Trotz Andrang bei den mobilen Aktionen: Impfzentrum in Unterlübbe bleibt zu Stefanie Dullweber Hille/Minden. „Wir werden eine Flut von Impfungen brauchen. Daher sollten der Betrieb in Unterlübbe so schnell wie möglich wieder aufgemacht werden“, sagte SPD-Ratsmitglied Burkhard Günter am Donnerstagabend in Richtung von Bürgermeister Michael Schweiß. „Ich weiß, dass wir in dieser Sache nicht den Hut aufhaben, aber es ist unsere Pflicht darauf hinzuweisen, dass hier mit Menschenleben gespielt wird“, so Günter weiter. Er sei bei der mobilen Impfaktion am Dienstag in Lübbecke gewesen und habe gesehen, wie rund 300 Leute vor einem Impfarzt gestanden hätten. „Wir kriegen das so nicht hin“, ist der Politiker überzeugt.Seine eindringliche Bitte sei daher, dass der Bürgermeister dieses Thema in der nächsten Runde mit den Amtsleitern zur Sprache bringen könnte. „Das steht bereits auf meiner Agenda“, sagte Michael Schweiß. Das nächste Treffen sein für den 8. Dezember anberaumt.Bislang gilt die Ansage, dass der Kreis Minden-Lübbecke sein Impfzentrum nicht reaktivieren wird. Stattdessen sollen die Impfungen über die niedergelassenen Ärzte und mit mobilen Impfteam gestemmt werden. Heißt: Das Ende September geschlossene Impfzentrum in Hille-Unterlübbe bleibt geschlossen. Dies hat auch das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium noch einmal bestätigt. Hintergrund einer Anfrage in Düsseldorf sind die Schwierigkeiten, in mindestens einer kreiseigenen Kommune, ein eigenes kleines Zentrum mit geeigneter Infrastruktur für Corona-Impfungen aufzubauen. Damit, dass der Bürgermeister einen Raum zur Verfügung stelle, sei es nämlich nicht getan, so ein beteiligter Arzt. Er regte daher an, das Kreis-Impfzentrum in Hille wiederzubeleben. Dann würde es auch leichter fallen, Kolleginnen und Kollegen zu finden, die sich für die örtlichen Impfaktionen zur Verfügung stellten. Doch die Landesregierung plant anders. Mit Ablauf des 30. September hätten die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen ihren Betrieb eingestellt, so Ministeriumssprecher Heiko Haffmans. Bereits zuvor hätten niedergelassene Ärzte geimpft. Mit Einstellung der Impfzentren zum 1. Oktober sei die Impforganisation „fast ausschließlich an den niedergelassenen Bereich übergegangen“. Über die sogenannten Koordinierenden Impfeinheiten würden zudem weiterhin mobile Impfangebote organisiert.Die nun durch die Kreise und die kreisfreien Städte geschaffene Struktur sei gegenüber den damaligen Impfzentren „deutlich dezentraler und damit wohnortnäherorganisiert“, argumentiert Haffmans. Damit sei eine für die flächendeckende Impfung der Bevölkerung erforderliche Niedrigschwelligkeit sichergestellt.

Trotz Andrang bei den mobilen Aktionen: Impfzentrum in Unterlübbe bleibt zu

Zum Schluss waren in Unterlübbe nicht mehr alle Impfstraßen geöffnet. © Alex Lehn

Hille/Minden. „Wir werden eine Flut von Impfungen brauchen. Daher sollten der Betrieb in Unterlübbe so schnell wie möglich wieder aufgemacht werden“, sagte SPD-Ratsmitglied Burkhard Günter am Donnerstagabend in Richtung von Bürgermeister Michael Schweiß.

„Ich weiß, dass wir in dieser Sache nicht den Hut aufhaben, aber es ist unsere Pflicht darauf hinzuweisen, dass hier mit Menschenleben gespielt wird“, so Günter weiter. Er sei bei der mobilen Impfaktion am Dienstag in Lübbecke gewesen und habe gesehen, wie rund 300 Leute vor einem Impfarzt gestanden hätten. „Wir kriegen das so nicht hin“, ist der Politiker überzeugt.

Seine eindringliche Bitte sei daher, dass der Bürgermeister dieses Thema in der nächsten Runde mit den Amtsleitern zur Sprache bringen könnte. „Das steht bereits auf meiner Agenda“, sagte Michael Schweiß. Das nächste Treffen sein für den 8. Dezember anberaumt.

Bislang gilt die Ansage, dass der Kreis Minden-Lübbecke sein Impfzentrum nicht reaktivieren wird. Stattdessen sollen die Impfungen über die niedergelassenen Ärzte und mit mobilen Impfteam gestemmt werden. Heißt: Das Ende September geschlossene Impfzentrum in Hille-Unterlübbe bleibt geschlossen. Dies hat auch das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium noch einmal bestätigt.

Hintergrund einer Anfrage in Düsseldorf sind die Schwierigkeiten, in mindestens einer kreiseigenen Kommune, ein eigenes kleines Zentrum mit geeigneter Infrastruktur für Corona-Impfungen aufzubauen. Damit, dass der Bürgermeister einen Raum zur Verfügung stelle, sei es nämlich nicht getan, so ein beteiligter Arzt. Er regte daher an, das Kreis-Impfzentrum in Hille wiederzubeleben. Dann würde es auch leichter fallen, Kolleginnen und Kollegen zu finden, die sich für die örtlichen Impfaktionen zur Verfügung stellten.

Malina Reckordt

Gendern bei MT - überflüssig oder überfällig?

Nehmen Sie jetzt an der Umfrage zum Thema Gendern teil

Doch die Landesregierung plant anders. Mit Ablauf des 30. September hätten die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen ihren Betrieb eingestellt, so Ministeriumssprecher Heiko Haffmans. Bereits zuvor hätten niedergelassene Ärzte geimpft. Mit Einstellung der Impfzentren zum 1. Oktober sei die Impforganisation „fast ausschließlich an den niedergelassenen Bereich übergegangen“. Über die sogenannten Koordinierenden Impfeinheiten würden zudem weiterhin mobile Impfangebote organisiert.

Die nun durch die Kreise und die kreisfreien Städte geschaffene Struktur sei gegenüber den damaligen Impfzentren „deutlich dezentraler und damit wohnortnäherorganisiert“, argumentiert Haffmans. Damit sei eine für die flächendeckende Impfung der Bevölkerung erforderliche Niedrigschwelligkeit sichergestellt.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Hille