Viele Zuzüge: Darum leben die Menschen gerne in der Gemeinde Hille Malina Reckordt,Stefanie Dullweber Hille. In Hille zu leben, scheint beliebt zu sein. Nicht nur viele Menschen wollen sich hier sesshaft werden, auch für Gewerbetreibende und ihre Unternehmen ist der Standort interessant. Ein Grund dürfte sein, dass die Kommune im Zentrum des Mühlenkreises liegt. Das hat unter anderem dazu geführt, dass Hille beispielsweise als Standort für das Feuerwehrtechnische Zentrum inklusive Kreisleitstelle ausgewählt wurde. Das Gebäude entsteht an der Hiller Straße (das MT berichtete). Auch bei der Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit für das Impfzentrum des Kreises ist die Wahl auf die Gemeinde gefallen. Die Sporthalle in Unterlübbe ist für alle Mühlenkreisbewohner gut erreichbar. Wer in Hille aktuell einen Bauplatz sucht, muss viel Glück oder gute Beziehungen haben, denn die Nachfrage ist so groß, dass die zuletzt verkauften Grundstücke „In der Loge" von der Sparkasse in einem umstrittenen Bieterverfahren teuer verkauft werden konnten. Auch Gewerbeflächen sind rar. Das zeigt die Nachfrage für das neue Gewerbegebiet „Am Gleisbogen". Für die Grundstücke gibt es wesentlich mehr Interessenten als zu veräußernde Fläche. Die Beliebtheit der Gemeinde Hille schlägt sich auch in den Bevölkerungszahlen nieder. Im vergangenen Jahr haben sich insgesamt 687 Menschen dafür entschieden, in die Gemeinde Hille zu ziehen und 605 Menschen haben die Kommune verlassen – was ein Plus von 82 Bürgern ergibt. Besonders viele Zuzüge verbuchte der Ortsteil Hille (185) und das ist auch die Ortschaft mit dem größten Überschuss (+48), denn nur 137 Menschen sind von hier weggezogen. Insgesamt sechs der neun Ortsteile verzeichnen mehr Zuzüge als Wegzüge. So weisen neben Hille auch Holzhausen II (+18), Hartum (+15), Eickhorst (+12), Nordhemmern (+11) und Oberlübbe (+4) Gewinne auf. Das Gegenteil ist in Rothenuffeln (-10), Oberlübbe (-9) und Südhemmern (-7) der Fall, denn aus diesen Ortschaften sind mehr Menschen weg- als zugezogen. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r

Viele Zuzüge: Darum leben die Menschen gerne in der Gemeinde Hille

Ende November letzten Jahres waren alle 16 Grundstücke im Hiller Baugebiet „In der Loge“ veräußert. Die meisten Bauherren haben mit der Errichtung ihrer neuen Häuser begonnen. MT-Foto: Stefanie Dullweber © sbo

Hille. In Hille zu leben, scheint beliebt zu sein. Nicht nur viele Menschen wollen sich hier sesshaft werden, auch für Gewerbetreibende und ihre Unternehmen ist der Standort interessant. Ein Grund dürfte sein, dass die Kommune im Zentrum des Mühlenkreises liegt. Das hat unter anderem dazu geführt, dass Hille beispielsweise als Standort für das Feuerwehrtechnische Zentrum inklusive Kreisleitstelle ausgewählt wurde. Das Gebäude entsteht an der Hiller Straße (das MT berichtete). Auch bei der Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit für das Impfzentrum des Kreises ist die Wahl auf die Gemeinde gefallen. Die Sporthalle in Unterlübbe ist für alle Mühlenkreisbewohner gut erreichbar.

Wer in Hille aktuell einen Bauplatz sucht, muss viel Glück oder gute Beziehungen haben, denn die Nachfrage ist so groß, dass die zuletzt verkauften Grundstücke „In der Loge" von der Sparkasse in einem umstrittenen Bieterverfahren teuer verkauft werden konnten. Auch Gewerbeflächen sind rar. Das zeigt die Nachfrage für das neue Gewerbegebiet „Am Gleisbogen". Für die Grundstücke gibt es wesentlich mehr Interessenten als zu veräußernde Fläche. Die Beliebtheit der Gemeinde Hille schlägt sich auch in den Bevölkerungszahlen nieder.

Im vergangenen Jahr haben sich insgesamt 687 Menschen dafür entschieden, in die Gemeinde Hille zu ziehen und 605 Menschen haben die Kommune verlassen – was ein Plus von 82 Bürgern ergibt. Besonders viele Zuzüge verbuchte der Ortsteil Hille (185) und das ist auch die Ortschaft mit dem größten Überschuss (+48), denn nur 137 Menschen sind von hier weggezogen. Insgesamt sechs der neun Ortsteile verzeichnen mehr Zuzüge als Wegzüge. So weisen neben Hille auch Holzhausen II (+18), Hartum (+15), Eickhorst (+12), Nordhemmern (+11) und Oberlübbe (+4) Gewinne auf. Das Gegenteil ist in Rothenuffeln (-10), Oberlübbe (-9) und Südhemmern (-7) der Fall, denn aus diesen Ortschaften sind mehr Menschen weg- als zugezogen.

Malina Reckordt

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Dass besonders der Ortsteil Hille viele Zuzüge verzeichnet, wundert den Ortsvorsteher Hermann Buhrmester nicht: „Wir sind hier strukturell sehr gut aufgestellt." Ein Anziehungspunkt – insbesondere für Familien mit Kindern – sei laut Buhrmester die Verbundschule mit ihren mehr als 1.000 Schülerinnen und Schülern. Darüber hinaus gibt es eine Grundschule und zwei Kindergärten. „Für Familien ist das sicherlich ein entscheidender Faktor bei der Wohnortwahl", sagt Hermann Buhrmester im MT-Gespräch. Was Familien ebenfalls anlockt, sind die neuen Baugebiete, die in Hille entstehen. „Den zusätzlichen Wohnraum brauchen wir hier auch dringend", meint Buhrmester. Laut dem Ortsvorsteher gebe es in Hille kaum Leerstände und Mietwohnungen seien in der Regel auch nur kurz auf dem Markt.

Ohne die vielen Zuzüge wäre die Einwohnerzahl in Hille im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht gestiegen, sondern gesunken, denn es sterben mehr Menschen, als geboren werden. In den vergangenen beiden Jahren lag der Unterschied bei rund 50. So ist die Gesamtbevölkerung zum Stichtag 31. Dezember 2020 leicht auf 15.587 gestiegen.

Bei der Bevölkerungsprognose vom Statistischen Landesbetrieb IT.NRW schneidet Hille im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreisgebiet gut ab. Bis zum Jahr 2040 soll die Einwohnerzahl laut Prognose nämlich nur um 4 Prozent sinken. In anderen Kommunen liegen die Werte mehr als doppelt so hoch. So soll in Petershagen die Bevölkerung um 10,6 Prozent schrumpfen, in Rahden um 12 Prozent und Stemwede sogar um 17,9 Prozent. Die einzige Kommune im Kreis, in der die Bevölkerung wachsen soll, ist Espelkamp mit geschätzten 2,4 Prozent.

Beim zukünftigen Alter der Bevölkerung sticht Hille ebenfalls heraus, denn bis 2040 soll die Gruppe der über 65-Jährigen um 75 Prozent wachsen. Zum Vergleich: In Porta Westfalica sind es 43 Prozent, in Petershagen 45 Prozent und in Minden 24 Prozent. Dafür soll in Hille die Gruppe der unter 19-Jährigen um 18 Prozent und die der 19- bis 65-Jährigen um 28 Prozent abnehmen, ähnlich verhält es sich in Petershagen. In Minden und Porta Westfalica sollen beide Altersgruppen nicht so extrem schrumpfen.

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