Respektlos

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Betr.: Historische Seite vom 17. November

Die dunkle Jahreszeit... Totensonntag... Jahrestag.... Ich war sprachlos und wütend zugleich, als ich den Artikel gelesen habe. Hat sich das MT Gedanken gemacht, was eine Überschrift „23-jähriger nach Überfall auf Portastraße verstorben“ für Wunden aufreißt? Eine Familie hat einen Angehörigen auf ganz tragische Weise verloren. Die Lücke wird niemals geschlossen, die Wunde heilt nie - und dann meint das MT die Zeitung füllen zu müssen und in einer Historischen Serie das alles nochmals zu wiederholen?

Es sind die Angehörigen nicht gefragt worden. Hat sich irgendwer vom MT Gedanken gemacht, was dieser Artikel auch nach 25 Jahren noch anrichtet? Den Tag vergisst niemand, dafür braucht man nicht die Tageszeitung. Gibt es nicht genügend Themen die man drucken kann? Jegliches Feingefühl fehlt. Respektlos, pietätlos, geschmacklos fällt mir dazu ein. Vielleicht sollte man über den Tellerrand hinausschauen und überdenken, was man mit manchem Artikel anrichtet. Geschehenes kann man nicht rückgängig machen, aber man muss nicht unnötig in vernarbten Wunden bohren.

Kerstin Kording, Petershagen

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RespektlosBetr.: Historische Seite vom 17. November Die dunkle Jahreszeit... Totensonntag... Jahrestag.... Ich war sprachlos und wütend zugleich, als ich den Artikel gelesen habe. Hat sich das MT Gedanken gemacht, was eine Überschrift „23-jähriger nach Überfall auf Portastraße verstorben“ für Wunden aufreißt? Eine Familie hat einen Angehörigen auf ganz tragische Weise verloren. Die Lücke wird niemals geschlossen, die Wunde heilt nie - und dann meint das MT die Zeitung füllen zu müssen und in einer Historischen Serie das alles nochmals zu wiederholen? Es sind die Angehörigen nicht gefragt worden. Hat sich irgendwer vom MT Gedanken gemacht, was dieser Artikel auch nach 25 Jahren noch anrichtet? Den Tag vergisst niemand, dafür braucht man nicht die Tageszeitung. Gibt es nicht genügend Themen die man drucken kann? Jegliches Feingefühl fehlt. Respektlos, pietätlos, geschmacklos fällt mir dazu ein. Vielleicht sollte man über den Tellerrand hinausschauen und überdenken, was man mit manchem Artikel anrichtet. Geschehenes kann man nicht rückgängig machen, aber man muss nicht unnötig in vernarbten Wunden bohren. Kerstin Kording, Petershagen