Seite 7 vom 16. Mai 2008: Absperrbaken teilen Melittastraße in zwei Hälften

veröffentlicht

20180516
20180516

Nichts ist dauerhafter als ein Provisorium. Seit zehn Jahren ist die Melittastraße in zwei Hälften geteilt – berücksichtigt man den Teil östlich der Ringstraße stadteinwärts bis zu Heidestraße auch noch, sind es sogar drei Abschnitte. Auslöser waren die Probleme an der veralteten Büstra-Anlage im Bereich der Oberstadtkreuzung, deren Ausfall immer wieder zu Verkehrsstaus und gefährlichen Situationen auf der unübersichtlichen Kreuzung führte. Die Kombination mit dem benachbarten Bahnübergang-Straße (Büstra), für den bei der Neuinstallation einer modernen Anlage Halbschranken erforderlich waren, machte die Suche nach einer Lösung noch komplizierter – und dann auch noch die Melittastraße. Dort wurden große Lkw entladen. Der Albtraum von MKB-Geschäftsführer Dietmar Schweitzer und wohl auch jedes Lokführers: Wenn auch dort die vorgeschriebenen Halbschranken installiert würden, könnten irgendwann einmal die sich schließenden Schranken einen haltenden Lkw blockieren. Wegen einer langgezogenen Kurve würde ein Lokführer das Hindernis erst spät erkennen. Ganz aktuell kam erschwerend hinzu, dass sich das Warnblinklicht am Bahnübergang gar nicht mehr steuern ließ, weil der Lokführer vor dem Bahnübergang an der Stiftsallee gezwungen war, auszusteigen und das dortige Warnsignal von Hand auszulösen. Ein Grund, nicht auch in der Melittastraße eine Halbschranke zu bauen, waren wohl die hohen Kosten von 150 000 Euro. Der sich bereits abzeichnende Rückbau des Bahnübergangs würde weit weniger aufwendig.Der Neubau der Ampel an der Oberstadtkreuzung einschließlich der Halbschranken an der Stiftsallee zog sich noch drei Jahre hin. Inzwischen gibt es gelegentlich neue Staus und Probleme. An der Melittastraße hatte es auch mal gekracht: 1972 hatte ein Lkw eine Lok entgleist. (lkp)