Hundesteuer hat nichts mit Entsorgung der Haufen zu tun

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Betr.: Leserbrief „Haufen schnell vernichtet“, MT vom 9. Juni

Von dem Leserbrief habe ich viel Interessantes gelernt. Ich wusste bislang nicht, dass es eine übliche Entsorgungsmethode von Hundehaltern ist, den Kot ihrer vierbeinigen Lieblinge in Plastiktüten zu „schaufeln“, diese dann zuzuknoten und auf den nächsten Grünstreifen zu werfen. Ich habe immer geglaubt, die Tüten mit dem Hundekot gehörten in dafür vorgesehene Abfallbehälter. Die Verfasserin des Leserbriefes propagiert offenbar, zur Müllvermeidung auf Hundekottüten aus Plastik ganz zu verzichten, die Kothaufen unserer Lieblinge einfach liegen zu lassen und die Beseitigung „irgendwelchen“ Kleintieren zu überlassen, die dies in „kurzer Zeit“ erledigen.

Das freut dann besonders den Grundstückseigner, vor oder auf dessen Grundstück von fremden Hundehaltern für die Kleintiere gesorgt wird. Vor und auf meinem Grundstück befinden sich diese allerdings schon seit vielen Jahren im Bummelstreik, sodass ich die fremden Hinterlassenschaften selbst weg“schaufeln“ muss. Ähnliches habe ich von meinen Freunden und Nachbarn gehört. Auch auf Straßen, Bürgersteigen, Feldern mit Nahrungsmittelanbau, Grasflächen für Kühe und Schafe und in öffentlichen Anlagen sind Hundekothaufen immer wieder ein erfreulicher Beweis für die Fürsorge, die unseren Kleintieren von Hundehaltern zuteilwird. Da sollte man schon etwas Obacht geben und diese wertvolle Biomasse nicht einfach durch achtloses Hineintreten zermatschen.

Im Ernst: Ich möchte mich bei all den Haltern bedanken, die die Hinterlassenschaften ihrer Hunde ordnungsgemäß beseitigen und die Entsorgung nicht den „Kleintieren“ überlassen. Wer die Kothaufen seines Hundes aber einfach liegen lässt, der belastet andere und verhält sich unsozial, auch wenn er pflichtgemäß seine Hundesteuer - deren Einführung übrigens nichts mit der Beseitigung von Hundekot zu tut hatte - entrichtet.

Norbert Mohme, Porta Westfalica

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Hundesteuer hat nichts mit Entsorgung der Haufen zu tunBetr.: Leserbrief „Haufen schnell vernichtet“, MT vom 9. Juni Von dem Leserbrief habe ich viel Interessantes gelernt. Ich wusste bislang nicht, dass es eine übliche Entsorgungsmethode von Hundehaltern ist, den Kot ihrer vierbeinigen Lieblinge in Plastiktüten zu „schaufeln“, diese dann zuzuknoten und auf den nächsten Grünstreifen zu werfen. Ich habe immer geglaubt, die Tüten mit dem Hundekot gehörten in dafür vorgesehene Abfallbehälter. Die Verfasserin des Leserbriefes propagiert offenbar, zur Müllvermeidung auf Hundekottüten aus Plastik ganz zu verzichten, die Kothaufen unserer Lieblinge einfach liegen zu lassen und die Beseitigung „irgendwelchen“ Kleintieren zu überlassen, die dies in „kurzer Zeit“ erledigen. Das freut dann besonders den Grundstückseigner, vor oder auf dessen Grundstück von fremden Hundehaltern für die Kleintiere gesorgt wird. Vor und auf meinem Grundstück befinden sich diese allerdings schon seit vielen Jahren im Bummelstreik, sodass ich die fremden Hinterlassenschaften selbst weg“schaufeln“ muss. Ähnliches habe ich von meinen Freunden und Nachbarn gehört. Auch auf Straßen, Bürgersteigen, Feldern mit Nahrungsmittelanbau, Grasflächen für Kühe und Schafe und in öffentlichen Anlagen sind Hundekothaufen immer wieder ein erfreulicher Beweis für die Fürsorge, die unseren Kleintieren von Hundehaltern zuteilwird. Da sollte man schon etwas Obacht geben und diese wertvolle Biomasse nicht einfach durch achtloses Hineintreten zermatschen. Im Ernst: Ich möchte mich bei all den Haltern bedanken, die die Hinterlassenschaften ihrer Hunde ordnungsgemäß beseitigen und die Entsorgung nicht den „Kleintieren“ überlassen. Wer die Kothaufen seines Hundes aber einfach liegen lässt, der belastet andere und verhält sich unsozial, auch wenn er pflichtgemäß seine Hundesteuer - deren Einführung übrigens nichts mit der Beseitigung von Hundekot zu tut hatte - entrichtet. Norbert Mohme, Porta Westfalica