Seite 4 vom 13. Januar 2009: Wo Schwiers und Giesekings auf häufigsten wohnen

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Jede Region hat ihre Eigenheiten, wenn es um Namen geht. Was „gefühlt“ schon lange geahnt wurde, belegte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit modernen, d. h. elektronischen Methoden. Die Kommission für Mundart und Namenforschung hatt Telefonbucheinträge auf die Häufigkeit und Verteilung von Familiennamen hin untersucht. Die Ergebnisse der „Westfälischen Familiennamengeografie“ waren im Internetportal www.lwl.org/familiennamen-in-westfalen nachzulesen.29,4 Millionen Telefonanschlüsse gab es bundesweit, 3,1 Millionen in Westfalen-Lippe. „Als typisch westfälisch gilt der Name wenn sein Vorkommen in Westfalen mehr als 50 Prozent ausmacht“, so der LWL. Das galt zum Beispiel für den in und um Minden sehr geläufigen Namen Gieseking. Von den 341 Giesekings bundesweit lebten 181 oder 53,1 Prozent in Westfalen. Davon wiederum wohnte fast die Hälfte – 89 – in Minden, weitere 38 in Petershagen, neun in Porta Westfalica und sieben in Hille.Ganz ähnlich verhielt es sich mit dem Familiennamen Schwier. Von 520 Einträgen in ganz Deutschland stammten 272 – 52,3 Prozent – aus Westfalen. Der überwiegende Teil war im Kreis Minden-Lübbecke registriert: 199. Diese verteilten sich wie die Giesekings in gleicher Rangfolge auf Minden (94), Petershagen (62), Porta (18) und Hille (12). In beiden Fällen lag der Mühlenkreis-Anteil bei rund 38,3 Prozent. Nach ausgeprägter war der Anteil des Altkreises Minden bei den Röthemeyers mit „y“ (43,1 Prozent) und erst recht den Röthemeiers mit einfachem „i“ (50,8 Prozent). Ausgerechnet die Müllers waren dagegen im Mühlenkreis zwar absolut häufig, aber dennoch relativ selten. Von den 262.212 Müllers deutschlandweit hatten nämlich nur 721 einen Telefonanschluss im Kreis Minden-Lübbecke. Das waren gerade mal 0,275 Prozent. (lkp)