Es muss doch auch ohne Plastimüll gehen

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Betr.: Plastikmüll

Neuauflage (die wievielte?): Deutschland ist Europameister bei der Plastikmüllproduktion. Sicher ein trauriger Rekord aber angesichts der Bevölkerung (82 Millionen) rechnerisch leicht zu ermitteln. Doch Manche sprechen ein großes Wort gelassen aus. Der (die) Verbraucher(in) soll Plastikmüll vermeiden. Wie soll das funktionieren, wenn einem beim Einkauf auf Schritt und Tritt Plastik "um die Ohren " gehauen wird (z.B. muss eine einzelne Gurke in Plastik eingeschweißt sein?). Dass sich manche Lebensmittel nicht in der alten Papiertüte verpacken lassen, hat sich auch schon bis zu mir herumgesprochen.

Das muss aber doch anders gehen. Es sind ja schon Ansätze erkennbar, verrottbaren Kunststoff herzustellen. Warum geht das nicht schneller? Auf wie viel Millionen Tonnen nicht verrottbarem Plastik wir herumspazieren, versuche ich gar nicht erst, mir vorzustellen. Loch in die Erde, Müll rein, Erde und Samen drauf und dann lassen wir Gras darüber wachsen. Sieht doch hinterher schön aus, oder?

Wie immer die alte Leier: der Verbraucher soll kaufen, der Verbraucher muss bezahlen. Es hängt einem langsam zum Hals heraus. Warum nicht endlich und zwingend die produzierende Industrie in die Pflicht nehmen? (u.a. Autos). Nur hier wird man immer wieder den Eindruck nicht los, dass man sich nicht traut, einer Lobby "wehzutun". Darüber sollte besser diskutiert werden, anstatt zu lamentieren.

Peter Barendt, Minden

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Es muss doch auch ohne Plastimüll gehenBetr.: Plastikmüll Neuauflage (die wievielte?): Deutschland ist Europameister bei der Plastikmüllproduktion. Sicher ein trauriger Rekord aber angesichts der Bevölkerung (82 Millionen) rechnerisch leicht zu ermitteln. Doch Manche sprechen ein großes Wort gelassen aus. Der (die) Verbraucher(in) soll Plastikmüll vermeiden. Wie soll das funktionieren, wenn einem beim Einkauf auf Schritt und Tritt Plastik "um die Ohren " gehauen wird (z.B. muss eine einzelne Gurke in Plastik eingeschweißt sein?). Dass sich manche Lebensmittel nicht in der alten Papiertüte verpacken lassen, hat sich auch schon bis zu mir herumgesprochen. Das muss aber doch anders gehen. Es sind ja schon Ansätze erkennbar, verrottbaren Kunststoff herzustellen. Warum geht das nicht schneller? Auf wie viel Millionen Tonnen nicht verrottbarem Plastik wir herumspazieren, versuche ich gar nicht erst, mir vorzustellen. Loch in die Erde, Müll rein, Erde und Samen drauf und dann lassen wir Gras darüber wachsen. Sieht doch hinterher schön aus, oder? Wie immer die alte Leier: der Verbraucher soll kaufen, der Verbraucher muss bezahlen. Es hängt einem langsam zum Hals heraus. Warum nicht endlich und zwingend die produzierende Industrie in die Pflicht nehmen? (u.a. Autos). Nur hier wird man immer wieder den Eindruck nicht los, dass man sich nicht traut, einer Lobby "wehzutun". Darüber sollte besser diskutiert werden, anstatt zu lamentieren. Peter Barendt, Minden