Übernachtungsangebot in Hille wächst Carsten Korfesmeyer Hille-Rothenuffeln. Es riecht alles nach neu. Anfang Juli haben Hotel und Fitnessstudio im Le Filou eröffnet und damit das touristische Angebot in der Gemeinde erweitert. Die Flure sind lang, die Räume so eingerichtet, dass der Charme des früheren Bauernhauses vorhanden geblieben ist. „Zimmer 13 ist eine Suite“, sagt Bettina Natale. Sie ist Fitnesstrainerin in dem Gastronomiebetrieb, der auch über ein eigenes Sportstudio verfügt. Nachdem sie die Tür zu Nummer 13 wieder verschlossen hat, zeigt die Mitarbeiterin während des MT-Gesprächs noch die Zimmer zwölf und eins. Alle haben erkennbar den gleichen Einrichtungsstil. Das ist so gewollt. Was Le-Filou-Chef Nils Röthemeier mit seinem Team auf die Beine gestellt hat, spielt auch der Gemeinde sehr gut in die Karten. Sie will unter anderem den Tourismus in der Gemeinde ausbauen und schlug deshalb zuletzt den Schulterschluss mit den Kommunen des Altkreises Lübbecke. Gemeinsam gründete man den Tourismusverband „Sieben“ und will mit dem Netzwerk künftig Synergien abschöpfen. Gastronomie ist ein wichtiger Baustein in dem Bereich und dass es davon auf Hiller Gebiet durchaus noch mehr geben könnte, hatte die Gemeinde aus einem in Auftrag gegebenen Kommunikations- und Marketingkonzept erfahren. Vieles sei in Hille zwar vorhanden, doch die Fachleute bemängeln unter anderem die fehlende Gastronomie und die Tourismusförderung. „Und genau hier kommt der gelernte Koch und studierte Hotelfachmann Nils Röthemeier ins Spiel“, schreibt die Verwaltung in einer Pressemitteilung. Der Betrieb am Eingang des Kurparks füge sich gut ein. Neben Pivittskrug und Griepshop ist mit dem Le Filou nun ein weiteres Hotel am Start. Und Bettina Natale erzählt von den Familien, die einige Nächte zu Gast waren. Auch Küchenchef Steve Eckold beobachtet ein reges Interesse an den touristischen und gastronomischen Angeboten vor Ort. „Zu uns kommen auch viele Radtouristen“, erzählt er. Zu den Übernachtungsgästen würden aber auch zahlreiche Geschäftsreisende zählen. 2016 hat Nils Röthemeier das Areal erworben und mit der Hoteleröffnung dort eine zusätzliche Säule geschaffen. Der Name „Le Filou“ steht jetzt übrigens auch auf der Hauswand der einstigen Scheune. Wie kommt man auf diesen für einen Gastronomiebetrieb eher ungewöhnlichen Namen? „Filou ist unser Kater. Wir haben ihn bekommen, als wir vor sieben Jahren zusammengezogen sind“, erklärte Nils Röthemeier im April gegenüber dem MT. Seinerzeit kündigte er bereits an, dass Brasserie und Hotel künftig eine Einheit bilden. Das ist inzwischen passiert. An sieben Tagen in der Woche ist geöffnet. Das Fitnessstudio misst 110 Quadratmeter und steht sowohl den Hotelgästen als auch Privatleuten zur Verfügung. Wer dort an den Geräten trainiert, hat aufgrund der großen Fensterfront einen guten Blick in die freie Natur. Auch im Fitnessbereich ist der Ursprung des 1867 errichteten Gebäudes noch allgegenwärtig. Die Türen zu den Umkleideräumen sehen beispielsweise aus wie Scheunentore. Das Raumangebot im Erdgeschoss ist großzügig. Perspektivisch könnte es sein, dass zusätzlich noch eine Sauna gebaut wird, sagt Steve Eckold. Als Unterstellmöglichkeit für Fahrräder dient die bislang unsanierte Scheune. „Hier möchte Nils Röthemeier, wenn nach der Coronapandemie wieder Alltag einzieht, weitere Hotelzimmer bauen“, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Und angesichts der von alten Bäumen gesäumten, weitläufigen Hofanlage gebe es Potenzial für größere Veranstaltungen. Für 2022 plane Nils Röthemeier beispielsweise ein Weinfest und ein Mittelalter-Fest, heißt es. Und auch der Kurpark könne in das Konzept stärker mit eingebunden sein. Auch eine engere Zusammenarbeit mit den Betreibern des Pivittskrug und des Hotels von Bad Griepshop sei vorstellbar. Diese Idee stößt beim Pivittskrug-Chef bereits auf ein positives Echo. Grundsätzlich bringe eine Zusammenarbeit in dieser Hinsicht immer etwas Gutes voran, sagt Ralf von Behren auf MT-Anfrage.

Übernachtungsangebot in Hille wächst

Bettina Natale ist Fitnesstrainerin im Le Filou. Das am 4. Juli eröffnete Hotel am Kurpark in Rothenuffeln verfügt über 13 Zimmer. Die Gemeinde verspricht sich einen weiteren Schub für den Tourismus in Hille. MT-Fotos: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille-Rothenuffeln. Es riecht alles nach neu. Anfang Juli haben Hotel und Fitnessstudio im Le Filou eröffnet und damit das touristische Angebot in der Gemeinde erweitert. Die Flure sind lang, die Räume so eingerichtet, dass der Charme des früheren Bauernhauses vorhanden geblieben ist. „Zimmer 13 ist eine Suite“, sagt Bettina Natale. Sie ist Fitnesstrainerin in dem Gastronomiebetrieb, der auch über ein eigenes Sportstudio verfügt. Nachdem sie die Tür zu Nummer 13 wieder verschlossen hat, zeigt die Mitarbeiterin während des MT-Gesprächs noch die Zimmer zwölf und eins. Alle haben erkennbar den gleichen Einrichtungsstil. Das ist so gewollt.

Was Le-Filou-Chef Nils Röthemeier mit seinem Team auf die Beine gestellt hat, spielt auch der Gemeinde sehr gut in die Karten. Sie will unter anderem den Tourismus in der Gemeinde ausbauen und schlug deshalb zuletzt den Schulterschluss mit den Kommunen des Altkreises Lübbecke. Gemeinsam gründete man den Tourismusverband „Sieben“ und will mit dem Netzwerk künftig Synergien abschöpfen. Gastronomie ist ein wichtiger Baustein in dem Bereich und dass es davon auf Hiller Gebiet durchaus noch mehr geben könnte, hatte die Gemeinde aus einem in Auftrag gegebenen Kommunikations- und Marketingkonzept erfahren. Vieles sei in Hille zwar vorhanden, doch die Fachleute bemängeln unter anderem die fehlende Gastronomie und die Tourismusförderung. „Und genau hier kommt der gelernte Koch und studierte Hotelfachmann Nils Röthemeier ins Spiel“, schreibt die Verwaltung in einer Pressemitteilung. Der Betrieb am Eingang des Kurparks füge sich gut ein.

Neben Pivittskrug und Griepshop ist mit dem Le Filou nun ein weiteres Hotel am Start. Und Bettina Natale erzählt von den Familien, die einige Nächte zu Gast waren. Auch Küchenchef Steve Eckold beobachtet ein reges Interesse an den touristischen und gastronomischen Angeboten vor Ort. „Zu uns kommen auch viele Radtouristen“, erzählt er. Zu den Übernachtungsgästen würden aber auch zahlreiche Geschäftsreisende zählen.


2016 hat Nils Röthemeier das Areal erworben und mit der Hoteleröffnung dort eine zusätzliche Säule geschaffen. Der Name „Le Filou“ steht jetzt übrigens auch auf der Hauswand der einstigen Scheune. Wie kommt man auf diesen für einen Gastronomiebetrieb eher ungewöhnlichen Namen? „Filou ist unser Kater. Wir haben ihn bekommen, als wir vor sieben Jahren zusammengezogen sind“, erklärte Nils Röthemeier im April gegenüber dem MT. Seinerzeit kündigte er bereits an, dass Brasserie und Hotel künftig eine Einheit bilden. Das ist inzwischen passiert. An sieben Tagen in der Woche ist geöffnet.

Der Fitnessbereich im Le Filou misst rund 100 Quadratmeter. - © cko
Der Fitnessbereich im Le Filou misst rund 100 Quadratmeter. - © cko

Das Fitnessstudio misst 110 Quadratmeter und steht sowohl den Hotelgästen als auch Privatleuten zur Verfügung. Wer dort an den Geräten trainiert, hat aufgrund der großen Fensterfront einen guten Blick in die freie Natur. Auch im Fitnessbereich ist der Ursprung des 1867 errichteten Gebäudes noch allgegenwärtig. Die Türen zu den Umkleideräumen sehen beispielsweise aus wie Scheunentore. Das Raumangebot im Erdgeschoss ist großzügig. Perspektivisch könnte es sein, dass zusätzlich noch eine Sauna gebaut wird, sagt Steve Eckold.

Als Unterstellmöglichkeit für Fahrräder dient die bislang unsanierte Scheune. „Hier möchte Nils Röthemeier, wenn nach der Coronapandemie wieder Alltag einzieht, weitere Hotelzimmer bauen“, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Und angesichts der von alten Bäumen gesäumten, weitläufigen Hofanlage gebe es Potenzial für größere Veranstaltungen. Für 2022 plane Nils Röthemeier beispielsweise ein Weinfest und ein Mittelalter-Fest, heißt es. Und auch der Kurpark könne in das Konzept stärker mit eingebunden sein. Auch eine engere Zusammenarbeit mit den Betreibern des Pivittskrug und des Hotels von Bad Griepshop sei vorstellbar. Diese Idee stößt beim Pivittskrug-Chef bereits auf ein positives Echo. Grundsätzlich bringe eine Zusammenarbeit in dieser Hinsicht immer etwas Gutes voran, sagt Ralf von Behren auf MT-Anfrage.

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