Projekt „Suchtprophylaxe“ mit 180 Achtklässlern der Verbundschule Hille Nüsse und Rosinen statt süßem Fertigmüsli / DRK-Gripsmobil stellt Konzept und Material Gisela Burmester Hille (mt). Gesundheitsförderung kann Spaß machen, zumindest wenn das DRK-Gripsmobil kommt. Das machte kürzlich Station an der Verbundschule Hille. Während die DRK-Mitarbeiter Konzept und Equipment mitbrachten, kümmerten sich Lehrerin Antje Schillo, Schulsozialarbeiter Carsten Kranzusch und Schüler und Schülerinnen aus der Oberstufe um Organisation und Ablauf vor Ort. Und die musste perfekt sein, denn immerhin machten 180 Schüler der achten Jahrgänge der Gesamtschule und des Gymnasiums an dem Projekt in der Sporthalle mit.Der Gedanke der dreitägigen Veranstaltung ist einfach: Wer sich gesund fühlt, selbstbewusst ist, über richtige Ernährung Bescheid weiß, sich viel bewegt und auch gefühlsmäßig sein Leben im Griff hat, ist seltener suchtgefährdet.An 15 Stationen konnten die Jugendlichen nicht nur ihr Wissen und ihre Fitness testen, sondern auch Informationen sammeln und sich über brisante Themen wie Emotionen und erste Liebe, Sexualität, Alkohol und Tabak austauschen. Fitnesstest und Balancieren mit Gewichten, mithilfe der Mitschüler auf Stelzen gehen – an diesen Stationen war körperliche Aktivität gefragt, es ging um Ausdauer, Koordination und gegenseitiges Vertrauen.Welche Lebensmittel sind gesund, welche sollte man nur in Maßen genießen? Diskutierend bestückten die Schüler die Ernährungspyramide und stellten für die Figur Lukas ein ausgewogenes, gesundes Tagesmenü zusammen.An der Frühstücksstation saßen Kevin, Tristan, Henri, Jan-Luca und Julian mit verbundenen Augen und probierten Nüsse, Rosinen, Trockenfrüchte und gesüßte Flocken – Alternativen zum gezuckerten Fertigmüsli. Bei den fünf Schülern war die Bandbreite dessen, was morgens bei ihnen auf den Tisch kommt, groß. „Ich mische mir mein Müsli selbst aus Äpfeln, Honig und Haferflocken“, berichtete Kevin. Jan-Luca dagegen zieht morgens Nutella-Toast vor. „Drei Stück esse ich davon. Wenn ich aber gar keine Zeit habe, fällt mein Frühstück aus.“Stationen waren auch in Umkleidekabinen untergebracht: Dort ging es um jene Themen, die alle interessieren, aber über die man lieber im kleinen Kreis spricht. Wie über Moral, Beziehungsformen und Vorurteile, Verhütung, eigene Erfahrungen mit Tabak und alkoholischen Getränken, über Gruppendruck der Clique und Konsequenzen einer Sucht.„In Fächern wie Biologie und Deutsch wurde das Thema ‘Sucht’ unter dem Motto ‘Es gibt Versuchungen. Entscheide dich’ vorbereitet“, sagt Antje Schillo. „Die Projekttage mit dem Gripsmobil bilden den Abschluss der Unterrichtseinheit.“

Projekt „Suchtprophylaxe“ mit 180 Achtklässlern der Verbundschule Hille

An einer Station können die Jugendlichen ihre Fitness testen. MT- © Fotos: Alex Lehn

Hille (mt). Gesundheitsförderung kann Spaß machen, zumindest wenn das DRK-Gripsmobil kommt. Das machte kürzlich Station an der Verbundschule Hille.

Während die DRK-Mitarbeiter Konzept und Equipment mitbrachten, kümmerten sich Lehrerin Antje Schillo, Schulsozialarbeiter Carsten Kranzusch und Schüler und Schülerinnen aus der Oberstufe um Organisation und Ablauf vor Ort. Und die musste perfekt sein, denn immerhin machten 180 Schüler der achten Jahrgänge der Gesamtschule und des Gymnasiums an dem Projekt in der Sporthalle mit.

Der Gedanke der dreitägigen Veranstaltung ist einfach: Wer sich gesund fühlt, selbstbewusst ist, über richtige Ernährung Bescheid weiß, sich viel bewegt und auch gefühlsmäßig sein Leben im Griff hat, ist seltener suchtgefährdet.

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An 15 Stationen konnten die Jugendlichen nicht nur ihr Wissen und ihre Fitness testen, sondern auch Informationen sammeln und sich über brisante Themen wie Emotionen und erste Liebe, Sexualität, Alkohol und Tabak austauschen. Fitnesstest und Balancieren mit Gewichten, mithilfe der Mitschüler auf Stelzen gehen – an diesen Stationen war körperliche Aktivität gefragt, es ging um Ausdauer, Koordination und gegenseitiges Vertrauen.

Wie sieht ausgewogene Ernährung aus? Das war die Aufgabe für diese Schüler.
Wie sieht ausgewogene Ernährung aus? Das war die Aufgabe für diese Schüler.

Welche Lebensmittel sind gesund, welche sollte man nur in Maßen genießen? Diskutierend bestückten die Schüler die Ernährungspyramide und stellten für die Figur Lukas ein ausgewogenes, gesundes Tagesmenü zusammen.

An der Frühstücksstation saßen Kevin, Tristan, Henri, Jan-Luca und Julian mit verbundenen Augen und probierten Nüsse, Rosinen, Trockenfrüchte und gesüßte Flocken – Alternativen zum gezuckerten Fertigmüsli. Bei den fünf Schülern war die Bandbreite dessen, was morgens bei ihnen auf den Tisch kommt, groß. „Ich mische mir mein Müsli selbst aus Äpfeln, Honig und Haferflocken“, berichtete Kevin. Jan-Luca dagegen zieht morgens Nutella-Toast vor. „Drei Stück esse ich davon. Wenn ich aber gar keine Zeit habe, fällt mein Frühstück aus.“

Stationen waren auch in Umkleidekabinen untergebracht: Dort ging es um jene Themen, die alle interessieren, aber über die man lieber im kleinen Kreis spricht. Wie über Moral, Beziehungsformen und Vorurteile, Verhütung, eigene Erfahrungen mit Tabak und alkoholischen Getränken, über Gruppendruck der Clique und Konsequenzen einer Sucht.

„In Fächern wie Biologie und Deutsch wurde das Thema ‘Sucht’ unter dem Motto ‘Es gibt Versuchungen. Entscheide dich’ vorbereitet“, sagt Antje Schillo. „Die Projekttage mit dem Gripsmobil bilden den Abschluss der Unterrichtseinheit.“

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