Fühlt sich die Stadt nicht zuständig?

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Betr.: „Akustische Schnitzeljagd“, MT vom 19. Mai

Das wabernde Geräusch ist weiterhin bis zu fünfmal am Tag zu hören, auch nachts holt es Menschen aus dem Schlaf, mittlerweile hat es in meinem Wohnbereich die Intensität einer Sirene angenommen, was an Körperverletzung grenzt, es ist je nach Wohnlage mehr oder weniger intensiv (auch in geschlossenen Räumen) zu hören und erschallt weiterhin unregelmäßig, mal mit Nordostwind, mal bei Windstille.

Das Geräusch ist sowohl am Boden, umso stärker aber gerade auch in größerer Höhe (2./3. OG) zu hören, was darauf schließen lässt, dass es sich durchaus um ein defektes Gebläse in einer der Industrieanlagen am Hafen oder im Bereich des Wasserstraßenkreuzes handeln kann. Denn die Gebläse sind in großer Höhe angerbracht, so dass sich der Schall entsprechend in den Raum hinein ausbreiten und zwischen Häusern noch verstärken kann.

Dank der Recherche der Lokalredaktion des MT ist ja mittlerweile das betroffene Gebiet klarer einzugrenzen. In diesem Gebiet leben viele Bürger und Bürgerinnen der Stadt Minden, alle Generationen sind vertreten, es befinden sich unter anderem neben Privatwohnungen auch zwei Seniorenheime, ein Kindergarten und eine Grundschule auf diesem Gelände.

So wundert es mich und Nachbarn, mit denen ich inzwischen immer wieder mal gesprochen habe, dass es weder aus der Verwaltung der Stadt Minden, noch von Parteien oder Umweltinstitutionen irgendeine Reaktion darauf gibt. Auf die Dauer mindert diese Geräuschentwicklung die Lebensqualität und auch die Wohnqualität in diesem Areal. Immerhin begann dieses „Wabern“ bereits vor zwei Jahren und es gibt ja mittlerweile auch einige technische Erklärungsansätze dafür.

Fühlt sich die Stadt Minden da nicht angesprochen, etwas für die betroffenen Bürger zu tun? Oder das Ordnungsamt? Einer meiner Nachbarn erzählte mir, dass er bereits im letzten Jahr das Ordnungsamt angeschrieben habe, nicht mal eine Bestätigung des Eingangs seines Briefes habe er erhalten. Wie lässt sich Abhilfe schaffen, damit die Menschen in diesem Quartier wieder stressfrei und geschützt leben können?

Birgit Engelking, Minden

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Fühlt sich die Stadt nicht zuständig?Betr.: „Akustische Schnitzeljagd“, MT vom 19. Mai Das wabernde Geräusch ist weiterhin bis zu fünfmal am Tag zu hören, auch nachts holt es Menschen aus dem Schlaf, mittlerweile hat es in meinem Wohnbereich die Intensität einer Sirene angenommen, was an Körperverletzung grenzt, es ist je nach Wohnlage mehr oder weniger intensiv (auch in geschlossenen Räumen) zu hören und erschallt weiterhin unregelmäßig, mal mit Nordostwind, mal bei Windstille. Das Geräusch ist sowohl am Boden, umso stärker aber gerade auch in größerer Höhe (2./3. OG) zu hören, was darauf schließen lässt, dass es sich durchaus um ein defektes Gebläse in einer der Industrieanlagen am Hafen oder im Bereich des Wasserstraßenkreuzes handeln kann. Denn die Gebläse sind in großer Höhe angerbracht, so dass sich der Schall entsprechend in den Raum hinein ausbreiten und zwischen Häusern noch verstärken kann. Dank der Recherche der Lokalredaktion des MT ist ja mittlerweile das betroffene Gebiet klarer einzugrenzen. In diesem Gebiet leben viele Bürger und Bürgerinnen der Stadt Minden, alle Generationen sind vertreten, es befinden sich unter anderem neben Privatwohnungen auch zwei Seniorenheime, ein Kindergarten und eine Grundschule auf diesem Gelände. So wundert es mich und Nachbarn, mit denen ich inzwischen immer wieder mal gesprochen habe, dass es weder aus der Verwaltung der Stadt Minden, noch von Parteien oder Umweltinstitutionen irgendeine Reaktion darauf gibt. Auf die Dauer mindert diese Geräuschentwicklung die Lebensqualität und auch die Wohnqualität in diesem Areal. Immerhin begann dieses „Wabern“ bereits vor zwei Jahren und es gibt ja mittlerweile auch einige technische Erklärungsansätze dafür. Fühlt sich die Stadt Minden da nicht angesprochen, etwas für die betroffenen Bürger zu tun? Oder das Ordnungsamt? Einer meiner Nachbarn erzählte mir, dass er bereits im letzten Jahr das Ordnungsamt angeschrieben habe, nicht mal eine Bestätigung des Eingangs seines Briefes habe er erhalten. Wie lässt sich Abhilfe schaffen, damit die Menschen in diesem Quartier wieder stressfrei und geschützt leben können? Birgit Engelking, Minden