Nicht in weltliche Belange einmischen

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Betr.: Christen-Front gegen AfD", MT vom 21. November

Im Zuge der französischen Revolution hat ein gewisser Napoleon die Macht an sich gerissen. Als Militärführer wurde er bekannt und hat die meisten Staaten mit seinen Kriegszügen in Europa überzogen und viel Elend über die europäischen Völker gebracht. Er war aber auch ein guter Verwaltungsfachmann und hat dort viel Positives geschaffen. Dazu gehörte zweifellos die sogenannte Säkularisierung, also die Trennung von Staat und Kirche und damit Einziehung des Kirchenbesitzes. Offenbar haben die damaligen Kirchenvertreter in Deutschland hart und aus ihrer Sicht gut verhandelt. Der Staat hatte damals zugesagt, Kirchensteuer quasi zwangsweise zu erheben und an die Kirche zu übergeben. An sich ein unglaublicher Vorgang und einmalig auf der Welt. Der deutsche Staat hat sich zu einem (Kirchensteuer). Eintreibungs- oder Inkassounternehmen machen lassen; wohl das größte auf der Welt. Aufgrund dieser Regelung sind Unsummen an die Kirche geflossen.

Statt nun ruhig zu sein und ihre Pfründe zu verzehren, meinen die kirchlichen Dampfschwafler, nun trotzdem in Staats- und Parteienangelegenheiten mitmische zu können. Konkrete wird die AfD mal aufs Korn genommen. Haben diese Kirchen in der Vergangenheit nicht schon genug Unheil angerichtet? Muss das immer weitergehen? In der Gegenwart darf ein Tebartz van Elst als Bischof von Limburg ungestraft zig Millionen Euro für irgendwelche Prunkbauten versenken, die dazu auch noch potthässlich sind. Dazu jagt ein Kinderschändungsfall den nächsten und was passiert? Es wird Betroffenheit geheuchelt, darin sind diese Kleriker aller Couleur wahre Meister. Konkrete und durchgreifende Maßnahmen gibt es nicht.

Nun zur AfD: Dies ist nicht meine Partei, ich habe sie nie gewählt und das wird wohl auch so bleiben. Obwohl die Medien uns weismachen wollen, dass in der AfD überwiegend oder nur verblendete, rechtslastige Dummköpfe agieren, wäre ich mir da nicht so sicher. Könnte es nicht sein, dass die AfD pfiffig die vorgenannten Themen, sprich "Zwangserhebung" der Kirchensteuer sowie deren Verschwendung, dazu die ständigen und nicht aufhörenden Übergriffe auf Kinder und Jugendliche aufgreift? Damit kann diese Partei doch ungeahnte Wählerzugewinne erarbeiten und punkten. Ich würde den Kirchenverantwortlichen vor allem den sogenannten Kirchenfürsten raten, sich nicht zu sehr zum Fenster hinauszulehnen und sich nicht in weltliche Belange einzumischen. Die Kirchen haben schon genug Dreck am Stecken. Ein altes Sprichwort sagt: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen - auch wenn dieses Haus aus meterdicken Mauern besteht. Auch diese Mauern sind schon eingerissen worden, und zwar völlig zurecht. Dazu wäre es schade um die schönen alten Kirchenfenster.

Wolfgang Altvater, Petershagen

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Nicht in weltliche Belange einmischenBetr.: Christen-Front gegen AfD", MT vom 21. November Im Zuge der französischen Revolution hat ein gewisser Napoleon die Macht an sich gerissen. Als Militärführer wurde er bekannt und hat die meisten Staaten mit seinen Kriegszügen in Europa überzogen und viel Elend über die europäischen Völker gebracht. Er war aber auch ein guter Verwaltungsfachmann und hat dort viel Positives geschaffen. Dazu gehörte zweifellos die sogenannte Säkularisierung, also die Trennung von Staat und Kirche und damit Einziehung des Kirchenbesitzes. Offenbar haben die damaligen Kirchenvertreter in Deutschland hart und aus ihrer Sicht gut verhandelt. Der Staat hatte damals zugesagt, Kirchensteuer quasi zwangsweise zu erheben und an die Kirche zu übergeben. An sich ein unglaublicher Vorgang und einmalig auf der Welt. Der deutsche Staat hat sich zu einem (Kirchensteuer). Eintreibungs- oder Inkassounternehmen machen lassen; wohl das größte auf der Welt. Aufgrund dieser Regelung sind Unsummen an die Kirche geflossen. Statt nun ruhig zu sein und ihre Pfründe zu verzehren, meinen die kirchlichen Dampfschwafler, nun trotzdem in Staats- und Parteienangelegenheiten mitmische zu können. Konkrete wird die AfD mal aufs Korn genommen. Haben diese Kirchen in der Vergangenheit nicht schon genug Unheil angerichtet? Muss das immer weitergehen? In der Gegenwart darf ein Tebartz van Elst als Bischof von Limburg ungestraft zig Millionen Euro für irgendwelche Prunkbauten versenken, die dazu auch noch potthässlich sind. Dazu jagt ein Kinderschändungsfall den nächsten und was passiert? Es wird Betroffenheit geheuchelt, darin sind diese Kleriker aller Couleur wahre Meister. Konkrete und durchgreifende Maßnahmen gibt es nicht. Nun zur AfD: Dies ist nicht meine Partei, ich habe sie nie gewählt und das wird wohl auch so bleiben. Obwohl die Medien uns weismachen wollen, dass in der AfD überwiegend oder nur verblendete, rechtslastige Dummköpfe agieren, wäre ich mir da nicht so sicher. Könnte es nicht sein, dass die AfD pfiffig die vorgenannten Themen, sprich "Zwangserhebung" der Kirchensteuer sowie deren Verschwendung, dazu die ständigen und nicht aufhörenden Übergriffe auf Kinder und Jugendliche aufgreift? Damit kann diese Partei doch ungeahnte Wählerzugewinne erarbeiten und punkten. Ich würde den Kirchenverantwortlichen vor allem den sogenannten Kirchenfürsten raten, sich nicht zu sehr zum Fenster hinauszulehnen und sich nicht in weltliche Belange einzumischen. Die Kirchen haben schon genug Dreck am Stecken. Ein altes Sprichwort sagt: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen - auch wenn dieses Haus aus meterdicken Mauern besteht. Auch diese Mauern sind schon eingerissen worden, und zwar völlig zurecht. Dazu wäre es schade um die schönen alten Kirchenfenster. Wolfgang Altvater, Petershagen