Sportplatz der Verbundschule: Der Kunstrasen kommt Carsten Korfesmeyer Hille. Auf Friedrich Rohlfings Smartphone gehen zurzeit besonders viele Text- und Sprachnachrichten ein. Wie ein Lauffeuer hat es sich seit dem Wochenende herumgesprochen, dass die Förderzusage für den Kunstrasenplatz an der Verbundschule vom Land eingegangen ist. „Es herrscht eine wahnsinnige Freude im Verein“, sagt der Vorsitzende des SC Hille am Montagvormittag gegenüber dem MT. Die Zeiten des „Ackers“ neben der Verbundschule gehen damit ihrem Ende entgegen. Was kommt, ist ein Sportplatz mit idealen Trainingsbedingungen. Nicht nur für die aktuell rund 250 Nachwuchskicker des aufstrebenden Fußballvereins, sondern auch für den Schulsport und die Leichtathletik. Das Geld kommt aus dem Förderprogramm Sportstätte 2021 und beläuft sich auf eine Summe von 750.000 Euro. Schon im vergangenen Jahr hatte sich die Gemeinde um die Gelder beworben, war aber bei der ersten Vergabe im Spätherbst noch gescheitert. Der SC-Vorsitzende zeigte sich seinerzeit aber bereits zuversichtlich, beim zweiten Anlauf dabei zu sein. So ist es gekommen, allerdings mit kleiner Änderung. Denn die einst 100-Prozent-Förderung gab es nur zum Auftakt, jetzt liegt sie bei 90 Prozent. „Nach der Richtlinie bekommen wir trotzdem den höchstmöglichen Betrag“, sagt Friedrich Rohlfing. Anders als ursprünglich vorgesehen, bezieht sich das Projekt nicht allein auf den Kunstrasenplatz, sondern auch auf die Tartanbahn und die weiteren Bereiche der Leichtathletik. „Ich kann allerdings nur für den Kunstrasen sprechen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Die Kosten dafür beziffert er auf rund 500.000 Euro. Wie teuer alles Weitere werden könnte, wisse er nicht. Im Rathaus herrscht am Montagmittag ebenfalls große Freude über die Förderzusage. Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff hat soeben in einer Mitteilung der Bezirksregierung von der 750.000-Euro-Ankündigung gehört und spricht von einer großen Aufwertung des sportlichen Angebots. „Besonders für den Fußballverein ist das eine wesentliche Verbesserung“, sagt er. Der Platz könne in Zukunft ganz anders genutzt werden. So sei man beispielsweise nicht mehr so sehr von der Witterung abhängig. Möglich sei ebenfalls, dass sich für die Hiller Vereine dadurch die Zeiten in den Sporthallen etwas entzerren. Allerdings seien einer ganzjährigen Nutzung des Kunstrasenplatzes auch Grenzen gesetzt. „Bei Eis und Schnee läuft da sicher kein Training“, sagt er. Wie geht es jetzt weiter? Der Mann aus dem Rathaus kann noch keinen detaillierten Fahrplan für die Arbeiten nennen, weil ihm bislang nur die Vorankündigung aus Detmold vorliegt. Alle weiteren Details müssten in der kommenden Zeit festgelegt werden. So liegen bei Förderprogrammen in aller Regel bestimmte Fristen vor, die dann einzuhalten sind. „Das kann bei solchen Programmen sogar relativ kurzfristig sein“, sagt Gerhard Uphoff. Auf jeden Fall müssen die Aufträge ausgeschrieben werden. Dann hänge es selbstverständlich auch davon ab, inwieweit die freien Kapazitäten der jeweiligen Baufirmen vorhanden sind. Friedrich Rohlfings Vorstellungen vom Zeitplan sind hingegen etwas konkreter. „Wir würden uns freuen, wenn es noch in diesem Jahr klappt“, sagt er. Persönlich geht der SC-Vorsitzende davon aus, dass die Rückrunde der kommenden Saison bereits auf dem Kunstrasenplatz gespielt werden kann. Im neuen Angebot sieht er eine enorme Attraktivitätssteigerung. Die sportlichen Bedingungen würden sich für die jungen Kicker enorm verbessern. „Endlich mal einen ruhigen Ball spielen“, sagt er. Zuletzt habe sich der Rasenplatz in einem schlimmen Zustand befunden. Der Untergrund war schlecht, es ging holprig zur Sache und die Vögel hätten die Grasflächen regelrecht zerpflückt. Das habe im Spiel- und Trainingsbetrieb enorm gestört. „Der Pflegeaufwand ist bei Kunstrasen auch wesentlich geringer“, sagt er. Vor allem die aufwendige Bewässerung im Sommer falle künftig weg. Schön sei, dass Politik und Verwaltung das Vorhaben so intensiv unterstützen. Groß ist die Freude auch bei Dirk Schubert. Der Leiter der Verbundschule erfährt am Montagvormittag durch das MT von der Förderzusage und spricht von einer qualitativen Aufwertung des Schulsports. Die Kinder und Jugendlichen bekämen wesentlich bessere Unterrichtsbedingungen und könnten somit auch bessere Leistungen bringen. Die verbesserten Bedingungen dürften bei allen Beteiligten für eine zusätzliche Motivation sorgen. Gelöst sei inzwischen auch ein Problem, das der Schulleiter im Spätsommer 2020 im Fachausschuss angesprochen hatte. Seinerzeit wies er darauf hin, dass der Speerwurf ein Teil des Sportunterrichts sei und die Speere den Kunstrasenplatz beschädigen würden. Die Lösung ist einfach und fällt nach Worten von Dirk Schubert auch finanziell nicht ins Gewicht: „Die Speere bekommen Kunststoffkappen.“ Für die Leichtathletik sei die Aufwertung der gesamten Sportanlage auf jeden Fall ein großer Gewinn, erklärt auch Matthias Grannemann. Der Vorsitzende vom TV „Sachsenroß“ Hille verspricht sich dadurch weitere Möglichkeiten. „Wie die Einzelheiten aussehen, wissen wir im Moment noch nicht“, sagt er auf MT-Anfrage. Sicher sei aber schon jetzt, dass sich wohl jeder auf die Verbesserungen freut.

Sportplatz der Verbundschule: Der Kunstrasen kommt

Beim SC Hille freuen sich alle auf den künftigen Kunstrasenplatz. Eike Nagel (von links), Achim Stein, Michael Krietemeier, Manuel Feist, Friedrich Rohlfing und André Krietemeier müssen sich nur noch auf das Material festlegen. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © c

Hille. Auf Friedrich Rohlfings Smartphone gehen zurzeit besonders viele Text- und Sprachnachrichten ein. Wie ein Lauffeuer hat es sich seit dem Wochenende herumgesprochen, dass die Förderzusage für den Kunstrasenplatz an der Verbundschule vom Land eingegangen ist.

„Es herrscht eine wahnsinnige Freude im Verein“, sagt der Vorsitzende des SC Hille am Montagvormittag gegenüber dem MT. Die Zeiten des „Ackers“ neben der Verbundschule gehen damit ihrem Ende entgegen. Was kommt, ist ein Sportplatz mit idealen Trainingsbedingungen. Nicht nur für die aktuell rund 250 Nachwuchskicker des aufstrebenden Fußballvereins, sondern auch für den Schulsport und die Leichtathletik.

Das Geld kommt aus dem Förderprogramm Sportstätte 2021 und beläuft sich auf eine Summe von 750.000 Euro. Schon im vergangenen Jahr hatte sich die Gemeinde um die Gelder beworben, war aber bei der ersten Vergabe im Spätherbst noch gescheitert. Der SC-Vorsitzende zeigte sich seinerzeit aber bereits zuversichtlich, beim zweiten Anlauf dabei zu sein. So ist es gekommen, allerdings mit kleiner Änderung. Denn die einst 100-Prozent-Förderung gab es nur zum Auftakt, jetzt liegt sie bei 90 Prozent. „Nach der Richtlinie bekommen wir trotzdem den höchstmöglichen Betrag“, sagt Friedrich Rohlfing.

Anders als ursprünglich vorgesehen, bezieht sich das Projekt nicht allein auf den Kunstrasenplatz, sondern auch auf die Tartanbahn und die weiteren Bereiche der Leichtathletik. „Ich kann allerdings nur für den Kunstrasen sprechen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Die Kosten dafür beziffert er auf rund 500.000 Euro. Wie teuer alles Weitere werden könnte, wisse er nicht.

Im Rathaus herrscht am Montagmittag ebenfalls große Freude über die Förderzusage. Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff hat soeben in einer Mitteilung der Bezirksregierung von der 750.000-Euro-Ankündigung gehört und spricht von einer großen Aufwertung des sportlichen Angebots. „Besonders für den Fußballverein ist das eine wesentliche Verbesserung“, sagt er. Der Platz könne in Zukunft ganz anders genutzt werden. So sei man beispielsweise nicht mehr so sehr von der Witterung abhängig. Möglich sei ebenfalls, dass sich für die Hiller Vereine dadurch die Zeiten in den Sporthallen etwas entzerren. Allerdings seien einer ganzjährigen Nutzung des Kunstrasenplatzes auch Grenzen gesetzt. „Bei Eis und Schnee läuft da sicher kein Training“, sagt er.

Wie geht es jetzt weiter? Der Mann aus dem Rathaus kann noch keinen detaillierten Fahrplan für die Arbeiten nennen, weil ihm bislang nur die Vorankündigung aus Detmold vorliegt. Alle weiteren Details müssten in der kommenden Zeit festgelegt werden. So liegen bei Förderprogrammen in aller Regel bestimmte Fristen vor, die dann einzuhalten sind. „Das kann bei solchen Programmen sogar relativ kurzfristig sein“, sagt Gerhard Uphoff. Auf jeden Fall müssen die Aufträge ausgeschrieben werden. Dann hänge es selbstverständlich auch davon ab, inwieweit die freien Kapazitäten der jeweiligen Baufirmen vorhanden sind.

Friedrich Rohlfings Vorstellungen vom Zeitplan sind hingegen etwas konkreter. „Wir würden uns freuen, wenn es noch in diesem Jahr klappt“, sagt er. Persönlich geht der SC-Vorsitzende davon aus, dass die Rückrunde der kommenden Saison bereits auf dem Kunstrasenplatz gespielt werden kann. Im neuen Angebot sieht er eine enorme Attraktivitätssteigerung. Die sportlichen Bedingungen würden sich für die jungen Kicker enorm verbessern. „Endlich mal einen ruhigen Ball spielen“, sagt er. Zuletzt habe sich der Rasenplatz in einem schlimmen Zustand befunden. Der Untergrund war schlecht, es ging holprig zur Sache und die Vögel hätten die Grasflächen regelrecht zerpflückt. Das habe im Spiel- und Trainingsbetrieb enorm gestört. „Der Pflegeaufwand ist bei Kunstrasen auch wesentlich geringer“, sagt er. Vor allem die aufwendige Bewässerung im Sommer falle künftig weg. Schön sei, dass Politik und Verwaltung das Vorhaben so intensiv unterstützen.

Groß ist die Freude auch bei Dirk Schubert. Der Leiter der Verbundschule erfährt am Montagvormittag durch das MT von der Förderzusage und spricht von einer qualitativen Aufwertung des Schulsports. Die Kinder und Jugendlichen bekämen wesentlich bessere Unterrichtsbedingungen und könnten somit auch bessere Leistungen bringen. Die verbesserten Bedingungen dürften bei allen Beteiligten für eine zusätzliche Motivation sorgen. Gelöst sei inzwischen auch ein Problem, das der Schulleiter im Spätsommer 2020 im Fachausschuss angesprochen hatte. Seinerzeit wies er darauf hin, dass der Speerwurf ein Teil des Sportunterrichts sei und die Speere den Kunstrasenplatz beschädigen würden. Die Lösung ist einfach und fällt nach Worten von Dirk Schubert auch finanziell nicht ins Gewicht: „Die Speere bekommen Kunststoffkappen.“

Für die Leichtathletik sei die Aufwertung der gesamten Sportanlage auf jeden Fall ein großer Gewinn, erklärt auch Matthias Grannemann. Der Vorsitzende vom TV „Sachsenroß“ Hille verspricht sich dadurch weitere Möglichkeiten. „Wie die Einzelheiten aussehen, wissen wir im Moment noch nicht“, sagt er auf MT-Anfrage. Sicher sei aber schon jetzt, dass sich wohl jeder auf die Verbesserungen freut.

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