Auf selbstdarstellerisches Gehabe verzichten

veröffentlicht

Betr.: "Dr. Alf Domeier und die Rufe zur Sache", MT vom 9. Mai

Mit Erstaunen habe ich die Korrektur des MT in eigener Sache gelesen. Zu einer Zeit, in der der Rat der Stadt Minden relativ objektiv und engagiert über den Bau einer Mehrzweckhalle debattiert, bemüht der betreffende Stadtverordnete Anwälte in eigener Sache für eine "Richtigstellung". Auch der Hinweis auf die Nennung seines akademischen Titels ist befremdlich. Ist ihm nicht bekannt, dass viele höchstrangige Politiker einen akademischen Titel führen, ihn aber im politischen Alltag nicht hervorheben (müssen)? Da möchte man doch sagen: "Zu Sache, Schätzchen."

Die Stadtverordneten sollten sich doch in erster Linie für die Belange der Stadt und der Bürger einsetzen und auf selbstdarstellerisches Gehabe verzichten, denn dafür sind sie schließlich von uns Bürgern gewählt worden. Besserwisserisches Querulantentum führt zu nichts. Es behindert nur die sicherlich arbeitsintensiven Bemühungen des Stadtrates.

Dr. Matthias Schröder

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Auf selbstdarstellerisches Gehabe verzichtenBetr.: "Dr. Alf Domeier und die Rufe zur Sache", MT vom 9. Mai Mit Erstaunen habe ich die Korrektur des MT in eigener Sache gelesen. Zu einer Zeit, in der der Rat der Stadt Minden relativ objektiv und engagiert über den Bau einer Mehrzweckhalle debattiert, bemüht der betreffende Stadtverordnete Anwälte in eigener Sache für eine "Richtigstellung". Auch der Hinweis auf die Nennung seines akademischen Titels ist befremdlich. Ist ihm nicht bekannt, dass viele höchstrangige Politiker einen akademischen Titel führen, ihn aber im politischen Alltag nicht hervorheben (müssen)? Da möchte man doch sagen: "Zu Sache, Schätzchen." Die Stadtverordneten sollten sich doch in erster Linie für die Belange der Stadt und der Bürger einsetzen und auf selbstdarstellerisches Gehabe verzichten, denn dafür sind sie schließlich von uns Bürgern gewählt worden. Besserwisserisches Querulantentum führt zu nichts. Es behindert nur die sicherlich arbeitsintensiven Bemühungen des Stadtrates. Dr. Matthias Schröder