Wo bitte gehts zum Stellplatz? Nur wenige Touristen nutzen die Wohnmobil-Stellplätze in Hille / Beschilderung fehlt Von Martina Vogt Hille (mt). Die Wohnmobil-Stellplätze in Hille sind zu Beginn dieses Jahres erneuert worden. Doch kein Schild führt den Wohnmobilisten zum gewünschten Ziel. "Seitdem die Wohnmobil-Stellplätze in diesem Frühjahr erneuert wurden, hoffte die Gemeinde auf mehr Touristen im Ort", sagt ein Anwohner auf MT-Nachfrage. Bisher hat sich dieser Wunsch nicht erfüllt, sagt der Tankstellenwart der örtlichen Tankstelle: "Auf dem Platz ist nicht viel los. Gäste verlaufen sich zwei- bis dreimal im Monat dorthin."Die Gemeinde Hille investierte 10000 Euro in den Bau der acht Parkbuchten, hinzu kamen acht Stromanschlüsse, Wasserver- und Abwasserentsorgungsstellen. Gebühren müssen die Wohnmobilisten dafür keine zahlen, lediglich für Strom und Wassernutzung ein paar Münzen einwerfen.Der Sachbereichsleiter der Gemeinde Hille, Dietrich Nobbe, verteidigt das Projekt "Stellplätze": "Durch die Schaffung der Parkbuchten kommen Touristen in unseren Ort, die in den Lokalen essen und trinken, die Geld im Ort lassen." Viel liefe über Mundpropaganda. "Durch Werbung werden immer mehr Fremde auf unsere Region und auf die Parkmöglichkeiten aufmerksam", so Nobbe.Auf Hilles Parkbuchten würden bei Weitem nicht alle Wohnmobil-Reisende aufmerksam, hält Tanja Bruns vom nahen Imbiss entgegen. Die Wohnmobilisten verirrten sich häufig in den Imbiss und fragten, wo es denn zu den Parkbuchten gehe. "Von Werbung kann hier nicht die Rede sein. In und um Hille ist kein einziges Hinweisschild angebracht", fährt Bruns fort.Die Stellplätze müssten erst bekannt gemacht werden. "Viele Touristen fahren an den Stellplätzen vorbei, weiter nach Frotheim. Da gibt es einen ausgeschilderten Campingplatz", sagt Tanja Bruns.Die Menschen im Ort sollen laut Nobbe von den Stellplätzen profitieren, denn die Touristen kämen mit knurrendem Magen und trockenen Kehlen. Somit hätten die ortsansässigen Geschäfte davon einen Mehrwert.Aber die Bäckereiverkäuferin und der Tankwart sehen kaum Fremde im Ort. Beide sind sich einig: "Man kann bestimmt nicht von den Einnahmen leben."10000 Euro sind in die Schaffung der Parkbuchten geflossen. Über Hinweisschilder ist noch nichts bekannt.

Wo bitte gehts zum Stellplatz?

Hille (mt). Die Wohnmobil-Stellplätze in Hille sind zu Beginn dieses Jahres erneuert worden. Doch kein Schild führt den Wohnmobilisten zum gewünschten Ziel.

Gähnende Leere auf den Wohnmobil-Stellplätzen am Hiller Marktplatz. Die Gemeinde möchte mit den Stellplätzen ein touristisches Angebot für Wohnmobilnutzer liefern. - © MT-Foto: Martina Vogt
Gähnende Leere auf den Wohnmobil-Stellplätzen am Hiller Marktplatz. Die Gemeinde möchte mit den Stellplätzen ein touristisches Angebot für Wohnmobilnutzer liefern. - © MT-Foto: Martina Vogt

"Seitdem die Wohnmobil-Stellplätze in diesem Frühjahr erneuert wurden, hoffte die Gemeinde auf mehr Touristen im Ort", sagt ein Anwohner auf MT-Nachfrage. Bisher hat sich dieser Wunsch nicht erfüllt, sagt der Tankstellenwart der örtlichen Tankstelle: "Auf dem Platz ist nicht viel los. Gäste verlaufen sich zwei- bis dreimal im Monat dorthin."

Die Gemeinde Hille investierte 10000 Euro in den Bau der acht Parkbuchten, hinzu kamen acht Stromanschlüsse, Wasserver- und Abwasserentsorgungsstellen. Gebühren müssen die Wohnmobilisten dafür keine zahlen, lediglich für Strom und Wassernutzung ein paar Münzen einwerfen.

Der Sachbereichsleiter der Gemeinde Hille, Dietrich Nobbe, verteidigt das Projekt "Stellplätze": "Durch die Schaffung der Parkbuchten kommen Touristen in unseren Ort, die in den Lokalen essen und trinken, die Geld im Ort lassen." Viel liefe über Mundpropaganda. "Durch Werbung werden immer mehr Fremde auf unsere Region und auf die Parkmöglichkeiten aufmerksam", so Nobbe.

Auf Hilles Parkbuchten würden bei Weitem nicht alle Wohnmobil-Reisende aufmerksam, hält Tanja Bruns vom nahen Imbiss entgegen. Die Wohnmobilisten verirrten sich häufig in den Imbiss und fragten, wo es denn zu den Parkbuchten gehe. "Von Werbung kann hier nicht die Rede sein. In und um Hille ist kein einziges Hinweisschild angebracht", fährt Bruns fort.

Die Stellplätze müssten erst bekannt gemacht werden. "Viele Touristen fahren an den Stellplätzen vorbei, weiter nach Frotheim. Da gibt es einen ausgeschilderten Campingplatz", sagt Tanja Bruns.

Die Menschen im Ort sollen laut Nobbe von den Stellplätzen profitieren, denn die Touristen kämen mit knurrendem Magen und trockenen Kehlen. Somit hätten die ortsansässigen Geschäfte davon einen Mehrwert.

Aber die Bäckereiverkäuferin und der Tankwart sehen kaum Fremde im Ort. Beide sind sich einig: "Man kann bestimmt nicht von den Einnahmen leben."

10000 Euro sind in die Schaffung der Parkbuchten geflossen. Über Hinweisschilder ist noch nichts bekannt.

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