Seite 6 vom 14. März 1968: Ratssitzung in Hausberge stellt Weichen für Zukunft

veröffentlicht

*Auf einer Sitzung des Hausberger Stadtrates beschlossen die Ratsmitglieder vor 50 Jahren den Ausbau des städtischen Kanalnetzes. Mit dem Bau einer Kanalisation im unteren Teil des Kiekenbrinks und des Hohlen Wegs sollten die Anwohner des Kiekenbrinkwegs, des Hohlen Wegs und möglicherweise einige der Kempstraße die Möglichkeit eines Anschlusses an das Netz erhalten. Gleichzeitig sollte der Hohle Weg als Wanderweg ausgebaut werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 84 000 DM. Auch die Kanalisation im Schützengrund sollte mit ausgeschrieben werden, wie es Amtsdirektor Borschel in der Ratssitzung mitteilte. Im Zuge dieser Baumaßnahme war geplant, die Straße fertig auszubauen. Hierzu bedurfte es allerdings noch weiterer Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern. Darüber hinaus wurde in der Ratssitzung über weitere Themen entschieden. So erklärte sich der Stadtrat unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Frohwitter bereit, den dem SV Hausberge gehörenden Bergsportplatz für die Dauer von 75 Jahren zu pachten. Die Stadt hatte die Absicht, den Platz zu sanieren und für den Schul- und Vereinssport auszubauen. Allerdings stand die Entscheidung der Mitgliederversammlung des SV Hausberge noch aus.Die Ratsmitglieder wurden über den unmittelbar bevorstehenden Bau des Ambulatoriums (Kneipp-Bad) informiert. Im Hinblick auf den Ausbau des Tourismus strebte die Stadt Hausberge damals den Ankauf des Vogelparadieses an. Hier bestand die Möglichkeit der Bezuschussung durch das Land NRW. Um die weiteren Arbeiten zur Errichtung des Kneipp-Bades zu begleiten, sprach sich der Stadtrat für die Einrichtung eines Ausschusses aus. Dieser sollte den Fremdenverkehrs-Ausschuss in seiner Arbeit entlasten. Ebenfalls in dieser Ratssitzung wurde entschieden, die Weserbrücke mit einer neuen Beleuchtung auszustatten. (spt)