Zur sechsten Nordhemmer Wies'n kamen 700 feierlustige Gäste Michael Grundmeier Hille-Nordhemmern (mig). Eine Wies'n mitten im Sommer? In Nordhemmern? Zum nunmehr sechsten Mal hat der TVG Nordhemmern das bayerische Volksfest um einige Monate nach vorne verlegt – nämlich in seine Sportwerbewoche. Eine Maß Bier trinken, ein Dirndl tragen oder eine zünftige Lederhose – keine Frage, die Münchner Wies'n ist ein erfolgreiches Exportprodukt. Auch für Ostwestfalen. Sportvereinsvorsitzender Paul Neumann erklärt das so: „Wir wollten uns von den anderen Sportvereinen und ihren Festen abheben. Als wir damit angefangen haben, gab es das nur noch in Minden“. Ein Versuchsballon also, der tatsächlich richtig abhob. Von Beginn an war die Veranstaltung gut besucht, „wir hatten schon über 1000 Gäste bei uns“. Das Bayerische komme in Nordhemmern und überhaupt in der Region eben hervorragende an, meint Neumann. Dabei verursacht die Veranstaltung ziemlich viel Arbeit, wissen Paul Neumann und sein Vize Stefan Möhle. Zwei Wochen schuftet ein „harter Kern“, um das Zelt und alles andere auf den bayerischen Abend vorzubereiten. Mit den Besucherzahlen ist die TVG Nordhemmern durchaus zufrieden. Zwar waren diesmal nicht ganz so viele Gäste da wie beim letzten Mal, das führt Neumann aber auf das Wetter zurück. „Es war eben sehr heiß“. Immerhin sind rund 700 feierlustige Männer und Frauen gekommen. „Von den Eintrittskarten sind bereits 500 im Vorverkauf weggegangen, eine tolle Zahl“, sagt Neumann. Dass in diesem Jahr nicht die Band „Bayernmän“, sondern die „Rebellen“ spielten, erklärt Neumann so: „Wir waren mit 'Bayernmän' äußerst zufrieden, wollten aber mal etwas Abwechslung reinbringen“. Eines lässt sich auf jedem Fall sagen: die neue Band sorgte von Beginn an für viel Schwung und Stimmung. Das Gesangsduo Stefan und Sandra machten richtig Dampf, Alex sorgte für den richtigen Takt. Von aktuellen Popsongs über Deutschrock bis hin zu Volksmusikklassikern – die Musiker glänzten mit einem Riesenrepertoire. Oldies, Charts, grooviger Pop, Schmusesongs, kein Genre, das an diesem Abend nicht zumindest angespielt wurde. Von „Sweet Carolina“ über „Eviva Espania“ bis hin zu „I'm walking“ von Fats Domino reichte die musikalische Palette. Dazu kam eine energiegeladene Bühnenshow, die den Musikern den Schweiß auf die Stirn trieb. Mal flitzte Sänger Stefan durch die Reihen, um die Fans zum Mitsingen zu animieren, mal sprangen die Gitarristen auf die Lautsprecher. „Die Band ist einfach großartig. Klasse, was die hier machen“, meinte Stefanie Bornemann, die die Nordhemmer Wies'n zum ersten Mal besuchte, stellvertretend für das restliche Partyvolk. Die Veranstaltung fand sie „großartig“, auch die Idee, die Wiesn ein paar Monate vorzuziehen, sei „genial“: „Im Oktober kann es im Dirndl ganz schön kalt werden“. Doch an so einem Sommerabend sei die bayerische Tracht genau richtig: „Da kommt Luft durch, viel besser als Jeans“. Das sah Jan, der Begleiter von Stefanie, ähnlich. „Nur die Lederhose ist ein bisschen warm.“ Die Wies'n im Sommer fand er super: „Wir zeigen den Münchnern jetzt, wie es gemacht wird, die können sich von uns noch was abgucken“. Und tatsächlich: besser als in Nordhemmer können die Münchner auch nicht feiern. Schon um zehn Uhr war die Stimmung auf dem Siedepunkt – fast alle schunkelten, klatschten mit. Als die Band das bekannte „Prosit“ anstimmte, kannte der Jubel eine Grenzen mehr. Die Jüngeren stellten sich auf Bänke und Tische und alle, alle sangen im Chor: „Ein Prosit, ein Prooosit der Gemüt-lich- keit“.

Zur sechsten Nordhemmer Wies'n kamen 700 feierlustige Gäste

Auch in Nordhemmern lässt sich hervorragend wie in Bayern feiern: Schon am frühen Abend sangen und schunkelten die Wies'n-Gäste. © Michael Grundmeier

Hille-Nordhemmern (mig). Eine Wies'n mitten im Sommer? In Nordhemmern? Zum nunmehr sechsten Mal hat der TVG Nordhemmern das bayerische Volksfest um einige Monate nach vorne verlegt – nämlich in seine Sportwerbewoche.

Eine Maß Bier trinken, ein Dirndl tragen oder eine zünftige Lederhose – keine Frage, die Münchner Wies'n ist ein erfolgreiches Exportprodukt. Auch für Ostwestfalen. Sportvereinsvorsitzender Paul Neumann erklärt das so: „Wir wollten uns von den anderen Sportvereinen und ihren Festen abheben. Als wir damit angefangen haben, gab es das nur noch in Minden“. Ein Versuchsballon also, der tatsächlich richtig abhob. Von Beginn an war die Veranstaltung gut besucht, „wir hatten schon über 1000 Gäste bei uns“. Das Bayerische komme in Nordhemmern und überhaupt in der Region eben hervorragende an, meint Neumann.

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Dabei verursacht die Veranstaltung ziemlich viel Arbeit, wissen Paul Neumann und sein Vize Stefan Möhle. Zwei Wochen schuftet ein „harter Kern“, um das Zelt und alles andere auf den bayerischen Abend vorzubereiten.

Mit den Besucherzahlen ist die TVG Nordhemmern durchaus zufrieden. Zwar waren diesmal nicht ganz so viele Gäste da wie beim letzten Mal, das führt Neumann aber auf das Wetter zurück. „Es war eben sehr heiß“. Immerhin sind rund 700 feierlustige Männer und Frauen gekommen. „Von den Eintrittskarten sind bereits 500 im Vorverkauf weggegangen, eine tolle Zahl“, sagt Neumann. Dass in diesem Jahr nicht die Band „Bayernmän“, sondern die „Rebellen“ spielten, erklärt Neumann so: „Wir waren mit 'Bayernmän' äußerst zufrieden, wollten aber mal etwas Abwechslung reinbringen“.

Schickes Dirndl angezogen und ab ins Zelt: Die jungen Frauen hatten sichtlich Spaß. Fotos: M. Grundmeier - © Michael Grundmeier
Schickes Dirndl angezogen und ab ins Zelt: Die jungen Frauen hatten sichtlich Spaß. Fotos: M. Grundmeier - © Michael Grundmeier

Eines lässt sich auf jedem Fall sagen: die neue Band sorgte von Beginn an für viel Schwung und Stimmung. Das Gesangsduo Stefan und Sandra machten richtig Dampf, Alex sorgte für den richtigen Takt. Von aktuellen Popsongs über Deutschrock bis hin zu Volksmusikklassikern – die Musiker glänzten mit einem Riesenrepertoire. Oldies, Charts, grooviger Pop, Schmusesongs, kein Genre, das an diesem Abend nicht zumindest angespielt wurde. Von „Sweet Carolina“ über „Eviva Espania“ bis hin zu „I'm walking“ von Fats Domino reichte die musikalische Palette. Dazu kam eine energiegeladene Bühnenshow, die den Musikern den Schweiß auf die Stirn trieb. Mal flitzte Sänger Stefan durch die Reihen, um die Fans zum Mitsingen zu animieren, mal sprangen die Gitarristen auf die Lautsprecher. „Die Band ist einfach großartig. Klasse, was die hier machen“, meinte Stefanie Bornemann, die die Nordhemmer Wies'n zum ersten Mal besuchte, stellvertretend für das restliche Partyvolk.

Die Veranstaltung fand sie „großartig“, auch die Idee, die Wiesn ein paar Monate vorzuziehen, sei „genial“: „Im Oktober kann es im Dirndl ganz schön kalt werden“. Doch an so einem Sommerabend sei die bayerische Tracht genau richtig: „Da kommt Luft durch, viel besser als Jeans“. Das sah Jan, der Begleiter von Stefanie, ähnlich. „Nur die Lederhose ist ein bisschen warm.“ Die Wies'n im Sommer fand er super: „Wir zeigen den Münchnern jetzt, wie es gemacht wird, die können sich von uns noch was abgucken“. Und tatsächlich: besser als in Nordhemmer können die Münchner auch nicht feiern. Schon um zehn Uhr war die Stimmung auf dem Siedepunkt – fast alle schunkelten, klatschten mit.

Als die Band das bekannte „Prosit“ anstimmte, kannte der Jubel eine Grenzen mehr. Die Jüngeren stellten sich auf Bänke und Tische und alle, alle sangen im Chor: „Ein Prosit, ein Prooosit der Gemüt-lich- keit“.

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