Ruhestörung oder nicht? Dann ist Gartenarbeit erlaubt - und dann nicht Christine Riechmann Hille. Von links brummt der Rasenmäher, rechts hinterm Gartenzaun knattert die Motorsäge und gegenüber ist die elektrische Heckenschere im Dauereinsatz. Ein Tag im heimischen Garten kann in den Sommermonaten eine lautstarke Angelegenheit sein – und die motorisierten Gartengeräte können so manche Nachbarschaft auf die Probe stellen. Damit in den Gärten auch mal Ruhe einkehrt, ist auch in der Gemeinde Hille die lärmverursachende Haus- und Gartenarbeit in einer Verordnung geregelt. Werktags dürfen Gartenarbeiter zwischen sieben und 13 Uhr und zwischen 14.30 und 19 Uhr Krach machen. Am Sonntag und an Feiertagen ist lautstarke Gartenarbeit verboten. „Das gilt in geschlossenen Ortschaften in dicht besiedelten Gebieten", erklärt Detlef Hartmann, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Hille. Das alleinliegende Gehöft ohne direkte Nachbarn sei von dieser Regelung natürlich nicht betroffen. Allerdings werde die Verordnung, die aus dem Jahr 2001 stammt, noch in diesem Jahr überarbeitet und an die 32. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes angepasst, so Hartmann.

Ruhestörung oder nicht? Dann ist Gartenarbeit erlaubt - und dann nicht

Wenn der Rasenmäher durch den Garten knattert, ist das oft sehr laut und stört womöglich die Nachbarn. Darum sind laute Gartenarbeiten in der Gemeinde zeitlich reglementiert. Foto: Imago © imago images/Future Image

Hille. Von links brummt der Rasenmäher, rechts hinterm Gartenzaun knattert die Motorsäge und gegenüber ist die elektrische Heckenschere im Dauereinsatz. Ein Tag im heimischen Garten kann in den Sommermonaten eine lautstarke Angelegenheit sein – und die motorisierten Gartengeräte können so manche Nachbarschaft auf die Probe stellen.

Damit in den Gärten auch mal Ruhe einkehrt, ist auch in der Gemeinde Hille die lärmverursachende Haus- und Gartenarbeit in einer Verordnung geregelt. Werktags dürfen Gartenarbeiter zwischen sieben und 13 Uhr und zwischen 14.30 und 19 Uhr Krach machen. Am Sonntag und an Feiertagen ist lautstarke Gartenarbeit verboten. „Das gilt in geschlossenen Ortschaften in dicht besiedelten Gebieten", erklärt Detlef Hartmann, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Hille. Das alleinliegende Gehöft ohne direkte Nachbarn sei von dieser Regelung natürlich nicht betroffen. Allerdings werde die Verordnung, die aus dem Jahr 2001 stammt, noch in diesem Jahr überarbeitet und an die 32. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes angepasst, so Hartmann.

Nur gelegentlich gäbe es Anrufe beim Ordnungsamt von verärgerten Nachbarn, die sich über eine Ruhestörung durch Rasenmäher und Co. beschweren würden. „Dann rufen wir beim Verursacher auch schon mal an", so Hartmann. Aber in aller Regel würden die Nachbarn das unter sich klären. „Für uns gibt es da nicht viel zu regeln." Das letzte Bußgeldverfahren in einer solchen Angelegenheit sei schon einige Jahre her. Und in der Corona-Zeit seien die Beschwerden noch seltener geworden, meint der Ordnungsamtsleiter. „Da die Leute viel zu Hause waren, hatten sie keine Last, sich an die vorgegebenen Zeiten zu halten", vermutet er.


Anders als Privatleute, müssen sich gewerbliche Unternehmen nicht an die Ruhezeiten halten. „Ich kann ja meine Arbeit über die Mittagszeit nicht einfach einstellen", kommentiert Michael Krudup, Inhaber des Hiller Garten- und Landschaftsbau-Unternehmens Grünplan, die Regelung. Und auch nur ganz selten gäbe es dann Beschwerden aus der Nachbarschaft, weil zum Beispiel ein kleines Kind seinen Mittagsschlaf macht.

Auch Schiedsmann Harry Gartmann bestätigt, dass Lärmbelästigung durch lautstarke Gartenarbeiten in Hille anscheinend kein großes Problem ist. „Ich bin seit zehn Jahren im Amt und habe in der ganzen Zeit dazu noch keinen Streit schlichten müssen", berichtet er. Er habe den Eindruck, dass die meisten Bürger sich schlicht an die Zeiten halten würden. Nur selten höre man in der Mittagszeit Geräusche durch Gartengeräte.

Wenn der Schiedsmann zum Einsatz kommen muss, gehe es eher um Licht von Bewegungsmeldern oder um Hecken und Bäume, die auf ein Nachbargrundstück ragen würden und somit zum Streitfall werden.

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