Vorhersagen stimmten nicht

veröffentlicht

Betr.: „Die Wirtschaft erhöht den Druck“, MT vom 8. März

Es muss richtig heißen, die Bremer SPD mit ihrem Wirtschaftslobbyisten erhöht den Druck auf das Bundesverkehrsministerium und die Generaldirektion. Die Planungsmethode des „Wirtschaftsverbands Weser“ und seines Vorsitzenden bezeichnet man in der Wissenschaft mit „inspiration by looking out of the window“. Genauer gesagt: Viel Radau und keine Substanz. Die gebetsmühlenartige Wiederholung hohler Argumente schafft keine neue Qualität.

Die Vorhersagen haben in den vergangen 30 Jahren nicht gestimmt und sie stimmen heute noch viel weniger. Die Verkehrsbelastung der Mittelweser dümpelt seit Jahren bei einer Million Tonnen pro Jahr. Wo weitere sieben Millionen Tonnen Massengut herkommen sollen, wird nicht begründet.

Das Land Bremen ist aus der gemeinsamen Finanzierung für den weiteren Ausbau ausgestiegen, gerade weil Aufwand und Nutzen in einem in einem Missverhältnis stehen. Es macht daher erst wieder Sinn, sich mit dem Thema zu befassen, wenn nachvollziehbare und damit seriöse Prognosen auf dem Tisch liegen, um die Öffentlichkeit nicht mit der bekannten Kritik zu langweilen.

Hans Ulrich Gräf, Bückeburg

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Vorhersagen stimmten nichtBetr.: „Die Wirtschaft erhöht den Druck“, MT vom 8. MärzEs muss richtig heißen, die Bremer SPD mit ihrem Wirtschaftslobbyisten erhöht den Druck auf das Bundesverkehrsministerium und die Generaldirektion. Die Planungsmethode des „Wirtschaftsverbands Weser“ und seines Vorsitzenden bezeichnet man in der Wissenschaft mit „inspiration by looking out of the window“. Genauer gesagt: Viel Radau und keine Substanz. Die gebetsmühlenartige Wiederholung hohler Argumente schafft keine neue Qualität.Die Vorhersagen haben in den vergangen 30 Jahren nicht gestimmt und sie stimmen heute noch viel weniger. Die Verkehrsbelastung der Mittelweser dümpelt seit Jahren bei einer Million Tonnen pro Jahr. Wo weitere sieben Millionen Tonnen Massengut herkommen sollen, wird nicht begründet.Das Land Bremen ist aus der gemeinsamen Finanzierung für den weiteren Ausbau ausgestiegen, gerade weil Aufwand und Nutzen in einem in einem Missverhältnis stehen. Es macht daher erst wieder Sinn, sich mit dem Thema zu befassen, wenn nachvollziehbare und damit seriöse Prognosen auf dem Tisch liegen, um die Öffentlichkeit nicht mit der bekannten Kritik zu langweilen.Hans Ulrich Gräf, Bückeburg