Pippi-Langstrumpf-Motto

veröffentlicht

Betr.: „Sorge um die Kaufkraft“, MT vom 21. April

Da hat sich Pipi Langstrumpf mir ihrem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ wohl nach Minden verirrt. Im MT steht ein großer Artikel über den Streit Mindens gegen Porta wegen des geplanten Obi-Marktes. Hier werden Einwände gegen den Bebauungsplan aufgeführt, welche die Stadt Minden der Stadt Porta vorwirft. Unter anderem wird angeführt, dass Porta sich nicht an die Grundsätze zu flächensparendem Bauen hält.

Für den geplanten Baumarkt würde Boden durch die notwendige Versiegelung unwiederbringlich für land- und forstwirtschaftliche Nutzung verloren gehen. Nach Ansicht Mindens ein Verstoß gegen die Grundsätze des Baugesetzbuches. Aber was macht die Stadt Minden mit dem geplanten Regioport-Gelände? Hier sollen bis zu 23 Hektar, zur Zeit als landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftetes Gelände, versiegelt werden. Und das als Kommune, die im Rahmen der „Allianz der Flächen“ aktiv ist.

Minden fordert außerdem, dass Porta die anliegenden südlichen Mindener Wohngebiete vor dem zu erwartenden Verkehr schützt. Aber wer schützt die Bückeburger vor dem Lkw-Verkehr vom Regioport durch die Gemeinden Cammer, Meinsen, Warber und Geldorf? Und mit Hinweisen auf das Nadelöhr B482 Porta Westfalica kommen aus der Mindener Politik lediglich Aussagen wie „Der Verkehr sucht sich schon seinen Weg“.

Die Stadt Porta Westfalica plant einen circa 20 Meter hohen Werbepylon, was nach Mindener Einschätzung die angrenzenden Wohngebiete sowie das Landschaftsbild beeinträchtig, obwohl der Abstand zur Mindener Wohnbebauung zwischen 350 und 500 Meter beträgt und diese zum Teil durch den Wall der B65 und Gehölze geschützt ist.

Auf dem Regioport und dem hafenaffinen Gelände sind hohe Lichtmasten geplant, die eine durchgehende nächtliche Ausleuchtung gewährleisten sollen. Die angrenzende Cammer Wohnbebauung ist von der Mitte des geplanten Geländes aber nur circa 300 Meter entfernt.

Das, was Minden an der Portaner Planung bemängelt, entspricht genau den Punkten, die beim Regioport im Rahmen der öffentlichen Beteiligung von den Anwohnern angemahnt wurde. Hierzu kam jedoch von Mindener Seite nach deren Abwägung als Antwort entweder „abgelehnt „oder „Zur Kenntnis genommen“.

Für mich ist dieses unverständlich, warum wird beim Regioport erlaubt, was in Porta kritisiert und mit einer drohenden Klage kommentiert wird?

Sylvia Schulze, Bückeburg

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Pippi-Langstrumpf-MottoBetr.: „Sorge um die Kaufkraft“, MT vom 21. AprilDa hat sich Pipi Langstrumpf mir ihrem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ wohl nach Minden verirrt. Im MT steht ein großer Artikel über den Streit Mindens gegen Porta wegen des geplanten Obi-Marktes. Hier werden Einwände gegen den Bebauungsplan aufgeführt, welche die Stadt Minden der Stadt Porta vorwirft. Unter anderem wird angeführt, dass Porta sich nicht an die Grundsätze zu flächensparendem Bauen hält.Für den geplanten Baumarkt würde Boden durch die notwendige Versiegelung unwiederbringlich für land- und forstwirtschaftliche Nutzung verloren gehen. Nach Ansicht Mindens ein Verstoß gegen die Grundsätze des Baugesetzbuches. Aber was macht die Stadt Minden mit dem geplanten Regioport-Gelände? Hier sollen bis zu 23 Hektar, zur Zeit als landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftetes Gelände, versiegelt werden. Und das als Kommune, die im Rahmen der „Allianz der Flächen“ aktiv ist.Minden fordert außerdem, dass Porta die anliegenden südlichen Mindener Wohngebiete vor dem zu erwartenden Verkehr schützt. Aber wer schützt die Bückeburger vor dem Lkw-Verkehr vom Regioport durch die Gemeinden Cammer, Meinsen, Warber und Geldorf? Und mit Hinweisen auf das Nadelöhr B482 Porta Westfalica kommen aus der Mindener Politik lediglich Aussagen wie „Der Verkehr sucht sich schon seinen Weg“.Die Stadt Porta Westfalica plant einen circa 20 Meter hohen Werbepylon, was nach Mindener Einschätzung die angrenzenden Wohngebiete sowie das Landschaftsbild beeinträchtig, obwohl der Abstand zur Mindener Wohnbebauung zwischen 350 und 500 Meter beträgt und diese zum Teil durch den Wall der B65 und Gehölze geschützt ist.Auf dem Regioport und dem hafenaffinen Gelände sind hohe Lichtmasten geplant, die eine durchgehende nächtliche Ausleuchtung gewährleisten sollen. Die angrenzende Cammer Wohnbebauung ist von der Mitte des geplanten Geländes aber nur circa 300 Meter entfernt.Das, was Minden an der Portaner Planung bemängelt, entspricht genau den Punkten, die beim Regioport im Rahmen der öffentlichen Beteiligung von den Anwohnern angemahnt wurde. Hierzu kam jedoch von Mindener Seite nach deren Abwägung als Antwort entweder „abgelehnt „oder „Zur Kenntnis genommen“.Für mich ist dieses unverständlich, warum wird beim Regioport erlaubt, was in Porta kritisiert und mit einer drohenden Klage kommentiert wird?Sylvia Schulze, Bückeburg