SPD und Grüne wollen Aufgabenkatalog des Bauhofs der Gemeinde Hille verkleinern Bürger sollen Friedhofshecken schneiden / Sparvorschläge eingebracht Von Gisela Burmester Hille-Hartum (mt). Änderungen für den Haushalt trugen SPD, FWG und Grüne in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vor. In der Sitzung im Rathaus saßen mehr Menschen auf den Zuhörerbänken als an den Fraktionstischen. Gekommen waren Abordnungen der Löschgruppen, die wissen wollten, wie es denn nun um die Stelle für einen hauptamtlichen Wehrführer steht.Der jetzige, ehrenamtliche Wehrführer führt sein Amt nur noch kommissarisch (das MT berichtete), ein neuer ist trotz intensiver, langer Suche noch nicht gefunden. Daher wollte der Bürgermeister bereits im letzten Jahr eine hauptamtliche Stelle schaffen.Sie fiel aus finanziellen Gründen weg, allerdings teilte Michael Schweiß damals mit, dass er diese Stelle erneut in den Haushalt 2014 aufnehmen werde. Tat er aber nicht, offenbar wieder wegen der Finanzlage und des Wunschs, dass die Politik sich dieses Themas zuerst annehmen würde.Nun forderte also die SPD die Einrichtung einer Stelle "Sachbearbeiter Feuerwehrwesen", jährlich dotiert mit 60000 Euro. "Es ist dringend geboten, die Funktionsfähigkeit der Feuerwehr langfristig sicherzustellen", forderte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wilhelm Rohlfing.Allerdings mussten die Feuerwehrleute wegen der Vertagung das Rathaus ohne Entscheidung verlassen.Gegenfinanzieren möchte die SPD diese Mehrausgabe durch die Erhöhung der Grundsteuern A (auf 245 Prozent, Mehreinnahme 27000 Euro pro Jahr) und B (auf 433 Prozent, Mehreinnahme 96000 Euro).Weniger Zuschüsse für die MusikschuleUm die Finanzlage zu verbessern, sollen zudem die Zuschüsse für die Musikschule um 12000 Euro gekürzt werden. Außerdem sollen, das fordern auch die Grünen, jene Hecken, die zu Grabstellen gehören, zukünftig von den Besitzern und nicht mehr vom Bauhof geschnitten werden - eine Einsparung von 30000 Euro.Die FWG möchte unter anderem die Ortsvorsteher abschaffen (minus 16000 Euro im Jahr), die Hiller Märkte mit 15000 Euro weniger alimentieren (2014 mit 35000 Euro wieder ein Zuschussgeschäft), die 60000 Euro für ein von einem externen Büro erstelltes Straßenbauprogramm einsparen, da laut Fraktionsvorsitzendem Kurt Riechmann bereits seit Jahren ein Entwurf vorliegt, und im Rathaus nur den Vorplatz und den Treppenbereich neu gestalten lassen (minus 20000 Euro). Hinter den Kauf eines neuen Unimog setzt die FWG ein Fragezeichen.Allerdings sieht Bauhofleiterin Dagmar Meinert bei diesem Thema keine Alternative. Der Unimog sei im Winterdienst perfekt geeignet für die Steilstrecken, auch wegen seiner Schleuderketten für die Räder, sowie für den Grünschnitt an Straßenrändern, da er über eine Wechsellenkung verfüge. Und nicht zuletzt stehe ganzjährig ein Mitarbeiter als Fahrer zur Verfügung.Sie hatte auch einen Kostenvergleich mitgebracht: "Eine Bauhofstunde kostet 65 Euro, ein externer Anbieter fordert 130 Euro Stundenlohn. Ein anderer will nur für die Bereitstellung eines Unimogs 20 Euro pro Stunde." 40 Euro Stundenlohn koste die Anmietung, der Vertrag müsse über sechs Monate abgeschlossen werden."Haushalt akribisch durchforsten"Noch keine neue Küche fürs Müllerhaus in Südhemmern, so lange die Zukunft der Bürgerhäuser nicht gesichert ist (13000 Euro); Verzicht auf Eintrittsgeld für den Badesee (2500 Euro) und die Instandhaltung der Straßengräben (15000 Euro), weniger Geld für Entwicklungskosten im Kommunalen Rechenzentrum (24000 Euro), Bezuschussung einer Stelle für einen zweiten Sozialarbeiter an der Verbundschule (32000 Euro) - auch die Grünen wollen einerseits Geld einsparen und andererseits mehr ausgeben. "Wir sollten jeden einzelnen Posten auf Einsparmöglichkeiten abklopfen", forderte Fraktionschefin Marlies Schulder.

SPD und Grüne wollen Aufgabenkatalog des Bauhofs der Gemeinde Hille verkleinern

Hille-Hartum (mt). Änderungen für den Haushalt trugen SPD, FWG und Grüne in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vor.

Der Bauhof soll nur noch die Außenhecken der Friedhöfe schneiden. - © MT-Foto: Manfred Otto (Archiv)
Der Bauhof soll nur noch die Außenhecken der Friedhöfe schneiden. - © MT-Foto: Manfred Otto (Archiv)

In der Sitzung im Rathaus saßen mehr Menschen auf den Zuhörerbänken als an den Fraktionstischen. Gekommen waren Abordnungen der Löschgruppen, die wissen wollten, wie es denn nun um die Stelle für einen hauptamtlichen Wehrführer steht.

Der jetzige, ehrenamtliche Wehrführer führt sein Amt nur noch kommissarisch (das MT berichtete), ein neuer ist trotz intensiver, langer Suche noch nicht gefunden. Daher wollte der Bürgermeister bereits im letzten Jahr eine hauptamtliche Stelle schaffen.

Sie fiel aus finanziellen Gründen weg, allerdings teilte Michael Schweiß damals mit, dass er diese Stelle erneut in den Haushalt 2014 aufnehmen werde. Tat er aber nicht, offenbar wieder wegen der Finanzlage und des Wunschs, dass die Politik sich dieses Themas zuerst annehmen würde.

Nun forderte also die SPD die Einrichtung einer Stelle "Sachbearbeiter Feuerwehrwesen", jährlich dotiert mit 60000 Euro. "Es ist dringend geboten, die Funktionsfähigkeit der Feuerwehr langfristig sicherzustellen", forderte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wilhelm Rohlfing.

Allerdings mussten die Feuerwehrleute wegen der Vertagung das Rathaus ohne Entscheidung verlassen.

Gegenfinanzieren möchte die SPD diese Mehrausgabe durch die Erhöhung der Grundsteuern A (auf 245 Prozent, Mehreinnahme 27000 Euro pro Jahr) und B (auf 433 Prozent, Mehreinnahme 96000 Euro).

Weniger Zuschüsse für die Musikschule

Um die Finanzlage zu verbessern, sollen zudem die Zuschüsse für die Musikschule um 12000 Euro gekürzt werden. Außerdem sollen, das fordern auch die Grünen, jene Hecken, die zu Grabstellen gehören, zukünftig von den Besitzern und nicht mehr vom Bauhof geschnitten werden - eine Einsparung von 30000 Euro.

Die FWG möchte unter anderem die Ortsvorsteher abschaffen (minus 16000 Euro im Jahr), die Hiller Märkte mit 15000 Euro weniger alimentieren (2014 mit 35000 Euro wieder ein Zuschussgeschäft), die 60000 Euro für ein von einem externen Büro erstelltes Straßenbauprogramm einsparen, da laut Fraktionsvorsitzendem Kurt Riechmann bereits seit Jahren ein Entwurf vorliegt, und im Rathaus nur den Vorplatz und den Treppenbereich neu gestalten lassen (minus 20000 Euro). Hinter den Kauf eines neuen Unimog setzt die FWG ein Fragezeichen.

Allerdings sieht Bauhofleiterin Dagmar Meinert bei diesem Thema keine Alternative. Der Unimog sei im Winterdienst perfekt geeignet für die Steilstrecken, auch wegen seiner Schleuderketten für die Räder, sowie für den Grünschnitt an Straßenrändern, da er über eine Wechsellenkung verfüge. Und nicht zuletzt stehe ganzjährig ein Mitarbeiter als Fahrer zur Verfügung.

Sie hatte auch einen Kostenvergleich mitgebracht: "Eine Bauhofstunde kostet 65 Euro, ein externer Anbieter fordert 130 Euro Stundenlohn. Ein anderer will nur für die Bereitstellung eines Unimogs 20 Euro pro Stunde." 40 Euro Stundenlohn koste die Anmietung, der Vertrag müsse über sechs Monate abgeschlossen werden.

"Haushalt akribisch durchforsten"

Noch keine neue Küche fürs Müllerhaus in Südhemmern, so lange die Zukunft der Bürgerhäuser nicht gesichert ist (13000 Euro); Verzicht auf Eintrittsgeld für den Badesee (2500 Euro) und die Instandhaltung der Straßengräben (15000 Euro), weniger Geld für Entwicklungskosten im Kommunalen Rechenzentrum (24000 Euro), Bezuschussung einer Stelle für einen zweiten Sozialarbeiter an der Verbundschule (32000 Euro) - auch die Grünen wollen einerseits Geld einsparen und andererseits mehr ausgeben. "Wir sollten jeden einzelnen Posten auf Einsparmöglichkeiten abklopfen", forderte Fraktionschefin Marlies Schulder.

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