Schwarz-Gelb verbaut Zukunft

veröffentlicht

Betr.: Klimaschutz

CDU und FDP zeigen in NRW ihr klimafeindliches Gesicht. Die Landespolitiker planen, den Ausbau der Windenergie faktisch zu verbieten.

Schwarz-Gelb im Bundestag? Das ist nach aktuellen Hochrechnungen ein recht wahrscheinliches Ergebnis der Bundestagswahl. Dabei zeigen CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen gerade, was für eine schlechte Idee das ist - auf jeden Fall für den Klimaschutz. NRWs Schwarz-Gelb bläst zum Sturm auf die Energiewende: Mit einer neuen Regelung wollen CDU und FDP den Ausbau der Windkraft faktisch verbieten. 1500 Meter Abstand zur Wohnbebauung sollen neue Windräder künftig einhalten. Im dicht besiedelten NRW bliebe damit kaum noch Ausbaufläche.

Denn wenn es tatsächlich, wie angedacht um Emissionsschutz ginge, dürften auch andere Lärmverursacher wie Autobahnen nicht näher an den Siedlungen gebaut werden. Und was ist zum Beispiel mit den Stickoxiden und den Feinstaubemissionen, die von Fernstraßen ausgehen? Zumindest ist darüber nichts im neuen Koalitionsvertrag vorgesehen. Klimaforscher wissen es, was auf dem Spiel steht: Unser Klima hat sich zwar immer verändert, aber noch nie so schnell wie jetzt, erklären sie. Wenn wir den menschengemachten Klimawandel stoppen wollen, brauchen wir unbedingt mehr Erneuerbare Energien wie die Windkraft!

Erst letztes Jahr versuchte die Union den Ausbau der Erneuerbaren Energien deutschlandweit lahmzulegen.

NRW ist der Mittelpunkt der Energiewende in Deutschland. Knapp 30 Prozent des gesamten deutschen Stroms werden hier produziert. Allerdings entsteht damit auch ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen - denn gesetzt wird noch immer vor allem auf Kohle. Keine andere Energieform in Deutschland zerstört in ähnlichen Ausmaßen Landschaft und Natur, wie die Braunkohle. Unsere neue Landesregierung sollte sich daher zum Klimaschutz bekennen. Selbst „unsere“ CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dies erkannt und somit das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet.

Peter Dreier, Minden

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Schwarz-Gelb verbaut ZukunftBetr.: KlimaschutzCDU und FDP zeigen in NRW ihr klimafeindliches Gesicht. Die Landespolitiker planen, den Ausbau der Windenergie faktisch zu verbieten.Schwarz-Gelb im Bundestag? Das ist nach aktuellen Hochrechnungen ein recht wahrscheinliches Ergebnis der Bundestagswahl. Dabei zeigen CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen gerade, was für eine schlechte Idee das ist - auf jeden Fall für den Klimaschutz. NRWs Schwarz-Gelb bläst zum Sturm auf die Energiewende: Mit einer neuen Regelung wollen CDU und FDP den Ausbau der Windkraft faktisch verbieten. 1500 Meter Abstand zur Wohnbebauung sollen neue Windräder künftig einhalten. Im dicht besiedelten NRW bliebe damit kaum noch Ausbaufläche.Denn wenn es tatsächlich, wie angedacht um Emissionsschutz ginge, dürften auch andere Lärmverursacher wie Autobahnen nicht näher an den Siedlungen gebaut werden. Und was ist zum Beispiel mit den Stickoxiden und den Feinstaubemissionen, die von Fernstraßen ausgehen? Zumindest ist darüber nichts im neuen Koalitionsvertrag vorgesehen. Klimaforscher wissen es, was auf dem Spiel steht: Unser Klima hat sich zwar immer verändert, aber noch nie so schnell wie jetzt, erklären sie. Wenn wir den menschengemachten Klimawandel stoppen wollen, brauchen wir unbedingt mehr Erneuerbare Energien wie die Windkraft!Erst letztes Jahr versuchte die Union den Ausbau der Erneuerbaren Energien deutschlandweit lahmzulegen.NRW ist der Mittelpunkt der Energiewende in Deutschland. Knapp 30 Prozent des gesamten deutschen Stroms werden hier produziert. Allerdings entsteht damit auch ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen - denn gesetzt wird noch immer vor allem auf Kohle. Keine andere Energieform in Deutschland zerstört in ähnlichen Ausmaßen Landschaft und Natur, wie die Braunkohle. Unsere neue Landesregierung sollte sich daher zum Klimaschutz bekennen. Selbst „unsere“ CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dies erkannt und somit das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet.Peter Dreier, Minden