Weg mit den Bordsteinen? Das könnte sich an der Mindener Straße ändern Carsten Korfesmeyer Hille. Es ist nur eine Idee, die jetzt möglicherweise noch weiter diskutiert wird. Weil in dem Teilstück der Mindener Straße zwischen Dorfstraße und Brennhorster Straße ohnehin die Kanalisation saniert werden muss, könnte sich vielleicht gleichzeitig das Bild in dem Streckenabschnitt verändern. „Sind Veränderungen am Baukörper vorgesehen?“, fragt Ratsmitglied Burkhard Günther (SPD), als Sachbereichsleiter Marcus Becker im Betriebsausschuss des Straßen- und Abwasserbetriebs über den aktuellen Stand der Kanalisationsbauarbeiten informiert. Der Politiker regt an, den Bereich einladender zu gestalten. Dort befinden sich die meisten Geschäfte in Hille, die von einer Veränderung der Straße profitieren würden. „Weg mit den Gehsteigkanten“, sagt Burkhard Günther am Freitag gegenüber dem MT, als er seine Idee noch einmal ausführlicher erklärt. Aktuell habe die Straße noch den Charme der 1960er Jahre und weil die Fahrbahn im Zuge der Kanalerneuerungen sowieso aufgerissen werden muss, könnte die Gelegenheit nicht günstiger sein. Der Mehraufwand sei vergleichsweise überschaubar, erklärt Burkhard Günther weiter. „Nur wenn wir das jetzt nicht anpacken, tut sich in den nächsten 20 Jahren dort nichts.“ Der SPD-Politiker regt an, farblichen Asphalt zu nutzen, der die Bereiche Fahrbahn, Gehweg oder Parkflächen abtrennt. Beispiele dafür habe er schon in einigen Kommunen gesehen, wo das bereits umgesetzt wurde. Die Verkehrsteilnehmer hätten dabei auch optisch das Gefühl, auf einer innerörtlichen Straße unterwegs zu sein. Das habe nebenbei den positiven Effekt, dass automatisch langsamer gefahren werde. Burkhard Günther erinnert daran, dass in dem Streckenabschnitt ohnehin eine Tempo-30-Zone ist. Diese sei nach einer baulichen Umgestaltung besser erkennbar. Als ein gelungenes Beispiel für Fahrbahngestaltung nennt er den Bereich vor dem Rathaus in Hartum. Bauliche Veränderungen der Mindener Straße müssten allerdings mit dem Landesbetrieb Straßen NRW abgestimmt werden. Bürgermeister Michael Schweiß (Unabhängig) regt bereits in der Betriebsausschusssitzung an, dort den Vorschlag aus dem Gremium mitzuteilen. Was sagt Straßen NRW dazu? „Grundsätzlich kann man natürlich über alles mit uns reden“, sagt Pressesprecher Sven Johanning am Freitag gegenüber dem MT. Konkretes könne er zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich nicht sagen, allerdings werde der Landesbetrieb die Idee prüfen und mit den jeweils zuständigen Stellen diskutieren. Sicher ist Sven Johanning, dass die Gemeinde Hille dann an den Kosten beteiligt werden müsse. Denn Straßen NRW sei lediglich für den Bereich der Fahrbahn verantwortlich. Gehwege oder Parkflächen seien Sache der Kommune.

Weg mit den Bordsteinen? Das könnte sich an der Mindener Straße ändern

Im Zuge der Kanalbauarbeiten könnte sich das Bild der Mindener Straße verändern. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille. Es ist nur eine Idee, die jetzt möglicherweise noch weiter diskutiert wird. Weil in dem Teilstück der Mindener Straße zwischen Dorfstraße und Brennhorster Straße ohnehin die Kanalisation saniert werden muss, könnte sich vielleicht gleichzeitig das Bild in dem Streckenabschnitt verändern.

„Sind Veränderungen am Baukörper vorgesehen?“, fragt Ratsmitglied Burkhard Günther (SPD), als Sachbereichsleiter Marcus Becker im Betriebsausschuss des Straßen- und Abwasserbetriebs über den aktuellen Stand der Kanalisationsbauarbeiten informiert.

Der Politiker regt an, den Bereich einladender zu gestalten. Dort befinden sich die meisten Geschäfte in Hille, die von einer Veränderung der Straße profitieren würden. „Weg mit den Gehsteigkanten“, sagt Burkhard Günther am Freitag gegenüber dem MT, als er seine Idee noch einmal ausführlicher erklärt. Aktuell habe die Straße noch den Charme der 1960er Jahre und weil die Fahrbahn im Zuge der Kanalerneuerungen sowieso aufgerissen werden muss, könnte die Gelegenheit nicht günstiger sein. Der Mehraufwand sei vergleichsweise überschaubar, erklärt Burkhard Günther weiter. „Nur wenn wir das jetzt nicht anpacken, tut sich in den nächsten 20 Jahren dort nichts.“


Der SPD-Politiker regt an, farblichen Asphalt zu nutzen, der die Bereiche Fahrbahn, Gehweg oder Parkflächen abtrennt. Beispiele dafür habe er schon in einigen Kommunen gesehen, wo das bereits umgesetzt wurde. Die Verkehrsteilnehmer hätten dabei auch optisch das Gefühl, auf einer innerörtlichen Straße unterwegs zu sein. Das habe nebenbei den positiven Effekt, dass automatisch langsamer gefahren werde. Burkhard Günther erinnert daran, dass in dem Streckenabschnitt ohnehin eine Tempo-30-Zone ist. Diese sei nach einer baulichen Umgestaltung besser erkennbar. Als ein gelungenes Beispiel für Fahrbahngestaltung nennt er den Bereich vor dem Rathaus in Hartum.

Bauliche Veränderungen der Mindener Straße müssten allerdings mit dem Landesbetrieb Straßen NRW abgestimmt werden. Bürgermeister Michael Schweiß (Unabhängig) regt bereits in der Betriebsausschusssitzung an, dort den Vorschlag aus dem Gremium mitzuteilen.

Was sagt Straßen NRW dazu? „Grundsätzlich kann man natürlich über alles mit uns reden“, sagt Pressesprecher Sven Johanning am Freitag gegenüber dem MT. Konkretes könne er zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich nicht sagen, allerdings werde der Landesbetrieb die Idee prüfen und mit den jeweils zuständigen Stellen diskutieren. Sicher ist Sven Johanning, dass die Gemeinde Hille dann an den Kosten beteiligt werden müsse. Denn Straßen NRW sei lediglich für den Bereich der Fahrbahn verantwortlich. Gehwege oder Parkflächen seien Sache der Kommune.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Hille