieder in Ordnung. Wolfgang Wehking, Minden