Weniger Sorge bei Trockenheit: Neuer Wasserhochbehälter in Bergkirchen in Betrieb Carsten Korfesmeyer Hille/Bergkirchen. Die vier Bürgermeister gehen am Mittwochvormittag alle auf das Thema Trinkwasserknappheit ein. Dabei sind die drohenden Engpässe mit der Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters zumindest einigermaßen vom Tisch. „Trotzdem ist Wasser ein knappes Gut“, sagt Michael Schweiß (Unabhängig) vor dem großen Bauwerk in Bergkirchen. Der Hiller Verwaltungschef ist mit seinen Amtskollegen Bernd Poggemöller (SPD, Löhne), Lars Bökenkröger (CDU, Bad Oeynhausen) und Michael Kasche (CDU, Hüllhorst) vor Ort, um das rund 3,8 Millionen Euro teure Bauwerk des Wasserbeschaffungsverbands Am Wiehen (WBV) offiziell zu eröffnen. Nur knapp ein Jahr dauerte die Bauzeit, die ersten Überlegungen und Planungen stammen von 2017. „Ein Rekord“, sagt Poggemöller, der zugleich Vorsitzender des WBV ist. Er geht unter anderem auf die heißen Sommer der vergangenen Jahre ein, wo es mit der Trinkwasserversorgung an manchen Tagen recht knapp geworden sei. Momente, in denen es eng werden könnte, schließt er zwar für die Zukunft nicht grundsätzlich aus. „Aber wir halten jetzt länger durch“, sagt er. Durch den neuen Hochbehälter habe man zwar grundsätzlich nicht mehr Wasser zur Verfügung, insgesamt gesehen verbessere sich aber die Versorgungssicherheit. Das neue Bauwerk sei kein Wundermittel, doch er könne Spitzenverbräuche im Sommer deutlich abfedern. Der neue Behälter besteht aus zwei Kammern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5.000 Kubikmetern. Eine davon wird aktuell befüllt und sobald der Hygienetest bestanden ist, kann das Trinkwasser an die Haushalte gehen. Das neue Gebäude ist eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Behältern mit 1.250 und 6.000 Kubikmetern. Alle werden als sogenannte Gegenbehälter betrieben. Das bedeutet, dass die Versorgung der angeschlossenen Haushalte vom Wasserwerk in Südhemmern erfolgt. Das überschüssige Wasser wird in den Hochbehältern gespeichert und bei Bedarf zu Spitzenzeiten ins Netz abgegeben. Nachts, wenn der Wasserverbrauch niedrig ist, füllen sich diese dann wieder auf. Hilles Bürgermeister spricht bei der Eröffnung von einem „wichtigen Baustein im Hinblick auf die Nachhaltigkeit“. Wie seine Kollegen appelliert Schweiß an die Bürger, auch in Zukunft nicht mehr Trinkwasser wie nötig zu verbrauchen. Am Rande der Veranstaltung wird auch der neue Brunnen in Südhemmern erwähnt, der nach den Sommerferien gebohrt wird.

Weniger Sorge bei Trockenheit: Neuer Wasserhochbehälter in Bergkirchen in Betrieb

Michael Kasche (von links), Bernd Poggemöller, Lars Bökenkröger und Michael Schweiß freuen sich über die Einweihung des Hochbehälter. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille/Bergkirchen. Die vier Bürgermeister gehen am Mittwochvormittag alle auf das Thema Trinkwasserknappheit ein. Dabei sind die drohenden Engpässe mit der Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters zumindest einigermaßen vom Tisch. „Trotzdem ist Wasser ein knappes Gut“, sagt Michael Schweiß (Unabhängig) vor dem großen Bauwerk in Bergkirchen. Der Hiller Verwaltungschef ist mit seinen Amtskollegen Bernd Poggemöller (SPD, Löhne), Lars Bökenkröger (CDU, Bad Oeynhausen) und Michael Kasche (CDU, Hüllhorst) vor Ort, um das rund 3,8 Millionen Euro teure Bauwerk des Wasserbeschaffungsverbands Am Wiehen (WBV) offiziell zu eröffnen.

Nur knapp ein Jahr dauerte die Bauzeit, die ersten Überlegungen und Planungen stammen von 2017. „Ein Rekord“, sagt Poggemöller, der zugleich Vorsitzender des WBV ist. Er geht unter anderem auf die heißen Sommer der vergangenen Jahre ein, wo es mit der Trinkwasserversorgung an manchen Tagen recht knapp geworden sei. Momente, in denen es eng werden könnte, schließt er zwar für die Zukunft nicht grundsätzlich aus. „Aber wir halten jetzt länger durch“, sagt er. Durch den neuen Hochbehälter habe man zwar grundsätzlich nicht mehr Wasser zur Verfügung, insgesamt gesehen verbessere sich aber die Versorgungssicherheit. Das neue Bauwerk sei kein Wundermittel, doch er könne Spitzenverbräuche im Sommer deutlich abfedern.

Der neue Behälter besteht aus zwei Kammern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5.000 Kubikmetern. Eine davon wird aktuell befüllt und sobald der Hygienetest bestanden ist, kann das Trinkwasser an die Haushalte gehen. Das neue Gebäude ist eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Behältern mit 1.250 und 6.000 Kubikmetern. Alle werden als sogenannte Gegenbehälter betrieben. Das bedeutet, dass die Versorgung der angeschlossenen Haushalte vom Wasserwerk in Südhemmern erfolgt. Das überschüssige Wasser wird in den Hochbehältern gespeichert und bei Bedarf zu Spitzenzeiten ins Netz abgegeben. Nachts, wenn der Wasserverbrauch niedrig ist, füllen sich diese dann wieder auf.

Hilles Bürgermeister spricht bei der Eröffnung von einem „wichtigen Baustein im Hinblick auf die Nachhaltigkeit“. Wie seine Kollegen appelliert Schweiß an die Bürger, auch in Zukunft nicht mehr Trinkwasser wie nötig zu verbrauchen. Am Rande der Veranstaltung wird auch der neue Brunnen in Südhemmern erwähnt, der nach den Sommerferien gebohrt wird.

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