Rodler hinterlassen Müll: Anwohner weisen humorvoll auf Fehlverhalten hin Leonie Meyer Hille-Oberlübbe. Der viele Schnee Anfang Februar ließ nicht nur die Kinderherzen höher schlagen, auch Erwachsene schienen auf der Rodelpiste in Oberlübbe ihr Vergnügen gefunden zu haben. Allerdings war das Verhalten der Pistenbesucher laut Anwohner nicht immer angemessen. Eine Anliegerin hat daraufhin ein Schild oberhalb der Rodelpiste zwischen den Straßen Fichtenstraße und Steiler Weg aufgehangen. Das MT hat sich dort umgesehen. „Es haben sich Grüppchen mit Bierflaschen gebildet. Gute Stimmung war zu hören“, berichtet ein Anwohner, der lieber anonym bleiben möchte. Die Besucher ließen nach seinen Angaben ihre Flaschen zurück. Der Schnee habe sich auch in der Obernstraße angehäuft, so dass der Oberlübber seinen Hof von der Schneemenge befreit habe. „Die Wintersportler haben immerhin gefragt, ob sie bei mir parken dürften. Aber ich brauchte auch für meine Familie die Parkplätze.“ Dennoch habe der Mann den Andrang als nicht zu groß wahrgenommen. Er hat dafür sogar ein gewisses Verständnis. „Es ist doch schön, wenn wir jetzt draußen die Zeit verbringen können.“ Eine weitere Anwohnerin oberhalb der Rodelpiste schätzt, dass zwischen 40 bis 60 Besucher die Piste zum Schlittenfahren aufsuchten. Auch Müll habe sie auf dem Feld und dem Weg liegen sehen. Fest steht für sie: Wenn die Rodler Müll produzieren, sollen sie ihn auch wieder mitnehmen. „Natürlich war hier bei dem vielen Schnee mehr los als in der sonst ruhigen Gegend“, sagt die Oberlübberin. „Ich werde sehr wahrscheinlich noch ein weiteres Mal hingehen und aufräumen“, sagt die Erstellerin des Hinweisschildes, die ihren Namen ebenfalls nicht in der Zeitung lesen möchte. Ihr sei der Müll beim Gassigehen mit ihrem Hund aufgefallen. Sie weist gegenüber dem MT auch auf die Unfallgefahren durch die Hinterlassenschaften hin. „Gerade an spitzen Gegenständen, wie Kronkorken, können sich Tiere verletzen.“ Da der Schnee jetzt taut, kommen durch das Schmelzwasser die Überreste der übermütigen Schlittenfahrer hervor: Bierflaschen, Zigarettenstummel, Taschentücher, Becher und Kronkorken sammelten sich im Umfeld der Oberlübber Rodelpiste an. Die Anwohnerin hing das Schild am Wochenende des Wintereinbruchs auf, weil zu dem Zeitpunkt die meisten Rodler kamen. Außerdem befestigte sie eine Mülltüte an dem Zaun – „die haben sie zum Glück benutzt. Und manchmal auch mitgenommen.“ Dennoch habe die Oberlübberin, die seit 20 Jahren dort lebt, noch mehr Andrang erwartet. „Man kann nie früh genug etwas gegen solch ein Verhalten unternehmen“, sagt sie überzeugt und lacht. Für den nächsten Wintereinbruch – und selbstverständlich auch darüber hinaus – soll das Umweltbewusstsein der Menschen laut Anwohner nochmals gefördert werden.

Rodler hinterlassen Müll: Anwohner weisen humorvoll auf Fehlverhalten hin

Das Hinweisschild der Anwohnerin. © Leonie Meyer

Hille-Oberlübbe. Der viele Schnee Anfang Februar ließ nicht nur die Kinderherzen höher schlagen, auch Erwachsene schienen auf der Rodelpiste in Oberlübbe ihr Vergnügen gefunden zu haben. Allerdings war das Verhalten der Pistenbesucher laut Anwohner nicht immer angemessen. Eine Anliegerin hat daraufhin ein Schild oberhalb der Rodelpiste zwischen den Straßen Fichtenstraße und Steiler Weg aufgehangen. Das MT hat sich dort umgesehen.

„Es haben sich Grüppchen mit Bierflaschen gebildet. Gute Stimmung war zu hören“, berichtet ein Anwohner, der lieber anonym bleiben möchte. Die Besucher ließen nach seinen Angaben ihre Flaschen zurück. Der Schnee habe sich auch in der Obernstraße angehäuft, so dass der Oberlübber seinen Hof von der Schneemenge befreit habe. „Die Wintersportler haben immerhin gefragt, ob sie bei mir parken dürften. Aber ich brauchte auch für meine Familie die Parkplätze.“ Dennoch habe der Mann den Andrang als nicht zu groß wahrgenommen. Er hat dafür sogar ein gewisses Verständnis. „Es ist doch schön, wenn wir jetzt draußen die Zeit verbringen können.“

Eine weitere Anwohnerin oberhalb der Rodelpiste schätzt, dass zwischen 40 bis 60 Besucher die Piste zum Schlittenfahren aufsuchten. Auch Müll habe sie auf dem Feld und dem Weg liegen sehen. Fest steht für sie: Wenn die Rodler Müll produzieren, sollen sie ihn auch wieder mitnehmen. „Natürlich war hier bei dem vielen Schnee mehr los als in der sonst ruhigen Gegend“, sagt die Oberlübberin.

„Ich werde sehr wahrscheinlich noch ein weiteres Mal hingehen und aufräumen“, sagt die Erstellerin des Hinweisschildes, die ihren Namen ebenfalls nicht in der Zeitung lesen möchte. Ihr sei der Müll beim Gassigehen mit ihrem Hund aufgefallen. Sie weist gegenüber dem MT auch auf die Unfallgefahren durch die Hinterlassenschaften hin. „Gerade an spitzen Gegenständen, wie Kronkorken, können sich Tiere verletzen.“

Da der Schnee jetzt taut, kommen durch das Schmelzwasser die Überreste der übermütigen Schlittenfahrer hervor: Bierflaschen, Zigarettenstummel, Taschentücher, Becher und Kronkorken sammelten sich im Umfeld der Oberlübber Rodelpiste an. Die Anwohnerin hing das Schild am Wochenende des Wintereinbruchs auf, weil zu dem Zeitpunkt die meisten Rodler kamen. Außerdem befestigte sie eine Mülltüte an dem Zaun – „die haben sie zum Glück benutzt. Und manchmal auch mitgenommen.“

Dennoch habe die Oberlübberin, die seit 20 Jahren dort lebt, noch mehr Andrang erwartet. „Man kann nie früh genug etwas gegen solch ein Verhalten unternehmen“, sagt sie überzeugt und lacht. Für den nächsten Wintereinbruch – und selbstverständlich auch darüber hinaus – soll das Umweltbewusstsein der Menschen laut Anwohner nochmals gefördert werden.

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