Vortrag über die Schwierigkeit, eine Großgemeinde Hille zu bilden Hille (mt/sbo). Über die kommunale Gebietsreform in Minden-Lübbecke und die damit verbundenen Probleme vor 50 Jahren in der Gemeinde Hille referiert David Merschjohann am Freitag, 29. Oktober, um 19 Uhr in der Alten Brennerei, Mindener Straße 71. „Das Moor hat eine Verflechtung bisher verhindert und wird sie auch in Zukunft nicht zulassen“, so steht es auszugsweise in der Niederschrift über die Sitzung des Rates der Gemeinde Unterlübbe vom 23. Januar 1970. Mit der in den 1960er/1970er Jahren durchgeführten kommunalen Gebietsreform in NRW sollte die Verwaltung durch die Reduzierung von 2.355 auf 396 Kommunen moderner und effizienter strukturiert werden. Auch im ehemaligen Landkreis Minden bildete der Gesetzgeber aus insgesamt 76 Kommunen fünf neue Städte und Gemeinden. Die Neugliederung der Gemeinde Hille war Teil des Bielefeld-Gesetzes, das zum 1. Januar 1973 in Kraft trat. Im Vortrag wird zum einen nach den allgemeinen Gründen und Ursachen der Reform gefragt. Zum anderen soll beleuchtet werden, wie die amtsangehörigen Gemeinden der Ämter Hartum und Dützen die Neugliederungsvorschläge aus Düsseldorf aufnahmen: waren sie hiermit einverstanden, war die Bastauniederung ein triftiger Grund zur Bildung einer Gemeinde ‚Am Wiehen‘ oder kam es seitens der Akteure vor Ort gar zu Protest oder Widerstand? In der anschließenden Diskussion ist angedacht, dass das die Zuhörer ihre Erinnerungen zur Reform beitragen können. Dabei soll ebenfalls nach Auswirkungen der Reform für die Gemeinde Hille gefragt werden – hat etwa das Moor eine Verflechtung der Ortschaften bis heute nicht zugelassen? Die Veranstaltung wird vom Heimat- und Gartenbauverein Hille organisiert. Der Eintritt ist frei. Es gelten die 3G-Regeln. Um Anmeldung per E-Mail unter info@AlteBrennereiHille.de wird gebeten. David Merschjohann wurde 1990 in Paderborn geboren und hat Deutsch und Geschichte an der Universität Paderborn studiert. Am 30. Mai 2019 erschien im Mindener Tageblatt über seine Recherche der Artikel „Eine Doktorarbeit beleuchtet die Machtkämpfe in Hille zur Gebietsreform“. Inzwischen hat er seine Dissertation am Historischen Institut der Universität Paderborn zum Thema „Die kommunale Gebietsreform in NRW (1966-1975) unter besonderer Berücksichtigung des ländlichen Raumes – die Region Ostwestfalen-Lippe“ eingereicht. Seit Mai 2021 arbeitet David Merschjohann als Staatsarchivreferendar beim Landesarchiv Nordrhein-Westfalen.

Vortrag über die Schwierigkeit, eine Großgemeinde Hille zu bilden

David Merschjohann ist beim Heimatverein Hille zu Gast und spricht über die Gebietsreform.
Foto: privat
© JAMFUN

Hille (mt/sbo). Über die kommunale Gebietsreform in Minden-Lübbecke und die damit verbundenen Probleme vor 50 Jahren in der Gemeinde Hille referiert David Merschjohann am Freitag, 29. Oktober, um 19 Uhr in der Alten Brennerei, Mindener Straße 71.

„Das Moor hat eine Verflechtung bisher verhindert und wird sie auch in Zukunft nicht zulassen“, so steht es auszugsweise in der Niederschrift über die Sitzung des Rates der Gemeinde Unterlübbe vom 23. Januar 1970.

Mit der in den 1960er/1970er Jahren durchgeführten kommunalen Gebietsreform in NRW sollte die Verwaltung durch die Reduzierung von 2.355 auf 396 Kommunen moderner und effizienter strukturiert werden. Auch im ehemaligen Landkreis Minden bildete der Gesetzgeber aus insgesamt 76 Kommunen fünf neue Städte und Gemeinden. Die Neugliederung der Gemeinde Hille war Teil des Bielefeld-Gesetzes, das zum 1. Januar 1973 in Kraft trat.

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Patrick Schwemmling

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Im Vortrag wird zum einen nach den allgemeinen Gründen und Ursachen der Reform gefragt. Zum anderen soll beleuchtet werden, wie die amtsangehörigen Gemeinden der Ämter Hartum und Dützen die Neugliederungsvorschläge aus Düsseldorf aufnahmen: waren sie hiermit einverstanden, war die Bastauniederung ein triftiger Grund zur Bildung einer Gemeinde ‚Am Wiehen‘ oder kam es seitens der Akteure vor Ort gar zu Protest oder Widerstand?

In der anschließenden Diskussion ist angedacht, dass das die Zuhörer ihre Erinnerungen zur Reform beitragen können. Dabei soll ebenfalls nach Auswirkungen der Reform für die Gemeinde Hille gefragt werden – hat etwa das Moor eine Verflechtung der Ortschaften bis heute nicht zugelassen?

Die Veranstaltung wird vom Heimat- und Gartenbauverein Hille organisiert. Der Eintritt ist frei. Es gelten die 3G-Regeln. Um Anmeldung per E-Mail unter info@AlteBrennereiHille.de wird gebeten.

David Merschjohann wurde 1990 in Paderborn geboren und hat Deutsch und Geschichte an der Universität Paderborn studiert. Am 30. Mai 2019 erschien im Mindener Tageblatt über seine Recherche der Artikel „Eine Doktorarbeit beleuchtet die Machtkämpfe in Hille zur Gebietsreform“.

Inzwischen hat er seine Dissertation am Historischen Institut der Universität Paderborn zum Thema „Die kommunale Gebietsreform in NRW (1966-1975) unter besonderer Berücksichtigung des ländlichen Raumes – die Region Ostwestfalen-Lippe“ eingereicht.

Seit Mai 2021 arbeitet David Merschjohann als Staatsarchivreferendar beim Landesarchiv Nordrhein-Westfalen.

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