Steuertransparenz jetzt

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Betr.: Internationale Großkonzerne

Während Trump und die Fußballweltmeisterschaft viele in Atem halten, passiert in Brüssel fast unbemerkt ein milliardenschwerer Steuerskandal! Die EU-Kommission hat unter Druck des Europaparlaments einen guten Vorschlag vorgelegt: Alle Großunternehmen sollen europaweit offenlegen, in welchem Land sie wie viel Steuern gezahlt haben und wie viele Gewinne gemacht haben. Mit dieser länderbezogenen Steuertransparenz wäre der Steuervermeidung von Apple, Amazon, Ikea & Co. faktisch ein Riegel vorgeschoben!

Im Rat der Mitgliedsländer sind alle großen Mitgliedsländer für den Vorschlag sowie Steueroasen wie Luxemburg, Malta, Zypern, Österreich und Irland dagegen. Doch gerade die deutsche Bundesregierung hat bisher wie die Steueroasen Ablehnung signalisiert. Und das obwohl die GroKo im Koalitionsvertrag versprochen hat, den Kampf gegen Steuerdumping auch europaweit voranzutreiben. Das ist auch bitter nötig, denn der Schaden liegt europaweit jährlich alleine bei 50 bis 70 Milliarden Euro, die uns alle für Zukunftsinvestitionen fehlen.

Peter Dreier, Minden

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Steuertransparenz jetztBetr.: Internationale Großkonzerne Während Trump und die Fußballweltmeisterschaft viele in Atem halten, passiert in Brüssel fast unbemerkt ein milliardenschwerer Steuerskandal! Die EU-Kommission hat unter Druck des Europaparlaments einen guten Vorschlag vorgelegt: Alle Großunternehmen sollen europaweit offenlegen, in welchem Land sie wie viel Steuern gezahlt haben und wie viele Gewinne gemacht haben. Mit dieser länderbezogenen Steuertransparenz wäre der Steuervermeidung von Apple, Amazon, Ikea & Co. faktisch ein Riegel vorgeschoben! Im Rat der Mitgliedsländer sind alle großen Mitgliedsländer für den Vorschlag sowie Steueroasen wie Luxemburg, Malta, Zypern, Österreich und Irland dagegen. Doch gerade die deutsche Bundesregierung hat bisher wie die Steueroasen Ablehnung signalisiert. Und das obwohl die GroKo im Koalitionsvertrag versprochen hat, den Kampf gegen Steuerdumping auch europaweit voranzutreiben. Das ist auch bitter nötig, denn der Schaden liegt europaweit jährlich alleine bei 50 bis 70 Milliarden Euro, die uns alle für Zukunftsinvestitionen fehlen. Peter Dreier, Minden