Waffenmesse in der Wickriede? Bürger sprechen von "Schießtourismus" am Wochenende Stefanie Dullweber Hille. Was ist in der Wickriede los? Mit dieser Frage wandten sich in der vergangenen Woche gleich mehrere Bürgerinnen und Bürger an das MT. Von „Maschinengewehrsalven“, „ungewöhnlich vielen Fahrzeugen“, „Schießtourismus“ und einer „Vorführung von Waffenhändlern“ war die Rede. Betrieben wird der Schießstand „Wittloge Range“ im Hiller Norden von der Kreisjägerschaft. Deren Vorsitzender Dr. Walter Jäcker schreibt auf die Frage, ob hier eine Waffenmesse stattgefunden habe, dass es sich um „eine nichtöffentliche Fachmesse unter Beteiligung von Bundesbehörden wie Polizei, Zoll usw.“ gehandelt habe. Weitere Informationen gibt es auf MT-Anfrage nicht. In der Regel ist der Schießstand – auch unter der Woche – nahezu ausgebucht. Ein Blick in die vergangene Woche zeigt, dass der Stand von Dienstag bis Donnerstag offiziell geschlossen war. Wie das MT aus Behördenkreisen erfahren hat, soll die Veranstaltung von einer übergeordneten Behörde genehmigt worden sein. Die Besucher kamen – das zeigen die Kennzeichen – aus ganz Deutschland und aus Polen. Dass hier auch Waffenhändler vor Ort sind, zeigt eine Google-Bewertung im Internet. Da heißt es in einem Eintrag von vor drei Wochen: „Sehr schöner Schießstand. Als Waffenhändler zum Einschießen ideal, da alle benötigten Distanzen vorhanden sind.“ Um den Schießstand gibt es immer mal wieder Debatten – zuletzt im März letzten Jahres (das MT berichtete). Die Bürgerinitiative „Kein Kriegslärm in Hille“ hatte für einen Sonntagmorgen eine Versammlung angemeldet, um damit die Sportschützen zu erreichen, die hier schon früh morgens auf der Anlage trainieren. Die Anwohner fordern Schallschutz auf den Langbahnen, den Verzicht auf einen geplanten Tontaubenschießstand und die Verwendung von Schalldämpfern. Die Betroffenen störe vor allem, dass die Sportschützen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Dänemark und den Niederlanden anreisten. In Hille sei eine Geschossenergie bis zu 20.000 Joule zulässig, was äußerst selten sei.

Waffenmesse in der Wickriede? Bürger sprechen von "Schießtourismus" am Wochenende

Ein Anwohner hat diesen Auflieger fotografiert, mit dem Fahrzeuge zum Schießstand transportiert wurden. Foto: Privat © Privat

Hille. Was ist in der Wickriede los? Mit dieser Frage wandten sich in der vergangenen Woche gleich mehrere Bürgerinnen und Bürger an das MT. Von „Maschinengewehrsalven“, „ungewöhnlich vielen Fahrzeugen“, „Schießtourismus“ und einer „Vorführung von Waffenhändlern“ war die Rede.

Betrieben wird der Schießstand „Wittloge Range“ im Hiller Norden von der Kreisjägerschaft. Deren Vorsitzender Dr. Walter Jäcker schreibt auf die Frage, ob hier eine Waffenmesse stattgefunden habe, dass es sich um „eine nichtöffentliche Fachmesse unter Beteiligung von Bundesbehörden wie Polizei, Zoll usw.“ gehandelt habe. Weitere Informationen gibt es auf MT-Anfrage nicht.

In der Regel ist der Schießstand – auch unter der Woche – nahezu ausgebucht. Ein Blick in die vergangene Woche zeigt, dass der Stand von Dienstag bis Donnerstag offiziell geschlossen war. Wie das MT aus Behördenkreisen erfahren hat, soll die Veranstaltung von einer übergeordneten Behörde genehmigt worden sein. Die Besucher kamen – das zeigen die Kennzeichen – aus ganz Deutschland und aus Polen.


Dass hier auch Waffenhändler vor Ort sind, zeigt eine Google-Bewertung im Internet. Da heißt es in einem Eintrag von vor drei Wochen: „Sehr schöner Schießstand. Als Waffenhändler zum Einschießen ideal, da alle benötigten Distanzen vorhanden sind.“

Um den Schießstand gibt es immer mal wieder Debatten – zuletzt im März letzten Jahres (das MT berichtete). Die Bürgerinitiative „Kein Kriegslärm in Hille“ hatte für einen Sonntagmorgen eine Versammlung angemeldet, um damit die Sportschützen zu erreichen, die hier schon früh morgens auf der Anlage trainieren. Die Anwohner fordern Schallschutz auf den Langbahnen, den Verzicht auf einen geplanten Tontaubenschießstand und die Verwendung von Schalldämpfern. Die Betroffenen störe vor allem, dass die Sportschützen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Dänemark und den Niederlanden anreisten. In Hille sei eine Geschossenergie bis zu 20.000 Joule zulässig, was äußerst selten sei.

Auf einem Parkplatz gegenüber der „Wittloge Range“ standen Fahrzeuge aus ganz Deutschland und Polen. Foto: S. Dullweber - © sbo
Auf einem Parkplatz gegenüber der „Wittloge Range“ standen Fahrzeuge aus ganz Deutschland und Polen. Foto: S. Dullweber - © sbo
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