Unfallfotos in WhatsApp-Gruppe verbreitet: Polizei ermittelt gegen 34-jährigen Hiller Stefanie Dullweber Hille. Von dem schweren Verkehrsunfall am vergangenen Freitag in Hille, bei dem ein Auto und ein Müllwagen kollidiert waren, sind Fotos in einer WhatsApp-Gruppe aufgetaucht. Die Bilder zeigen das eingeklemmte Unfallopfer. Die Polizei ermittelt gegen einen 34-Jährigen, der die Aufnahmen gemacht und verbreitet haben soll. Auf der Brennhorster Straße hatte es am 19. November gegen 11 Uhr in einer Kurve einen Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Müllwagen gegeben. Dabei wurde der 20-jährige Autofahrer aus Diepenau schwer verletzt. Der 48-jährige Lastwagenfahrer erlitt leichtere Verletzungen. Aus den Reihen der Feuerwehr hatte die Polizei im Nachgang erfahren, dass vor dem Eintreffen der Rettungskräfte offenbar jemand Bilder von dem im Auto eingeklemmten Unfallopfer gemacht und diese in eine WhatsApp-Gruppe gestellt hatte. Wie Polizei-Pressesprecher Ralf Steinmeyer bestätigt, laufen Ermittlungen gegen einen 34-jährigen Mann aus Hille wegen der „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahme“. Dieser Vorwurf findet sich in Paragraf 201a des Strafgesetzbuches wieder. Demnach droht demjenigen eine bis zu zweijährige Freiheits- oder Geldstrafe, der „eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt“. Der Beschuldigte sei von der Polizei zu einer Vernehmung vorgeladen worden, so Steinmeyer weiter. Im übrigen weist der Polizeisprecher darauf hin, dass das Unfallopfer nach wie vor mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus liegt.Auch Feuerwehr-Pressesprecher Luis Rothe betont, dass die Feuerwehr ein solches Verhalten ins keinster Weise dulde. Von daher sei es nur folgerichtig, dass die Feuerwehr diese Straftat bei der Polizei gemeldet habe. „Wir haben da intern eine klare Regelung. Unsere Einsatzkräfte machen selbst keine Fotos. Das ist den Pressesprechern vorbehalten.“ Diese Bilder würden auch nur dann veröffentlicht, oder der Presse zur Verfügung gestellt, sofern diese gegen keinerlei Rechte oder Sitten verstoßen würden. „Wir legen da sehr hohe Maßstäbe an und wählen das Bildmaterial nach strengen Kriterien aus“, so Rothe weiter.

Unfallfotos in WhatsApp-Gruppe verbreitet: Polizei ermittelt gegen 34-jährigen Hiller

Der Autofahrer wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Müllwagen schwer verletzt. © Feuerwehr Hille/Lukas Röthemeyer

Hille. Von dem schweren Verkehrsunfall am vergangenen Freitag in Hille, bei dem ein Auto und ein Müllwagen kollidiert waren, sind Fotos in einer WhatsApp-Gruppe aufgetaucht. Die Bilder zeigen das eingeklemmte Unfallopfer. Die Polizei ermittelt gegen einen 34-Jährigen, der die Aufnahmen gemacht und verbreitet haben soll.

Auf der Brennhorster Straße hatte es am 19. November gegen 11 Uhr in einer Kurve einen Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Müllwagen gegeben. Dabei wurde der 20-jährige Autofahrer aus Diepenau schwer verletzt. Der 48-jährige Lastwagenfahrer erlitt leichtere Verletzungen.

Aus den Reihen der Feuerwehr hatte die Polizei im Nachgang erfahren, dass vor dem Eintreffen der Rettungskräfte offenbar jemand Bilder von dem im Auto eingeklemmten Unfallopfer gemacht und diese in eine WhatsApp-Gruppe gestellt hatte. Wie Polizei-Pressesprecher Ralf Steinmeyer bestätigt, laufen Ermittlungen gegen einen 34-jährigen Mann aus Hille wegen der „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahme“. Dieser Vorwurf findet sich in Paragraf 201a des Strafgesetzbuches wieder. Demnach droht demjenigen eine bis zu zweijährige Freiheits- oder Geldstrafe, der „eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt“. Der Beschuldigte sei von der Polizei zu einer Vernehmung vorgeladen worden, so Steinmeyer weiter. Im übrigen weist der Polizeisprecher darauf hin, dass das Unfallopfer nach wie vor mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus liegt.

Auch Feuerwehr-Pressesprecher Luis Rothe betont, dass die Feuerwehr ein solches Verhalten ins keinster Weise dulde. Von daher sei es nur folgerichtig, dass die Feuerwehr diese Straftat bei der Polizei gemeldet habe. „Wir haben da intern eine klare Regelung. Unsere Einsatzkräfte machen selbst keine Fotos. Das ist den Pressesprechern vorbehalten.“ Diese Bilder würden auch nur dann veröffentlicht, oder der Presse zur Verfügung gestellt, sofern diese gegen keinerlei Rechte oder Sitten verstoßen würden. „Wir legen da sehr hohe Maßstäbe an und wählen das Bildmaterial nach strengen Kriterien aus“, so Rothe weiter.

Malina Reckordt

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