Umbau: Vorfreude an der Oberlübber Grundschule groß - Kosten explodiert Stefanie Dullweber Hille-Oberlübbe. Silvia aus der Klasse 4a kann es kaum erwarten, dass die Gäste zu den Spaten greifen und endlich das erste Loch buddeln. Die Grundschülerin wünscht sich, dass die Bauarbeiten endlich losgehen und hat das auch in einem Brief an Michael Schweiß so formuliert: „Lieber Bürgermeister. Ich freue mich sehr, dass die Grundschule Oberlübbe jetzt renoviert wird.“ Das Schreiben überreicht sie dem Verwaltungschef zusammen mit einer Sonnenblume. Sie selbst wird schon auf einer weiterführenden Schule sein, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Anfang letzten Jahres waren alle Beteiligten noch zuversichtlich, dass sie Ende diesen Jahres einen Haken an die An- und Umbauarbeiten an der Grundschule machen können. Jetzt hat zumindest noch der symbolische Spatenstich in diesem Jahr stattgefunden. Das Vorhaben geht zurück auf einen Beschluss im Jahr 2015, als das Inklusionskonzept für die Schulen in der Gemeinde Hille erstellt wurde. In diesem Zusammenhang ging es auch um die Raumgestaltung und den Bedarf in den einzelnen Einrichtungen. Nach Auffassung der Planer war es sinnvoll, gleich weitere Sanierungen mit ins Auge zu fassen. So sind bereits die Grundschulen in Hille und Nordhemmern sowie die Verbundschule Hille auf den neuesten Stand gebracht und teilweise erweitert worden. Die Pläne für Oberlübbe wurden im Juni 2016 vom Rat beschlossen und das Architekturbüro pm aus Minden mit der Umsetzung beauftragt. Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) stellte anlässlich des Spatenstichs noch einmal vor, was sich in der Einrichtung an der Bergkante verändern wird. Der Grundschulstandort bekommt einen Erweiterungsbau, zusätzliche Klassenräume sowie einen größeren Verwaltungstrakt mit mehr Platz für Sekretariat und Lehrerzimmer. Der Anbau für den Offenen Ganztag und zwei zusätzliche Unterrichtsräume misst rund 100 Quadratmeter. Es handelt sich dabei um ein zweigeschossiges Gebäude samt Keller. Es entsteht dort, wo bislang der Spielplatz ist. Auch der Einbau eines Aufzugs ist vorgesehen. Im Schulgebäude werden unter anderem die Sanitäranlagen erneuert – und barrierefrei ausgebaut. Ausgetauscht werden auch die Fußböden. Das Thema Energiesparen ist ebenfalls von großer Bedeutung – besonders bei der Frage der Beleuchtung. Diese soll auf die sparsamere LED-Variante umgestellt werden. Dafür gibt es noch neue Decken. Brandschutzmängel müssen beseitigt werden und der Medienentwicklungsplan soll unter anderem mit den digitalen Tafeln ebenfalls umgesetzt werden. Seit dem Bau der Schule im Jahr 1960 gab es bislang nur punktuell bauliche Veränderungen. Michael Schweiß ging ebenfalls auf die massiv gestiegenen Baukosten für das Projekt ein. Die ersten Kostenschätzungen lagen noch bei einem Betrag von rund 1,7 Millionen Euro. Diese Zahlen – darauf hatte die Verwaltung hingewiesen – seien nur ein erster Überschlag gewesen, bei dem einige Faktoren noch nicht eingeplant gewesen seien. Die kalkulierten Baukosten wurden dann mit 2,9 Millionen Euro beziffert. Bereits Ende April hieß es dann bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Bauausschuss, dass die zuletzt errechnete Summe wohl nicht mehr zu halten sei. Der Bürgermeister nannte am Mittwochabend die Summe von 3,55 Millionen Euro. „Dennoch kann ich nur zu den entsprechenden Beschlüssen gratulieren. Es handelt sich um eine Investition in die Zukunft der Kinder.“ Schulleiter Stefan Grotthaus und seine Stellvertreterin Daria Fuhs sind am Mittwoch sichtlich erleichtert, dass es endlich losgeht. „Die Unterrichtsqualität an der Bergkante ist sehr hoch. Jetzt bekommen wir noch das I-Tüpfelchen“, sagte Grotthaus und bedankte sich bei allen, die für die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen gestimmt hatten. Den Zeitplan hat die Schulleitung auch bereits in Richtung der Eltern kommuniziert. Demnach zieht der Offene Ganztag in den Herbstferien in die Aula um, da zunächst mit dem Anbau an den Offenen Ganztag begonnen wird. Im Dezember sollen dann die Klassencontainer auf dem Schulhof aufgebaut werden. Der Umzug ist für Januar geplant. Dann könnten die Arbeiten im Schulgebäude starten, heißt es. Die Spielsituation auf dem Schulhof sei durch die Schulcontainer eingeschränkt. „Wir werden uns bemühen, den Kindern trotz der massiven Einschränkungen eine bewegungsreiche Pause zu ermöglichen“, schreibt Grotthaus in einem Brief an die Eltern. Alle an der Baumaßnahme Beteiligten würden versuchen, dass im Sommer nächsten Jahres ein Großteil der Arbeiten erledigt sei. Sollte dies nicht der Fall sein, könne möglicherweise ein Teil der Klassen in das sanierte Schulgebäude zurückkehren, nennt der Schulleiter die nächsten Schritte. Die Arbeiten haben auch Einfluss auf die Parkplatzsituation und den Schulbusverkehr. Der Schulbus werde aufgrund der Bauarbeiten nicht mehr am Korfskamp halten. Der hintere Eingang (durch den Offenen Ganztag) sei für die Kinder nicht mehr nutzbar. Die neue Haltestelle werde demnächst auf dem Lehrerparkplatz am Schülerweg eingerichtet. Alle Lehrkräfte, Besucher und Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, müssen demnach künftig an der Sporthalle parken.

Umbau: Vorfreude an der Oberlübber Grundschule groß - Kosten explodiert

Der Startschuss ist gefallen: Die Grundschule Oberlübbe wird saniert und erweitert. © MT-Foto: Stefanie Dullweber

Hille-Oberlübbe. Silvia aus der Klasse 4a kann es kaum erwarten, dass die Gäste zu den Spaten greifen und endlich das erste Loch buddeln. Die Grundschülerin wünscht sich, dass die Bauarbeiten endlich losgehen und hat das auch in einem Brief an Michael Schweiß so formuliert: „Lieber Bürgermeister. Ich freue mich sehr, dass die Grundschule Oberlübbe jetzt renoviert wird.“ Das Schreiben überreicht sie dem Verwaltungschef zusammen mit einer Sonnenblume. Sie selbst wird schon auf einer weiterführenden Schule sein, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Anfang letzten Jahres waren alle Beteiligten noch zuversichtlich, dass sie Ende diesen Jahres einen Haken an die An- und Umbauarbeiten an der Grundschule machen können. Jetzt hat zumindest noch der symbolische Spatenstich in diesem Jahr stattgefunden. Das Vorhaben geht zurück auf einen Beschluss im Jahr 2015, als das Inklusionskonzept für die Schulen in der Gemeinde Hille erstellt wurde. In diesem Zusammenhang ging es auch um die Raumgestaltung und den Bedarf in den einzelnen Einrichtungen. Nach Auffassung der Planer war es sinnvoll, gleich weitere Sanierungen mit ins Auge zu fassen. So sind bereits die Grundschulen in Hille und Nordhemmern sowie die Verbundschule Hille auf den neuesten Stand gebracht und teilweise erweitert worden. Die Pläne für Oberlübbe wurden im Juni 2016 vom Rat beschlossen und das Architekturbüro pm aus Minden mit der Umsetzung beauftragt.

Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) stellte anlässlich des Spatenstichs noch einmal vor, was sich in der Einrichtung an der Bergkante verändern wird. Der Grundschulstandort bekommt einen Erweiterungsbau, zusätzliche Klassenräume sowie einen größeren Verwaltungstrakt mit mehr Platz für Sekretariat und Lehrerzimmer. Der Anbau für den Offenen Ganztag und zwei zusätzliche Unterrichtsräume misst rund 100 Quadratmeter. Es handelt sich dabei um ein zweigeschossiges Gebäude samt Keller. Es entsteht dort, wo bislang der Spielplatz ist. Auch der Einbau eines Aufzugs ist vorgesehen.


Im Schulgebäude werden unter anderem die Sanitäranlagen erneuert – und barrierefrei ausgebaut. Ausgetauscht werden auch die Fußböden. Das Thema Energiesparen ist ebenfalls von großer Bedeutung – besonders bei der Frage der Beleuchtung. Diese soll auf die sparsamere LED-Variante umgestellt werden. Dafür gibt es noch neue Decken. Brandschutzmängel müssen beseitigt werden und der Medienentwicklungsplan soll unter anderem mit den digitalen Tafeln ebenfalls umgesetzt werden. Seit dem Bau der Schule im Jahr 1960 gab es bislang nur punktuell bauliche Veränderungen.

Silvia aus der 4a hat dem Bürgermeister einen Brief geschrieben. - © sbo
Silvia aus der 4a hat dem Bürgermeister einen Brief geschrieben. - © sbo

Michael Schweiß ging ebenfalls auf die massiv gestiegenen Baukosten für das Projekt ein. Die ersten Kostenschätzungen lagen noch bei einem Betrag von rund 1,7 Millionen Euro. Diese Zahlen – darauf hatte die Verwaltung hingewiesen – seien nur ein erster Überschlag gewesen, bei dem einige Faktoren noch nicht eingeplant gewesen seien. Die kalkulierten Baukosten wurden dann mit 2,9 Millionen Euro beziffert. Bereits Ende April hieß es dann bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Bauausschuss, dass die zuletzt errechnete Summe wohl nicht mehr zu halten sei. Der Bürgermeister nannte am Mittwochabend die Summe von 3,55 Millionen Euro. „Dennoch kann ich nur zu den entsprechenden Beschlüssen gratulieren. Es handelt sich um eine Investition in die Zukunft der Kinder.“

Schulleiter Stefan Grotthaus und seine Stellvertreterin Daria Fuhs sind am Mittwoch sichtlich erleichtert, dass es endlich losgeht. „Die Unterrichtsqualität an der Bergkante ist sehr hoch. Jetzt bekommen wir noch das I-Tüpfelchen“, sagte Grotthaus und bedankte sich bei allen, die für die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen gestimmt hatten. Den Zeitplan hat die Schulleitung auch bereits in Richtung der Eltern kommuniziert.

Demnach zieht der Offene Ganztag in den Herbstferien in die Aula um, da zunächst mit dem Anbau an den Offenen Ganztag begonnen wird. Im Dezember sollen dann die Klassencontainer auf dem Schulhof aufgebaut werden. Der Umzug ist für Januar geplant. Dann könnten die Arbeiten im Schulgebäude starten, heißt es. Die Spielsituation auf dem Schulhof sei durch die Schulcontainer eingeschränkt. „Wir werden uns bemühen, den Kindern trotz der massiven Einschränkungen eine bewegungsreiche Pause zu ermöglichen“, schreibt Grotthaus in einem Brief an die Eltern.

Alle an der Baumaßnahme Beteiligten würden versuchen, dass im Sommer nächsten Jahres ein Großteil der Arbeiten erledigt sei. Sollte dies nicht der Fall sein, könne möglicherweise ein Teil der Klassen in das sanierte Schulgebäude zurückkehren, nennt der Schulleiter die nächsten Schritte.

Die Arbeiten haben auch Einfluss auf die Parkplatzsituation und den Schulbusverkehr. Der Schulbus werde aufgrund der Bauarbeiten nicht mehr am Korfskamp halten. Der hintere Eingang (durch den Offenen Ganztag) sei für die Kinder nicht mehr nutzbar. Die neue Haltestelle werde demnächst auf dem Lehrerparkplatz am Schülerweg eingerichtet. Alle Lehrkräfte, Besucher und Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, müssen demnach künftig an der Sporthalle parken.

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