Bürger-Bündnis Minden nicht erwähnt

veröffentlicht

Betr.: "291 Unterschriften in 90 Minuten", 26. November

Als Vertreter der BRD in internationalen Normungsgremien, in denen auch Ingenieure der Ostblockstaaten vertreten waren, reiste ich regelmäßig zu Arbeitstagungen in die ehemalige DDR. Da man dort nicht frei reden konnte, habe ich gelernt zwischen den Zeilen zu lesen und gut zu beobachten. Durch diese Schulung hellhörig geworden, fiel mir auf, dass das BBM in dem Artikel nicht erwähnt wurde, obwohl diese Unterschriftenaktion für die Abschaffung der Straßenbaubeiträge in NRW bei großer Publikumsresonanz am Bierpohlweg vom BBM mit initiiert worden war. Dies stimmt nachdenklich und wirft Fragen auf.

Wenn man bedenkt, wie in Berichten über politische Ereignisse auch die Politiker genannt oder sogar abgebildet werden, hier aber der Hauptakteur unerwähnt bleibt, kommt man zu dem Schluss, dass dies mit Absicht geschehen sein könnte. Die Reporterin des MT hätte doch ein Bild der Repräsentantin vom BBM veröffentlichen können. Auch ist zu fragen, warum andere Mindener Parteien sich nicht an der Aktion des Bundes der Steuerzahler beteiligt haben. Zieht man in Betracht, dass das BBM oft andere Meinungen zu Vorhaben der Stadt vertritt als die von ihr verfolgten, dann könnte dies das Verhalten des MT erklären.

In dem Leserbrief vom 28. November „Kritischer Journalismus ist anders“ über die Strompreis-Entwicklung wird auch die unvollständige Berichterstattung beklagt. Unsere Medien sollten eine Kontrolle der Politik sein und ihre Fehler offenlegen, aber nicht alles, was von oben kommt, positiv darstellen. Auch fehlen nicht selten Meldungen über bedeutsame Ereignisse oder in ihnen wichtige Fakten, Nebensächliches dagegen wird ausführlich präsentiert.

Udo Knau, Minden

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Bürger-Bündnis Minden nicht erwähntBetr.: "291 Unterschriften in 90 Minuten", 26. November Als Vertreter der BRD in internationalen Normungsgremien, in denen auch Ingenieure der Ostblockstaaten vertreten waren, reiste ich regelmäßig zu Arbeitstagungen in die ehemalige DDR. Da man dort nicht frei reden konnte, habe ich gelernt zwischen den Zeilen zu lesen und gut zu beobachten. Durch diese Schulung hellhörig geworden, fiel mir auf, dass das BBM in dem Artikel nicht erwähnt wurde, obwohl diese Unterschriftenaktion für die Abschaffung der Straßenbaubeiträge in NRW bei großer Publikumsresonanz am Bierpohlweg vom BBM mit initiiert worden war. Dies stimmt nachdenklich und wirft Fragen auf. Wenn man bedenkt, wie in Berichten über politische Ereignisse auch die Politiker genannt oder sogar abgebildet werden, hier aber der Hauptakteur unerwähnt bleibt, kommt man zu dem Schluss, dass dies mit Absicht geschehen sein könnte. Die Reporterin des MT hätte doch ein Bild der Repräsentantin vom BBM veröffentlichen können. Auch ist zu fragen, warum andere Mindener Parteien sich nicht an der Aktion des Bundes der Steuerzahler beteiligt haben. Zieht man in Betracht, dass das BBM oft andere Meinungen zu Vorhaben der Stadt vertritt als die von ihr verfolgten, dann könnte dies das Verhalten des MT erklären. In dem Leserbrief vom 28. November „Kritischer Journalismus ist anders“ über die Strompreis-Entwicklung wird auch die unvollständige Berichterstattung beklagt. Unsere Medien sollten eine Kontrolle der Politik sein und ihre Fehler offenlegen, aber nicht alles, was von oben kommt, positiv darstellen. Auch fehlen nicht selten Meldungen über bedeutsame Ereignisse oder in ihnen wichtige Fakten, Nebensächliches dagegen wird ausführlich präsentiert. Udo Knau, Minden