Aufbruch nach hinten

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Betr.: MT-Bericht "Gegenwind für Merz", MT vom 23. November

Mein ganzes Leben lang hielt ich mich für ein Mitglied der Mittelschicht und war zufrieden mit dem, was ich verdient habe. Jetzt habe ich lernen müssen, dass entweder ich mich vertan habe oder der Mann, der Vorsitzender der CDU werden möchte. Für eine Million Euro Jahreseinkommen, wie es Herr Merz für sich angibt, hätte ich fast 20 Jahre (!) arbeiten müssen. Jetzt frage ich mich, ob ich etwas falsch gemacht habe oder wer von uns beiden die Bodenhaftung verloren hat?

Nach dem Desaster von CDU/CSU und SPD bei den letzten Wahlen reden alle von Aufbruch. Was sich da in der CDU mit einem Vorsitzenden Merz abzeichnet, ist allerdings ein Aufbruch nach hinten! Wir brauchen endlich weniger Kapitalismus und mehr Gerechtigkeit! Denn weil dies in den letzten Jahrzehnten in der Politik verwechselt wurde, ist unser Land und die Welt allgemein in die heutige missliche Situation geraten!

Und nun will ein Multimillionär (=Mittelständler), der die wahren Probleme dieser Welt, der schrumpfenden Mittelschicht und der wachsenden Unterschicht offensichtlich nicht verstanden hat, die CDU und damit auch die Demokratie in Deutschland anführen. Mal ehrlich ...

Georg Klingsiek, Petershagen

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Aufbruch nach hintenBetr.: MT-Bericht "Gegenwind für Merz", MT vom 23. November Mein ganzes Leben lang hielt ich mich für ein Mitglied der Mittelschicht und war zufrieden mit dem, was ich verdient habe. Jetzt habe ich lernen müssen, dass entweder ich mich vertan habe oder der Mann, der Vorsitzender der CDU werden möchte. Für eine Million Euro Jahreseinkommen, wie es Herr Merz für sich angibt, hätte ich fast 20 Jahre (!) arbeiten müssen. Jetzt frage ich mich, ob ich etwas falsch gemacht habe oder wer von uns beiden die Bodenhaftung verloren hat? Nach dem Desaster von CDU/CSU und SPD bei den letzten Wahlen reden alle von Aufbruch. Was sich da in der CDU mit einem Vorsitzenden Merz abzeichnet, ist allerdings ein Aufbruch nach hinten! Wir brauchen endlich weniger Kapitalismus und mehr Gerechtigkeit! Denn weil dies in den letzten Jahrzehnten in der Politik verwechselt wurde, ist unser Land und die Welt allgemein in die heutige missliche Situation geraten! Und nun will ein Multimillionär (=Mittelständler), der die wahren Probleme dieser Welt, der schrumpfenden Mittelschicht und der wachsenden Unterschicht offensichtlich nicht verstanden hat, die CDU und damit auch die Demokratie in Deutschland anführen. Mal ehrlich ... Georg Klingsiek, Petershagen