Projekt zu groß für die Stadt

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Betr.: Multifunktionshalle

Da sich die Lokalpolitik in Minden immer noch mit dem Thema „Multifunktionshalle“ herumschlägt, kommen bei dem Betrachter dieses Politikzirkus' Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit einiger Lokalpolitiker auf. Trotz der eindeutigen, vom Gutachten festgestellten Nichtfinanzierbarkeit dieses Vorhabens träumen einige Lokalpolitiker weiter. Hier wird wieder einmal nach dem Grundsatz gehandelt: „Ist doch nicht mein Geld – der Bürger wird es schon zahlen.“

Einige Hoffnung zur Nichtverwirklichung dieses Projekt gibt es doch noch. Wer glaubt eigentlich, dass eine Verwaltung und ein Stadtrat aus Minden ein solches Projekt in der Größenordnung von am Ende circa 50 Millionen Euro (Anm. d. Red.: Die Stadt kalkuliert mit Kosten von 35,4 Millionen Euro) managen kann, obwohl folgendes dagegen spricht:

1. Rat und Verwaltung haben das Rathaus über 30 Jahre vergammeln lassen und wundern sich über die nun fälligen Kosten einer Sanierung.

2. Verwaltung und Rat haben die in den 80er-Jahren gebaute Stadthalle vor die Wand gefahren (Kein Geld für Brandschutz).

3. Der Ratskeller (gute Stube einer Stadt) wird von der Stadt nicht beachtet.

4. Die Pflasterung der Fußgängerzone dauert nun schon gefühlte drei Jahre.

5. Eigeninitiative von Bürgern am rechten Weserufer (Löfflergebäude) werden mit List und Tücke verhindert.

6. Spielbrunnen am Wesertor - kein Spiel und kein Brunnen - Geld in den Sand gesetzt.

7. Stadt spielt Gelddruckmaschine für den Investor am Scharn. Verkauf von Teilen des Rathauses – Rückmietung von Teilen des Neubaus - Gewinne nur beim Investor – wo bleibt die Stadt?

Wer also immer noch glaubt, dass Minden eine Multifunktionshalle gewuppt bekommt, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitonen falten.

Joachim Huckauf, Minden

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Projekt zu groß für die StadtBetr.: Multifunktionshalle Da sich die Lokalpolitik in Minden immer noch mit dem Thema „Multifunktionshalle“ herumschlägt, kommen bei dem Betrachter dieses Politikzirkus' Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit einiger Lokalpolitiker auf. Trotz der eindeutigen, vom Gutachten festgestellten Nichtfinanzierbarkeit dieses Vorhabens träumen einige Lokalpolitiker weiter. Hier wird wieder einmal nach dem Grundsatz gehandelt: „Ist doch nicht mein Geld – der Bürger wird es schon zahlen.“ Einige Hoffnung zur Nichtverwirklichung dieses Projekt gibt es doch noch. Wer glaubt eigentlich, dass eine Verwaltung und ein Stadtrat aus Minden ein solches Projekt in der Größenordnung von am Ende circa 50 Millionen Euro (Anm. d. Red.: Die Stadt kalkuliert mit Kosten von 35,4 Millionen Euro) managen kann, obwohl folgendes dagegen spricht: 1. Rat und Verwaltung haben das Rathaus über 30 Jahre vergammeln lassen und wundern sich über die nun fälligen Kosten einer Sanierung. 2. Verwaltung und Rat haben die in den 80er-Jahren gebaute Stadthalle vor die Wand gefahren (Kein Geld für Brandschutz). 3. Der Ratskeller (gute Stube einer Stadt) wird von der Stadt nicht beachtet. 4. Die Pflasterung der Fußgängerzone dauert nun schon gefühlte drei Jahre. 5. Eigeninitiative von Bürgern am rechten Weserufer (Löfflergebäude) werden mit List und Tücke verhindert. 6. Spielbrunnen am Wesertor - kein Spiel und kein Brunnen - Geld in den Sand gesetzt. 7. Stadt spielt Gelddruckmaschine für den Investor am Scharn. Verkauf von Teilen des Rathauses – Rückmietung von Teilen des Neubaus - Gewinne nur beim Investor – wo bleibt die Stadt? Wer also immer noch glaubt, dass Minden eine Multifunktionshalle gewuppt bekommt, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitonen falten. Joachim Huckauf, Minden