Trend zu regionalen Produkten im Mühlenkreis: Das sind die Gründe Lea Oetjen Hille. Eier vom Bauernhof um die Ecke, Gemüse aus eigenem Anbau und Fleisch von lokalen Anbietern: Regionale Lebensmittel und Produkte sind aktuell voll im Trend. Immer mehr Verbraucher entdecken bei der Ernährung und im Alltag ihr ökologisches Gewissen. Das Interesse an Produkten aus der Heimat ist größer denn je – vor allem in der Gemeinde Hille, wie ein wachsendes Start-up aus dem Mühlenkreis gemerkt hat. Aber warum? Was ist ausschlaggebend für den Trend zur Regionalität? „Es geht um den ökologischen Fußabdruck, den jeder Mensch in seinem Dasein hinterlässt“, nennt Arno Sebening einen Erklärungsansatz für diese Entwicklung. Laut dem Geschäftsführer des Handelsverbandes Ostwestfalen-Lippe sei die derzeit sehr präsente Diskussion über den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid ein entscheidender Faktor. „Waren, die in der Region verfügbar sind, müssen nicht aus Übersee bezogen werden. Der weite Weg über den halben Globus entfällt, damit werden die eh knappen Energieressourcen geschont“, erläutert er. Sebening betont aber, dass die heimischer Herkunft vor allem bei Lebensmitteln im Vordergrund steht – nicht im gesamten Einzelhandel. Dieser würde sich in verschiedene Bereiche unterteilen – in food und nonfood. Heißt konkret: Es gibt zum einen Lebensmittel und zum anderen Textiles, Schuhe, Schmuck, weiße Ware wie zum Beispiel Waschmaschinen und braune Ware wie Fernseher – „um nur einige zu nennen“, so der Handelsverband-Geschaftsführer. Produktionsstätten gebe es in Deutschland fast gar nicht mehr, das sei mit den Arbeitskosten nicht darzustellen. Wenn Endprodukte in Deutschland erstellt werden würden, deren Zulieferware aus dem Ausland kommt, seien das im Eigentlichen keine regionalen Produkte. „Dennoch sollten die Ansätze, die Transportwege verkürzen und damit Verpackungsmüll reduzieren, stets unterstützt und beworben werden“, stellt Sebening klar. Er sieht in regionalen Produkten nachhaltig eine große Chance: „Es geht ja auch um Arbeitsplätze in unserer Region und die Identität einer Region“, betont Sebening. Daher sei der lokale Ursprung auch zunehmend ein Thema in der Branche – „zumindest wenn es umgesetzt werden kann und die Betriebe auch in der Region produzieren können“, sagt er. Die Einschätzungen des Geschäftsführers des Handelverbandes OWL bestätigten unzählige Marktforschungen. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat sich vor allem seit Beginn der Pandemie im vergangenen März das Einkaufsverhalten verändert. Die GfK hat erforscht, dass zuletzt vor allem Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte sowie Menschen in mittleren und großen Städten ihre Einkäufe auf mehr frische und regionale Lebensmittel ausgerichtet haben. Im Kreis Minden-Lübbecke sind die Menschen schon lange auf den Geschmack von lokalen Lebensmitteln gekommen. So ist der mobile Verkaufswagen des Mindener Unverpackt-Ladens „Hüllenlos“ aktuell in aller Munde. Dieser plant bald auch einen Halt in Hille. Das haben die Initiatorinnen Caroline Kleinroth und Daniela Willhuber auf der Facebook-Seite des Start-ups angekündigt. Mehr war bislang nicht bekannt. Im MT-Gespräch hat Kleinroth allerdings ein bisschen mehr verraten. „Wir haben ganz viele Anfragen aus der Gemeinde Hille bekommen. Gerade dort war das Interesse wirklich groß.“ Die Fleischerei Meyer in der Dorfstraße sei dann auf „Hüllenlos“ zugekommen. „Jetzt ist der Plan, dass wir ab der letzten Woche im Mai immer dienstags dort mit unserem Verkaufswagen stoppen“, so Kleinroth. Der Standort sei perfekt – super zentral und gut erreichbar. „Mit der Fleischerei Meyer ergänzt sich das super. Wir wollen ja niemanden die Butter vom Brot nehmen.“ Eine Uhrzeit für den Stop steht noch nicht fest. Diese wird auf Facebook bekanntgegeben.

Trend zu regionalen Produkten im Mühlenkreis: Das sind die Gründe

Die Auswahl an Produkten aus der Heimat von lokalen Erzeugern ist riesig: Das Interesse – vor allem von Menschen aus der Gemeinde Hille – an diesen Produkten ist groß, wie ein Unternehmen aus dem Mühlenkreis kürzlich herausgefunden hat. Foto: Monkey Business/Imago Images © imago images/Shotshop

Hille. Eier vom Bauernhof um die Ecke, Gemüse aus eigenem Anbau und Fleisch von lokalen Anbietern: Regionale Lebensmittel und Produkte sind aktuell voll im Trend. Immer mehr Verbraucher entdecken bei der Ernährung und im Alltag ihr ökologisches Gewissen. Das Interesse an Produkten aus der Heimat ist größer denn je – vor allem in der Gemeinde Hille, wie ein wachsendes Start-up aus dem Mühlenkreis gemerkt hat. Aber warum? Was ist ausschlaggebend für den Trend zur Regionalität?

„Es geht um den ökologischen Fußabdruck, den jeder Mensch in seinem Dasein hinterlässt“, nennt Arno Sebening einen Erklärungsansatz für diese Entwicklung. Laut dem Geschäftsführer des Handelsverbandes Ostwestfalen-Lippe sei die derzeit sehr präsente Diskussion über den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid ein entscheidender Faktor. „Waren, die in der Region verfügbar sind, müssen nicht aus Übersee bezogen werden. Der weite Weg über den halben Globus entfällt, damit werden die eh knappen Energieressourcen geschont“, erläutert er.

Sebening betont aber, dass die heimischer Herkunft vor allem bei Lebensmitteln im Vordergrund steht – nicht im gesamten Einzelhandel. Dieser würde sich in verschiedene Bereiche unterteilen – in food und nonfood. Heißt konkret: Es gibt zum einen Lebensmittel und zum anderen Textiles, Schuhe, Schmuck, weiße Ware wie zum Beispiel Waschmaschinen und braune Ware wie Fernseher – „um nur einige zu nennen“, so der Handelsverband-Geschaftsführer.


Produktionsstätten gebe es in Deutschland fast gar nicht mehr, das sei mit den Arbeitskosten nicht darzustellen. Wenn Endprodukte in Deutschland erstellt werden würden, deren Zulieferware aus dem Ausland kommt, seien das im Eigentlichen keine regionalen Produkte. „Dennoch sollten die Ansätze, die Transportwege verkürzen und damit Verpackungsmüll reduzieren, stets unterstützt und beworben werden“, stellt Sebening klar.

Er sieht in regionalen Produkten nachhaltig eine große Chance: „Es geht ja auch um Arbeitsplätze in unserer Region und die Identität einer Region“, betont Sebening. Daher sei der lokale Ursprung auch zunehmend ein Thema in der Branche – „zumindest wenn es umgesetzt werden kann und die Betriebe auch in der Region produzieren können“, sagt er.

Die Einschätzungen des Geschäftsführers des Handelverbandes OWL bestätigten unzählige Marktforschungen. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat sich vor allem seit Beginn der Pandemie im vergangenen März das Einkaufsverhalten verändert. Die GfK hat erforscht, dass zuletzt vor allem Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte sowie Menschen in mittleren und großen Städten ihre Einkäufe auf mehr frische und regionale Lebensmittel ausgerichtet haben.

Im Kreis Minden-Lübbecke sind die Menschen schon lange auf den Geschmack von lokalen Lebensmitteln gekommen. So ist der mobile Verkaufswagen des Mindener Unverpackt-Ladens „Hüllenlos“ aktuell in aller Munde. Dieser plant bald auch einen Halt in Hille. Das haben die Initiatorinnen Caroline Kleinroth und Daniela Willhuber auf der Facebook-Seite des Start-ups angekündigt. Mehr war bislang nicht bekannt.

Im MT-Gespräch hat Kleinroth allerdings ein bisschen mehr verraten. „Wir haben ganz viele Anfragen aus der Gemeinde Hille bekommen. Gerade dort war das Interesse wirklich groß.“ Die Fleischerei Meyer in der Dorfstraße sei dann auf „Hüllenlos“ zugekommen. „Jetzt ist der Plan, dass wir ab der letzten Woche im Mai immer dienstags dort mit unserem Verkaufswagen stoppen“, so Kleinroth. Der Standort sei perfekt – super zentral und gut erreichbar. „Mit der Fleischerei Meyer ergänzt sich das super. Wir wollen ja niemanden die Butter vom Brot nehmen.“ Eine Uhrzeit für den Stop steht noch nicht fest. Diese wird auf Facebook bekanntgegeben.

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