Risiken von Anfang an

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Betr.: „Bastau macht am Deichhof Ärger“, MT vom 17. Oktober

Die aktuellen Probleme, die es für das Projekt „Familienhaus“ am Deichhof bei der „Gründung und Dichtung des Gebäudekomplexes“ auf Grund der geplanten Tiefgaragen gibt (inklusive der daraus jetzt resultierenden Kostensteigerungen und Zeitverluste), muss man wohl hausgemacht nennen. Denn es ist keineswegs so, dass diese Probleme nicht absehbar gewesen wären.

Als Architektin habe ich für diesen Standort seinerzeit „Das Mindener Torhaus“ als Mehrgenerationenhaus vorgestellt. Dabei hatten Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit höchste Bedeutung.

Deshalb hat unser Konzept vom Start weg auf Tiefgaragen verzichtet. Parkplätze wurden auf andere Weise ins Konzept integriert.

Grund dafür waren von Anfang an die unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risiken, sobald man an diesem Standort in die Tiefe geht und beispielsweise Tiefgaragen anlegen will.

Das konnte jeder wissen, mindestens ahnen, der sich gründlich mit den Besonderheiten und der Historie dieses Standorts befasst hat. Schließlich befand sich hier in früheren Jahrhunderten eines der Mindener Stadttore (ein inhaltlicher Bezug, den das Projekt der Rudloff-Stiftung nicht widerspiegelt).

Das Jammern über steigende Kosten und Planverzögerungen ist deshalb wohlfeil und larmoyant. Die Verantwortung dafür liegt allein bei der Rudloff-Stiftung und deren Planern.

Astrid Engel

Minden

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Risiken von Anfang anBetr.: „Bastau macht am Deichhof Ärger“, MT vom 17. Oktober Die aktuellen Probleme, die es für das Projekt „Familienhaus“ am Deichhof bei der „Gründung und Dichtung des Gebäudekomplexes“ auf Grund der geplanten Tiefgaragen gibt (inklusive der daraus jetzt resultierenden Kostensteigerungen und Zeitverluste), muss man wohl hausgemacht nennen. Denn es ist keineswegs so, dass diese Probleme nicht absehbar gewesen wären. Als Architektin habe ich für diesen Standort seinerzeit „Das Mindener Torhaus“ als Mehrgenerationenhaus vorgestellt. Dabei hatten Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit höchste Bedeutung. Deshalb hat unser Konzept vom Start weg auf Tiefgaragen verzichtet. Parkplätze wurden auf andere Weise ins Konzept integriert. Grund dafür waren von Anfang an die unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risiken, sobald man an diesem Standort in die Tiefe geht und beispielsweise Tiefgaragen anlegen will. Das konnte jeder wissen, mindestens ahnen, der sich gründlich mit den Besonderheiten und der Historie dieses Standorts befasst hat. Schließlich befand sich hier in früheren Jahrhunderten eines der Mindener Stadttore (ein inhaltlicher Bezug, den das Projekt der Rudloff-Stiftung nicht widerspiegelt). Das Jammern über steigende Kosten und Planverzögerungen ist deshalb wohlfeil und larmoyant. Die Verantwortung dafür liegt allein bei der Rudloff-Stiftung und deren Planern. Astrid Engel Minden